Kommunale Gebäude
Erweiterung von Photovoltaik-Anlagen in Ferndorf
Landesrätin Sara Schaar überbrachte in Ferndorf symbolisch die Förderzusagen für die Erweiterungen von zwei Photovoltaik-Anlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden.
© Büro LR Schaar
„Kärnten ist reich an Sonnenstunden. Die Kraft der Sonne gilt es zu nutzen, wenn es um den Ausbau der erneuerbaren Energien geht“, sagt Landesrätin Sara Schaar, Energie- und Klimaschutz-Referentin des Landes Kärnten. Beim Photovoltaik-Ausbau sind die Gemeinden ein wichtiger Partner.
Volksschule und Kläranlage
Eine davon ist die Gemeinde Ferndorf. Auf dem Dach der Volksschule und der Kläranlage wurden die bisherigen Photovoltaik-Anlagen erweitert. Die Fertigstellung erfolgte im vergangenen November. Für die zusätzliche Anlage auf der Kläranlage (Leistung: rund 44 Kilowatt-Peak) wurde auch das Dach saniert. Zusammen mit der bereits bestehenden Anlage ergibt sich eine Gesamtleistung von fast hundert Kilowatt-Peak. In Spitzenzeiten wird so in einem Monat mehr Strom geliefert, als vier durchschnittliche Einfamilienhäuser im Jahr an Strom verbrauchen. Die neue Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Volksschule (Leistung: 12,75 Kilowatt-Peak) wurde auch um einen Batteriespeicher ergänzt. Somit lässt sich ein Großteil des Strombedarfs der Schule abdecken. Durch den Speicher kann auch die Beleuchtung der Gemeinde mit Strom versorgt werden.
Die Förderungen
Die Gesamtfördersumme, die Schaar symbolisch überreichte, beträgt 30.313 Euro. Gewährt wurde die Förderung für Photovoltaik-Anlagen an oder auf kommunalen Gebäuden. „Die Errichtung von kommunalen Photovoltaik-Anlagen unterstützt die Landes-Umweltabteilung mit bis zu 60 Prozent der Anschaffungskosten. Investitionszuschüsse von dritter Stelle, also von Bund oder EU, sind ebenfalls möglich. Daher ist eine Gesamtförderung von nahezu hundert Prozent erreichbar“, erläutert Schaar. Strombedarf und ‑erzeugung fallen speziell bei gemeindeeigenen Gebäuden eher tagsüber an, weshalb sich eine auf Eigenverbrauch hin ausgerichtete Photovoltaik-Anlage für diese bestens eignet.
Weitere Projekte in Planung
„Wir sind dabei, weitere potentielle Flächen für Photovoltaik-Anlagen auf kommunalen Gebäuden auszuloten. Möglichkeiten gibt es etwa auf dem Dach der Gemeindewohnhäuser oder auf dem Gemeindeamt“, kündigt Bürgermeister Josef Haller weitere Pläne an. Die Gemeinde möchte sich in Richtung einer klimafreundlichen Energiezukunft weiterentwickeln.
Wissenswert
Seit Bestehen der kommunalen Photovoltaik-Förderung des Landes Kärnten wurde diese für 56 Gemeinden, zwei Abwasserverbände und einen Sozialhilfeverband gewährt (insgesamt 145 Vorhaben). Das bisherige Fördervolumen beträgt über 1,3 Millionen Euro. „Alleine die Hälfte aller potentiellen Dachflächen in Kärnten hat ein Photovoltaik-Ausbau-Potential von 3,3 Terawattsunden. Deshalb setzen wir in Kärnten auch auf folgende Priorisierung: Gebäude-Flächen wie Dächer und Fassaden und bereits versiegelte Bodenflächen vor Freiflächen, um die Kärntner Landschaft zu erhalten“, erklärt Landesrätin Sara Schaar.
