Liebenfels
Förderung für zehn Photovoltaik-Anlagen
Die Marktgemeinde Liebenfels führt das Ölkesselfrei-Programm des Landes weiter. Außerdem läuft eine Photovoltaik-Offensive auf kommunalen Gebäuden.
© Büro LR Schaar
Wenn es um Energiewende und Klimaschutz-Maßnahmen geht, sind die Gemeinden wichtige Partner des Landes Kärnten. „Einerseits fungieren sie als direkter Draht zu den Bürgern, andererseits gehen sie im Erneuerbaren-Ausbau mit gutem Beispiel voran“, betont Landesrätin Sara Schaar, Energie- und Klimaschutz-Referentin des Landes Kärnten.
35.000 Euro für „Ölkesselfreies Liebenfels“
Ein vorbildliches Beispiel ist die Marktgemeinde Liebenfels. Bei einem Besuch in der Gemeinde hatte Schaar für Bürgermeister und Nationalratsabgeordneten Klaus Köchl gleich mehrere Förderzusagen im Gepäck. 35.000 Euro gibt es zum Beispiel für die Weiterführung des Programms „Ölkesselfreies Liebenfels“. „Mit dem Ölkesselfrei-Programm der Landes-Umweltabteilung können teilnehmende Kommunen den Haushalten eine Zusatzförderung für den Umstieg von fossilen auf erneuerbare Heizungsanlagen anbieten – und das zusätzlich zu bestehenden Förderungen von Bund und Land Kärnten“, erklärt Schaar. Liebenfels ist eine von 99 ölkesselfreien Gemeinden in Kärnten. „Damit schaffen wir Anreize, damit Haushalte, die noch mit Öl heizen, auf erneuerbare Energieträger umsteigen“, schildert Schaar.

53.258 Euro für Photovoltaik-Anlagen
Gleich zehn weitere Förderungen sagte die Landesrätin für Photovoltaik-Anlagen auf kommunalen Gebäuden zu. Die Fördersumme beläuft sich auf genau 53.258 Euro für zehn Anlagen auf den Dächern der Kinderbetreuungseinrichtungen, der beiden Volksschulen, des Amtsgebäudes, des Bauhofs und der Rüsthäuser in Liebenfels, Zweikirchen und Sörg. „Ein Photovoltaik-Schwerpunkt wird in Liebenfels natürlich weiterhin gesetzt“, kündigt Bürgermeister Köchl an.
Neues Ortszentrum
Der nächste Meilenstein ist die Umsetzung eines Ortszentrums mit Kinderbildungs- und ‑betreuungseinrichtungen, Gemeindeamt und Kulturhaus im Ortskern. „Dafür wird noch heuer ein Architekten-Wettbewerb durchgeführt“, verrät Köchl. Die Umsetzung ist im nächsten Jahr geplant, natürlich wird die nachhaltige Stromerzeugung mittels Photovoltaik gleich mitgeplant. „Bei den bereits umgesetzten kommunalen Photovoltaik-Projekten konnten wir Landes- und Bundesfördermittel optimal ausnutzen, so dass für uns eine hundertprozentige Förderung möglich war“, freut sich Köchl.
Landesrätin Schaar fügt hinzu: „Wir setzen in Kärnten auf den Photovoltaik-Ausbau und unterstützen Gemeinden dabei. Unsere Priorisierung lautet: Gebäude-Flächen wie Dächer und Fassaden und bereits versiegelte Bodenflächen vor Freiflächen, um die Kärntner Landschaft zu erhalten.“
Wissenswert
Förderung „Ölkesselfreies Liebenfels“: Den Förderantrag können Bürger bei der Gemeinde stellen.
- Maximal 1.500 Euro für Haushalte, die von einer Ölheizung auf eine erneuerbare Heizungsform umsteigen und die Ölheizung demontieren lassen.
- Maximal 500 Euro für Haushalte, die bereits auf eine erneuerbare Heizungsvariante umgestiegen sind und nachträglich die Öltanks ausbauen und entsorgen lassen.
Förderung für Photovoltaik-Anlagen an oder auf kommunalen Gebäuden: Die Errichtung von kommunalen Photovoltaik-Anlagen unterstützt die Landes-Umweltabteilung mit bis zu 60 Prozent der Anschaffungskosten, Investitionszuschüsse von dritter Stelle (Bund oder EU) sind ebenso möglich. Somit ist eine Gesamtförderung von nahezu hundert Prozent erreichbar.
© Büro LR Schaar
