Dellach im Drautal
Sonnenkraft für Schwimmbad und Campingplatz
Die Gemeinde Dellach im Drautal erhält für die Photovoltaik-Anlage beim Schwimmbad eine Förderung in Höhe von 18.733 Euro. Landesrätin Sara Schaar überbracht diese Nachricht persönlich.
© Büro LR Schaar
Landesrätin Sara Schaar, Energie- und Klimaschutz-Referentin des Landes Kärnten, statte der Gemeinde Dellach im Drautal einen Besuch ab, um persönlich eine gute Nachricht zu überbringen: Sie sagte eine Förderung für die Errichtung einer kommunalen Photovoltaik-Anlage zu. Bereits im Sommer des Vorjahres ging die Anlage beim Schwimmbad in Betrieb. Sie versorgt nicht nur die Pumpen für das Bad mit Strom, sondern auch das Restaurant und den Campingplatz. Die Leistung der Anlage beträgt 31 Kilowatt-Peak. Unterstützt wird das Projekt mit 18.733 Euro.
Photovoltaik-Offensive mit Gemeinden
„Kärnten ist ein Sonnenland, daher setzen wir bei der Stromerzeugung auf die Kraft der Sonne. Laut Kärntner Solarpotential-Kataster ergibt sich ein Photovoltaik-Potential von 3.300 Gigawattstunden pro Jahr an elektrischer Energie, wenn wir in Kärnten nur die Hälfte jener Dachflächen nutzen, die einen hohen Einstrahlungswert aufweisen. Mit der kommunalen Photovoltaik-Offensive und den Gemeinden als Partner für den Erneuerbaren-Ausbau gelingen uns große Schritte im Bereich der Energiewende“, fasst Schaar zusammen. Die Landesregierung verfolgt auch eine klare Priorisierung: Gebäude-Flächen wie Dächer und Fassaden und bereits versiegelte Bodenflächen vor Freiflächen, um die Kärntner Landschaft zu erhalten.
Gemeinde eruiert weitere Ausbau-Potentiale
„Durch die optimale Ausnützung der Landes- und Bundesförderungen blieben für die Tourismus und Infrastruktur Dellach GmbH nur noch rund tausend Euro an Kosten über. Photovoltaik spielt bei uns eine große Rolle, es gibt bereits eine kommunale Anlage auf dem Gemeindeamt“, berichtet Bürgermeister Johannes Pirker. Vermietete Photovoltaik-Flächen bestehen auf dem Bauhof, dem Altstoffsammelzentrum und dem Rüsthaus. „Derzeit eruieren wir weitere Ausbau-Potentiale und wollen auch eine Gemeinde-Energiegemeinschaft einrichten, um mit vorhandenen Photovoltaik-Flächen auf kommunalen Gebäuden weitere gemeindeeigene Gebäude, die vielleicht für die Nutzung der Sonne nicht so optimal liegen, mitzuversorgen“, verrät Pirker.
Förderungen bis zu hundert Prozent möglich
Photovoltaik auf und an kommunalen Gebäuden (auch auf Rüsthäusern) unterstützt die Umweltabteilung des Landes Kärnten finanziell mit bis zu 60 Prozent der Anschaffungskosten. Auch Investitionszuschüsse von dritter Stelle (Bund oder EU) sind möglich, wodurch sich eine Gesamtförderung von nahezu hundert Prozent ergibt.

Wissenswert
56 Gemeinden, zwei Abwasserverbände und ein Sozialhilfeverband erhielten bereits die Förderzusage für Photovoltaik-Projekte auf gemeindeeigenen Gebäuden (insgesamt 145 Vorhaben). Die Landes-Umweltabteilung reservierte für diese Förderschiene heuer wieder über eine Million Euro. Das bisherige Fördervolumen beträgt über 1,3 Millionen Euro.
