Gailtal

Das Gemü­se­kis­terl vom Berg

Auf tausend Metern Seehöhe in Kreuth ob Jenig im Gailtal gedeihen die gängigsten Gemüsesorten am Hof der Familie Bachmann vulgo „Kunz“. Stefan Bachmann verrät, wen er damit beliefert.

Das Gemü­se­kis­terl vom Berg Stefan Bachmann erntet vor einer atemberaubenden Kulisse.

© privat

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Vor acht Jah­ren über­ga­ben Ulri­ke und Heinz Enzi ihren Land­wirt­schafts­be­trieb an Toch­ter Susan­ne und Schwie­ger­sohn Ste­fan Bach­mann. Sie stell­ten den Betrieb in Kreuth ob Jenig im Gail­tal von einer Vieh­wirt­schaft auf Gemü­se­an­bau um. „Als gelern­ter Koch habe ich bemerkt, wie schwer es für Gas­tro­no­mie und Hotel­le­rie ist, geeig­ne­tes Baby­ge­mü­se und ande­res fri­sches Gemü­se zu fin­den und kau­fen. Des­halb habe ich vor acht Jah­ren mit ein paar Gemü­se­bee­ten begon­nen, um die gewünsch­ten Waren anzu­bau­en“, erzählt der Gemü­se­bau­er.

Scho­nen­de Boden­be­ar­bei­tung

Mitt­ler­wei­le ist der Betrieb auf rund drei Hekt­ar Anbau­flä­che ange­wach­sen. Drei Foli­en­tun­nel und Gewächs­häu­ser wur­den im Lau­fe der Zeit errich­tet. „Wir bau­en unser Gemü­se im Ein­klang mit der Natur an. Dazu gehört es auch, dem Boden eine beson­de­re Beach­tung zu schen­ken. Wir legen viel Wert auf eine boden­scho­nen­de Bear­bei­tung unse­rer Anbau­flä­chen“, betont Bach­mann. Beim Anbau wird auf jede Art von che­misch-syn­the­tisch her­ge­stell­tem Dün­ger ver­zich­tet. „Im Herbst streu­en wir auf die Flä­chen ver­rot­te­ten Rin­der­stall­mist, der dann unter­ge­pflügt wird. Je nach Bedarf wird dann noch Patent­ka­li gestreut“, erklärt der Gemü­se­bau­er.

Das Sor­ti­ment

Auf den Anbau­flä­chen wer­den rund 400 ver­schie­de­ne Gemü­se­sor­ten ange­baut. „Bei uns gedeiht auf tau­send Metern See­hö­he so ziem­lich alles, was sai­so­nal mög­lich ist. Das Berg­kli­ma trägt dazu bei, dass das Gemü­se lang­sa­mer und kon­zen­trier­ter wächst. Das bedeu­tet, dass sich das Aro­ma, der Geschmack und die Vital­stof­fe bes­ser im Gemü­se ent­fal­ten kön­nen“, schil­dert Bach­mann. Bekannt sind die Bach­manns für ihre Gemü­se­kis­terln, die ein­mal in der Woche in der Regi­on zuge­stellt wer­den. „Der­zeit sind es 150 Gemü­se­kis­terln, die wir in der Regi­on zustel­len. Im Herbst und Win­ter sind es um eini­ge mehr. Das Sor­ti­ment stel­len wir je nach Sai­son zusam­men“, berich­tet der Gemü­se­bau­er. Hin­zu kom­men über 40 Abneh­mer in der geho­be­nen Gas­tro­no­mie und Hotel­le­rie. Der Gemü­se­hof „Kunz“ ist ein rei­ner Fami­li­en­be­trieb, in dem Ehe­frau Susan­ne eben­so mit­ar­bei­tert wie ihre Eltern Ulri­ke und Hubert Enzi, ihre Schwie­ger­el­tern Lucia und Heinz Bach­mann sowie Bru­der Jür­gen Bach­mann, der als gelern­ter Koch genug Erfah­rung für den Ver­kauf von Gemü­se mit­bringt. Die „Gemü­se­kis­terln“ sind im Online-Shop zu bestel­len.

Die Fami­lie

Zur Fami­lie gehört bereits die nächs­te Gene­ra­ti­on mit den Kin­dern Davin und Oli­via sowie Haus­hund „Mer­le“, der sei­nen Namen von der kärnt­ne­ri­schen Karot­te bekam. Ste­fan Bach­mann erläu­tert: „Wir arbei­ten nach dem Prin­zip: So wenig wie mög­lich, aber so viel wie nötig.“

 

02.07.2022 17:03
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Das Gemü­se­kis­terl vom Berg Stefan Bachmann erntet vor einer atemberaubenden Kulisse.

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