AK-Tipps
Das ist nach der Ferialarbeit zu beachten!
Damit es für Schüler und Studenten nach den Sommerferien kein böses Erwachen gibt: Diese sieben Tipps der Arbeiterkammer Kärnten sind zu beachten!
Während der Sommermonate gehen zahlreiche Schüler und Studenten einer Ferialarbeit nach. Bei Fragen dazu steht die Arbeiterkammer Kärnten zur Verfügung. „Sollte es nach dem Sommerjob zu Problemen kommen, helfen wir dabei, dass die jungen Arbeitnehmer alles erhalten, was ihnen vertraglich zusteht“, betont Günther Goach, Präsident der Arbeiterkammer Kärnten. Damit alles gut läuft, sind sieben Tipps der Arbeiterkammer zu beachten.
Tipp 1: Endabrechnung einfordern
Der Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, seinen Ferialarbeitern eine Endabrechnung auszustellen. Sollte es hierbei zu Fragen kommen, helfen die Experten der Arbeiterkammer Kärnten weiter.
Tipp 2: Keine Verzichtserklärung unterschreiben
Schüler und Studenten sollten auch nie eine Verzichtserklärung unterzeichnen. Diese befinden sich oft im Kleingedruckten. Wer hier unachtsam unterschreibt, könnte unter anderem um das Geld für geleistete Überstunden umfallen. Zur Sicherheit ist es am besten, wenn man vor einer Unterschrift mit der Arbeiterkammer oder der zuständigen Fachgewerkschaft Rücksprache hält.
Tipp 3: Entgelt prüfen
In manchen Fällen kann es dazu kommen, dass das Entgelt nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses gar nicht beziehungsweise nicht korrekt ausgezahlt worden ist. Hierbei sollte der Arbeitgeber sofort schriftlich zu einer Nachzahlung aufgefordert werden. Dabei darf nicht zu lange gewartet werden, denn oft gibt es vertragliche Fristen. Werden diese überschritten, kommt es zu einem Verfall des Gelds. Gibt es jedoch keine Verfallsklausel, verjähren die Ansprüche grundsätzlich nach drei Jahren.
Tipp 4: Lohnsteuerausgleich machen
Sollte es dazu kommen, dass die Lohnsteuer abgezogen worden ist, obwohl keine Lohnsteuerpflicht vorliegt, ist es möglich, diese innerhalb der nächsten fünf Jahre vom Finanzamt zurückzuholen. Die Einkommensgrenze für die Lohnsteuer liegt bei 12.600 Euro brutto pro Jahr.
Tipp 5: Bei Problemen Ansprechperson kontaktieren
Auch während der Ferialarbeit kann es zu Problemen kommen. Keine Anmeldung zur Sozialversicherung, Arbeit ohne vorherige Einschulung oder aber auch, dass das Praktikum nicht der Ausbildung anrechenbar ist. Wenn dieser Fall auftritt, sollte der Betriebsrat, die Arbeiterkammer oder die zuständige Fachgewerkschaft kontaktiert werden.
Tipp 6: Bestätigung nicht vergessen
Diejenigen, die eine Bestätigung für die absolvierte Arbeit in den Ferien für die Schule oder die Universität benötigen, sollten darauf nicht vergessen.
Tipp 7: Sich von „AK Young“ beraten lassen
Bei weiteren Fragen rund um die Ferialarbeit im Sommer kann man direkten Kontakt zu Experten der Arbeiterkammer aus den unterschiedlichen Themenbereichen aufnehmen. Das Team von „AK Young“ unterliegt (wie alle Abteilungen) der Verschwiegenheitspflicht. Das heißt, die Anliegen werden vertraulich bearbeitet: Es wird nichts weitergegeben, was nicht ausdrücklich besprochen wurde.
Kontakt: akyoung@akktn.at oder 050 477‑1002
