Nachhaltige Bildung
Umweltsiegel für sieben Kärntner Schulen
Sieben Schulen in Kärnten wurde das Österreichische Umweltzeichen für ihre zukunftsorientierte und herausragend engagierte Bildungsarbeit verliehen.
© BMK/Viktoria Miess
Das Umwelt- und Bildungsministerium vergibt das Österreichische Umweltzeichen für Schulen und Pädagogische Hochschulen seit dem Jahr 2022 (siehe „Wissenswert“ unten). Diese ganzheitliche staatliche Auszeichnung können seither jene Schulen erreichen, die eine nachhaltige Bildungsqualität mit besonderem Fokus auf Umweltschutz, Gesundheit und Wohlbefinden der Schüler verfolgen. Immer mehr Bildungsrichtungen sind sich infolge des Klimawandels ihrer bedeutenden Rolle in der Umweltbildung bewusst und entscheiden sich, ein verantwortungsvolles Miteinander in der Schule zu fördern. Bundesweit starten nun 44 weitere Schulen, darunter sieben Schulen aus Kärnten, mit dem staatlichen Umweltsiegel ins neue Unterrichtsjahr.
Die 2022 ausgezeichneten Umweltzeichen-Schulen in Kärnten sind:
- Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB) Waiern
- Adventistische Privatschule Klagenfurt
- Volksschule Seeboden
- Volksschule des Schulverbunds Nationalparkschulen Winklern
- Mittelschule des Schulverbunds Nationalparkschulen Winklern
- Fachberufsschule St. Veit
- Volksschule St. Andrä im Lavanttal
Projekte mit Vorbildwirkung
Die Adventistische Privatschule Klagenfurt initiierte eine Kinder-Gesundheitswoche, um das Bewusstsein für eine gesunde Lebensweise zu stärken. Dabei lernten die Schüler den achtsamen Umgang mit der Natur. Die Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB) Waiern in Feldkirchen organisiert regelmäßig Kleider- und Buchtauschbörsen: Jeder kann Kleidungsstücke und Bücher zur Verfügung stellen, die in der Aula zur freien Entnahme aufgelegt werden. Auf eine gesunde und klimafreundliche Ernährung wird an der Fachberufsschule St. Veit Wert gelegt: In der Schulkantine werden Speisen mit regionalen und biologischen Lebensmitteln angeboten. Bei der Essensausgabe können die Schüler wählen, wovon sie mehr oder weniger am Teller haben möchten, damit Lebensmittel nicht verschwendet werden.
In Kärnten setzen insgesamt 15 Umweltzeichen-Schulen kreative Projekte für den Klimaschutz um.
Wissenswert
Das Österreichische Umweltzeichen für Schulen und Pädagogische Hochschulen feiert in diesem Jahr sein 20-Jahr-Jubiläum. Das Umwelt- und Bildungsministerium führte es im Jahr 2002 mit Unterstützung des Vereins für Konsumenteninformation und des Forums Umweltbildung ein und entwickelte es seither regelmäßig weiter. Die zertifizierten Bildungseinrichtungen setzen umfangreiche Maßnahmen für den Umwelt- und Klimaschutz, die Gesundheitsvorsorge und das Wohlbefinden in der Schule.
Aktuell tragen 152 Schulen in ganz Österreich das staatliche Umweltsiegel und unterstützen das Ziel, durch Bildungsarbeit eine nachhaltige Lebenswelt für jetzige und künftige Generationen zu schaffen. Rund 53.000 Schüler, 7.100 Pädagogen und 1.150 weitere Mitarbeitende an den Schulen leisten einen aktiven Beitrag für ein verstärktes Umweltbewusstsein und den Klimaschutz.
- Auszeichnung für die Fachberufsschule St. Veit: Christian Holzer (Sektionschef für Umwelt und Kreislaufwirtschaft), Josef Willroider, Barbara Urbanek und Helmut Birnbaumer von der Fachberufsschule St. Veit sowie Bildungsminister Martin Polaschek (von links)
- Auszeichnung für die Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB) Waiern: Christian Holzer (Sektionschef für Umwelt und Kreislaufwirtschaft), Erika Untersteiner, Paul Lackenbucher und Susanne Lissy von der SOB Waiern sowie Bildungsminister Martin Polaschek (von links)
- Auszeichnung für die Adventistische Privatschule Klagenfurt: Christian Holzer (Sektionschef für Umwelt und Kreislaufwirtschaft), Vasile Ioana und Ricarda Stadtmann von der Adventistischen Privatschule Klagenfurt sowie Bildungsminister Martin Polaschek (von links)

