Projekt

Land Kärn­ten will Raum für öko­lo­gi­sche The­men schaf­fen

Der kürzlich veröffentlichte Bericht der Alpen Adria Universität Klagenfurt „Social Innovations und Social Businesses – eine Vermessung Kärntens“ soll Chancen aufzeigen.

Land Kärn­ten will Raum für öko­lo­gi­sche The­men schaf­fen Gesellschaftslandesrätin Sara Schaar und IUG-Leiter Erich Schwarz möchten für „Social Businesses“ in Kärnten Rahmenbedingungen schaffen.

© Büro LR Schaar

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Seit einem Jahr läuft das Pro­jekt „Social Inno­va­ti­on Lab Car­in­thia (SILC)“ – eine Koope­ra­ti­on zwi­schen dem Land Kärn­ten und der Alpen-Adria-Uni­ver­si­tät Kla­gen­furt (Insti­tut für Inno­va­ti­ons­ma­nage­ment und Unter­neh­mens­grün­dung). Die Idee: In Kärn­ten das Bewusst­sein für gesell­schaft­li­che und öko­lo­gi­sche Her­aus­for­de­run­gen zu schär­fen. Zusätz­lich will man Men­schen ermu­ti­gen, Ideen zum Meis­tern die­ser Her­aus­for­de­run­gen zu ent­wi­ckeln und umzu­set­zen. Im Rah­men von SILC erstell­te die Uni­ver­si­tät unter dem Titel „Social Inno­va­tions und Social Busi­nesses – eine Ver­mes­sung Kärn­tens“ einen Report zu gesell­schafts­re­le­van­ter Inno­va­ti­ons­tä­tig­keit in Kärn­ten.

Poten­tia­le zur Wei­ter­ent­wick­lung

„Social Busi­nesses sind welt­weit auf dem Vor­marsch. Die Bewäl­ti­gung von gesell­schaft­li­chen und öko­lo­gi­schen Pro­ble­men steht im Vor­der­grund. Dabei wird der Erfolg nicht nur an öko­no­mi­scher Leis­tungs­fä­hig­keit gemes­sen. Der nun erschie­ne­ne Report soll einen ers­ten Blick in die Land­schaft Kärn­tens geben und Poten­tia­le zur Wei­ter­ent­wick­lung auf­zei­gen“, erläu­tern Gesell­schafts­lan­des­rä­tin Sara Schaar und IUG-Lei­ter Erich Schwarz die Inhal­te des Reports, der auf der Web­site des Pro­jekts (www.silc.aau.at) abruf­bar ist.

Kli­ma­schutz & Co.

Der Bericht the­ma­ti­siert 65 unter­schied­li­che Social Inno­va­tions und Social Busi­nesses aus Kärn­ten, sechs davon wer­den dar­in detail­lier­ter por­trä­tiert. Die meis­ten von ihnen beschäf­ti­gen sich mit dem The­ma Kli­ma­schutz (28 Pro­zent), gefolgt von Gesell­schaft (23 Pro­zent), nach­hal­ti­ger wirt­schaft­li­cher Ent­wick­lung (12 Pro­zent), Res­sour­cen­scho­nung und Kreis­lauf­wirt­schaft (12 Pro­zent) sowie nach­hal­ti­ger inno­va­ti­ver Land­wirt­schaft und Lebens­mit­tel­pro­duk­ti­on (8 Pro­zent).

Bewusst­sein für nach­hal­ti­ge Pro­duk­ti­on

„Somit ergibt sich eine gro­ße Grup­pe, die Bei­trä­ge zur Eta­blie­rung einer Kreis­lauf­wirt­schaft und zur Schaf­fung von Bewusst­sein für nach­hal­ti­ge und regio­na­le Pro­duk­ti­on leis­tet“, freut sich Schaar als Kli­ma­schutz-Refe­ren­tin des Lan­des Kärn­ten über die Ergeb­nis­se. Auch ihre Bei­trä­ge zu den Nach­hal­tig­keits­zie­len wer­den im Report dar­ge­stellt, wobei hier Maß­nah­men zu Kli­ma­schutz, nach­hal­ti­gem Kon­sum und Pro­duk­ti­on, Gesund­heit und Wohl­erge­hen pro­mi­nent ver­tre­ten sind.

Rah­men­be­din­gun­gen in Kärn­ten schaf­fen

„Für die Poli­tik stellt die­ser Report somit eine wich­ti­ge Grund­la­ge dar, wenn es dar­um geht, sozia­le Inno­va­to­rin­nen und Inno­va­to­ren best­mög­lich zu unter­stüt­zen“, sagt Schaar. Sie möch­te Rah­men­be­din­gun­gen schaf­fen, damit sich noch mehr Social Busi­nesses in Kärn­ten ansie­deln kön­nen: „Das Ziel ist klar: Wir wol­len Kärn­ten als Dreh­schei­be für gesell­schafts­re­le­van­te Inno­va­tio­nen im Alpen-Adria-Raum posi­tio­nie­ren“.

 

Wis­sens­wert

Ein Vier­tel der iden­ti­fi­zier­ten Unter­neh­mun­gen ist inter­na­tio­nal tätig. Obwohl das Unter­neh­mer­tum immer noch eher männ­lich domi­niert ist (auf 100 männ­li­che Entre­pre­neu­re kom­men 80 weib­li­che), zeigt sich bei Social Busi­nesses, dass hier 43 Pro­zent der Füh­rungs­po­si­tio­nen rein weib­lich besetzt sind (42 Pro­zent männ­lich, 15 Pro­zent gemisch­te Füh­rungs­teams).

21.09.2022 08:00 - Update am: 21.09.2022 08:46
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