Förderung
Radenthein: Seniorenzentrum heizt nun mit Fernwäre
Landesrätin Sara Schaar überreichte 61.285 Euro aus dem Alternativenergie-Fördertopf für den Fernwärme-Anschluss des AHA-Seniorenzentrums Radenthein.
© Büro LR Schaar
Die Landes-Umweltabteilung unterstützt Gewerbebetriebe, öffentliche Einrichtungen oder gemeinnützige Vereine mit der Alternativenergie-Förderung unter anderem auch beim Anschluss an die Fernwärme. „Dass der Ausstieg aus Öl oder Gas dringend geboten ist, ist mittlerweile vor allem aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Bewusstsein der Öffentlichkeit angekommen“, betont Landesrätin Sara Schaar, Energie- und Klimaschutz-Referentin des Landes Kärnten. Das belegen auch die Zahlen: Im laufenden Jahr betrug die Gesamtfördersumme bisher (bis Mitte September) mehr als 5,5 Millionen Euro für 1.197 Projekte. Im ganzen Jahr 2021 waren es etwas über 4,7 Millionen Euro für 1.231 nachhaltige Vorhaben.
Hackschnitzel selbst produzieren
Auch das AHA-Seniorenzentrum in Radenthein heizt nun mit Fernwärme statt mit einer Gas-Zentralheizung. „In Kärnten betreiben wir 13 Seniorenzentren. Jetzt gibt es in allen eine alternative Heizungsform. Weil wir auch Hackschnitzel selbst produzieren, nutzen wir sie in den meisten Pflegeheimen zum Heizen und wir setzen an allen Standorten auch auf Photovoltaik. Hier in Radenthein hat sich die örtliche Fernwärme angeboten“, erklärt AHA-Chef Gerhard Mosser. Mit der alten Gas-Heizung im AHA-Seniorenzentrum Radenthein betrugen die jährlichen Heizkosten rund 40.000 Euro – und das noch vor den enormen Preissteigerungen von Gas. „Mit der Fernwärme liegen wir mit den Energiekosten weit darunter“, freut sich Mosser.
Vorbild für andere Institutionen
Aus dem Alternativenergie-Fördertopf steuert das Land Kärnten für dieses Projekt 61.285 Euro bei. Die symbolische Förderzusage überreichte Schaar mit Vertretern der SPÖ Radenthein nun persönlich. „Damit ist das AHA-Seniorenzentrum ein wichtiges Vorbild für andere Institutionen, die Alternativenergie-Nutzung zu steigern“, betont Schaar.
Wissenswert
Der Anteil der erneuerbaren Energieträger an der Fernwärme beträgt in Kärnten mittlerweile knapp 92 Prozent. Damit ist ein Fernwärme-Anschluss ein wichtiger Beitrag in Sachen Alternativenergie-Nutzung und zum Erreichen der Klimaziele. Für einen Fernwärme-Anschluss gibt es im Rahmen der Alternativenergie-Förderung einen Zuschuss von 40 Prozent der anerkennbaren Investitionskosten. Steigt man gleichzeitig, wie im AHA-Seniorenzentrum in Radenthein, von einer Gas- oder Öl-Zentralheizung um, sind es sogar 50 Prozent (unter Einbeziehung möglicher Landes‑, Bundes- und EU-Förderungen).
Die Alternativenergie-Förderung umfasst auch den Umstieg auf Pellets- oder Hackschnitzelkessel, die Installation von Stromspeichern für Photovoltaik-Anlagen oder den Bau von Photovoltaik-Eigenverbrauchsanlagen.