Andreas Preiml

Was moti­viert jun­ge Men­schen für Poli­tik?

Andreas Preiml (30) aus Wolfsberg ist Landtagskandidat der SPÖ. Er beantwortet im „KLiCK Kärnten“-Interview auch die Frage, was einen jungen Menschen in Zeiten wie diesen motiviert, sich politisch zu engagieren.

Was moti­viert jun­ge Men­schen für Poli­tik? Andreas Preiml mit Lebensgefährtin Patricia Drescher und Tochter Emilia

© Sabine Watl

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KLiCK Kärn­ten: Was moti­viert einen jun­gen Men­schen, sich in Zei­ten wie die­sen poli­tisch zu enga­gie­ren?

Andre­as Preiml: Ich bin vor etwas mehr als zwei Jah­ren Papa gewor­den. Das war für mich ein Moment, wo ich begon­nen habe, mir Gedan­ken über die lang­fris­ti­ge Zukunft zu machen: Was wird sein, wenn mei­ne Toch­ter ein­mal Fami­lie hat? Coro­na­kri­se, Regie­rungs­kri­se und eine Gesell­schaft, die so gespal­ten war, wie ich es noch nie erlebt habe. Das war die Situa­ti­on im Früh­jahr 2021, in der ich die Ent­schei­dung getrof­fen habe, mich poli­tisch zu enga­gie­ren. Ich möch­te, dass unse­re Kin­der und Kin­des­kin­der ein gutes Leben hier bei uns haben. Und ich möch­te am Ende mei­nes Lebens in den Spie­gel schau­en und zu mir selbst sagen kön­nen: Ich habe alles dafür getan, was ich konn­te.

Wes­halb ver­tritt die SPÖ Ihrer Mei­nung nach die Anlie­gen der jun­gen Gene­ra­ti­on am bes­ten?

Chan­cen­gleich­heit! Wir als SPÖ möch­ten, dass jede und jeder aus einer ver­gleich­ba­ren Aus­gangs­si­tua­ti­on her­aus ins Leben star­tet. Jeder soll die Chan­ce haben, aus sei­nem Leben das zu machen, was er möch­te. Das ist, wofür wir ste­hen.

Sie sind auf der Lan­des­lis­te der SPÖ auf Platz 68 gereiht, auf jener im Wahl­kreis Ost auf Platz 19. Betrach­ten Sie die­sen Wahl­kampf als Mög­lich­keit, Erfah­rung zu sam­meln?

Wir tre­ten mit einem groß­ar­ti­gen Team an. Alle Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten haben ihre Qua­li­tä­ten und sind sehr enga­giert. Ob ich auf der Lis­te vor­ne oder hin­ten bin, spielt für mich kei­ne Rol­le. Mir war immer klar: Wenn ich in den Land­tag ein­zie­he, dann weil die Men­schen mich genau dort sehen wol­len.

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Andre­as Preiml ist selbst­stän­di­ger Digi­ta­li­sie­rungs- und Daten­schutz­be­ra­ter.
© Dani­el Wasch­nig

Sie sind in den sozia­len Netz­wer­ken sehr prä­sent. Wie legen Sie gene­rell Ihren per­sön­li­chen Wahl­kampf an?

Das Wich­tigs­te für mich ist der zwi­schen­mensch­li­che Kon­takt – auf der Stra­ße, bei Ver­an­stal­tun­gen oder bei Haus­be­su­chen. Im per­sön­li­chen Gespräch kann man sich aus­tau­schen. Man erfährt, was den ande­ren bewegt, kann dar­auf ein­ge­hen und neue Blick­win­kel mit­neh­men. Social Media gibt mir die Mög­lich­keit, einer gro­ßen Anzahl von Men­schen zu zei­gen, wofür ich ste­he. Es ist eine super Ergän­zung.

Sie stam­men aus dem Lavant­tal. Was braucht hier vor allem die jun­ge Gene­ra­ti­on?

Kin­der brau­chen Platz – in der Kin­der­grup­pe und im Kin­der­gar­ten. Im Moment muss man schon fast, wenn man von der Schwan­ger­schaft erfährt, um einen Platz in einer Kin­der­ta­ges­stät­te ansu­chen. Das darf lang­fris­tig nicht so blei­ben.

Wirt­schaft­lich wird es wich­tig sein, dass der inter­kom­mu­na­le Tech­no­lo­gie­park in St. Paul ent­spre­chend umge­setzt wird. Der schafft neue span­nen­de Arbeits­plät­ze und wird den Wirt­schafts­stand­ort Lavant­tal wei­ter stär­ken.

Ich ste­he auch für Viel­falt im Sport. Der Ein­satz, den zahl­rei­che ehren­amt­li­che Funk­tio­nä­re in Ver­ei­nen erbrin­gen, leis­tet einen wich­ti­gen Bei­trag zur Volks­ge­sund­heit und zur Lebens­freu­de. Lei­der gibt es dafür oft mehr Stol­per­stei­ne und Frust als die ver­dien­te Aner­ken­nung und Unter­stüt­zung. Als ehe­ma­li­ger Schwim­mer und jet­zi­ger Bas­ket­bal­ler lie­gen mir beson­ders die Sport­ar­ten am Her­zen, die sich nicht selbst aus Zuschau­er­ein­nah­men und Spon­so­ren­gel­dern finan­zie­ren kön­nen.

Und auf den Wahl­kreis Ost (Bezir­ke Wolfs­berg, Völ­ker­markt und St. Veit) bezo­gen: Was ist hier ihr dring­lichs­tes Anlie­gen?

Zusam­men­halt! Wir müs­sen auf­hö­ren, in Gren­zen zu den­ken. Ich den­ke, dass die Men­schen in Völ­ker­markt oder in St. Veit in vie­len Berei­chen das­sel­be beschäf­tigt, wie uns hier im Lavant­tal. Ins­be­son­de­re als Kan­di­dat der Wirt­schaft wer­de ich über­re­gio­nal im gesam­ten Wahl­kreis und dar­über hin­aus prä­sent sein.

Soll­te Ihnen der Ein­zug in den Kärnt­ner Land­tag nicht gelin­gen, wie wer­den Sie sich wei­ter­hin poli­tisch enga­gie­ren?

Ich bin Vor­sit­zen­der der SJG (Sozia­lis­ti­sche Jun­ge Gene­ra­ti­on) Lavant­tal und bin eines von 30 gewähl­ten Mit­glie­dern im Lan­des­par­tei­vor­stand. Das wer­de ich auch blei­ben. In die­sen Funk­tio­nen wer­de ich mich inner­par­tei­lich für die Men­schen und für ihre Anlie­gen ein­set­zen. Jede Vor­zugs­stim­me stärkt mir dabei den Rücken und gibt mei­ner Stim­me Gewicht. Jedes Kreu­zerl zählt.

 

Zur Per­son

  • Name: Andre­as Preiml
  • Alter: 30 Jah­re
  • Wohn­ort: Wolfs­berg
  • Fami­li­en­stand: glück­lich ver­ge­ben
  • Beruf: selbst­stän­di­ger Digi­ta­li­sie­rungs- und Daten­schutz­be­ra­ter
  • Funk­tio­nen: SJG-Bezirks­vor­sit­zen­der, SJG-Lan­des­fi­nanz­re­fe­rent, Mit­glied des SPÖ-Lan­des­par­tei­vor­stands, Obmann „Sport­freun­de“ und Obmann „Aus­tro Digi­tal“
  • Hob­bys: Bas­ket­ball, Schwim­men und Ski fah­ren
08.10.2022 12:50 - Update am: 08.10.2022 13:00
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Was moti­viert jun­ge Men­schen für Poli­tik? Andreas Preiml mit Lebensgefährtin Patricia Drescher und Tochter Emilia

© Sabine Watl