Von 2022

Land Kärn­ten prä­sen­tier­te Regie­rungs­bi­lanz

Landeshauptmann Kaiser und Landesrat Gruber blickten auf ein herausforderndes Jahr und eine erfolgreiche Regierungsperiode zurück: Kärnten setzte zahlreiche Akzente um die Teuerung abzufedern. Koalition fasste rund 4245 Beschlüsse, nur zwei davon nicht einstimmig, Regierungsprogramm 2023 nahezu abgearbeitet.

Land Kärn­ten prä­sen­tier­te Regie­rungs­bi­lanz Landeshauptmann Peter Kaiser und Landesrat Martin Gruber bei der Bilanzkonferenz 2022.

© LPD Kärnten/Just

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Die Her­aus­for­de­run­gen, Kri­sen und Wen­de­punk­te des Jah­res 2022, aber auch die kon­struk­ti­ve und für Kärn­ten wich­ti­ge Zusam­men­ar­beit der Koali­ti­on in der nächs­tes Jahr ablau­fen­den Regie­rungs­pe­ri­ode stan­den in der tra­di­tio­nel­len Bilanz-Pres­se­kon­fe­renz von Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser und Koali­ti­ons­part­ner Lan­des­rat Mar­tin Gru­ber im Mit­tel­punkt. Durch die Syn­chro­ni­sie­rung von Aus­schüs­sen, Refe­ra­ten und Abtei­lun­gen konn­te die Effi­zi­enz in der Regie­rungs­ar­beit deut­lich ver­bes­sert wer­den. „Das wert­schät­zen­de Kli­ma inner­halb der Koali­ti­on und das gemein­sa­me Bemü­hen um Kärn­ten sind in den rund 4245 Beschlüs­sen, von denen nur zwei nicht ein­stim­mig gefasst wur­den, mehr als deut­lich gewor­den“, waren sich Kai­ser und Gru­ber einig.

Maß­nah­men gegen Teue­rung

Den Fol­gen eines Krie­ges mit­ten in Euro­pa, der immer noch anhal­ten­de Pan­de­mie, dem Kli­ma­wan­del, der schwie­ri­gen Ener­gie­si­tua­ti­on, der Infla­ti­on und der damit ein­her­ge­hen­den Teue­run­gen trat die Kärnt­ner Lan­des­re­gie­rung auf Basis zahl­rei­cher Maß­nah­men der EU und des Bun­des mit deut­li­chen Akzen­ten auf Lan­des­ebe­ne ent­ge­gen. Dazu zäh­len bei­spiels­wei­se der Kärn­ten Bonus, den ein­kom­mens­schwa­che Kärnt­ner heu­er erst­mals aus­ge­zahlt bekom­men haben und der nächs­tes Jahr sogar ver­dop­pelt wird. Dar­über hin­aus wur­de bei­spiels­wei­se die Hil­fe in beson­de­ren Lebens­la­gen auf­ge­stockt, der Heiz­zu­schuss erhöht, die Bezugs­gren­zen bei der Wohn­bei­hil­fe ange­ho­ben, die Selbst­be­hal­te für mobi­le Diens­te gesenkt und das Kin­der­sti­pen­di­um ins Leben geru­fen. Die Ange­bo­te der Kärnt­ner Fami­li­en­kar­te run­den die Bemü­hun­gen ab.

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„kärnten.museum“ wie­der­eröff­net

Aus dem Bereich der Kul­tur strich Kai­ser die Wie­der­eröff­nung des „kärnten.museums“ 143 Jah­re nach der Grund­stein­le­gung her­vor. Zudem hat Kärn­ten als ers­tes Bun­des­land die Bau­kul­tu­rel­len Leit­li­ni­en des Bun­des auf Lan­des­ebe­ne umge­setzt. „Wie breit das kul­tu­rel­le Ange­bot und das Enga­ge­ment ist, wur­de bei der dies­wö­chi­gen Ver­lei­hung des Kärnt­ner Kul­tur­prei­ses ein wei­te­res Mal unter Beweis gestellt“, war sich der Lan­des­haupt­mann sicher.

Erfolg­rei­ches Sport­jahr 2022

Auf eines der erfolg­reichs­ten Sport­jah­re blick­te er als zustän­di­ger Refe­rent gemein­sam mit der Kärnt­ner Sport­fa­mi­lie zurück. Für Anna Gas­ser, Katha­ri­na Trup­pe und Mat­thi­as May­er gab es Olym­pia-Gold, mit einer Bron­ze­me­dail­le bei der Euro­pa­meis­ter­schaft in Rom und dem vier­ten Staats­meis­ter­ti­tel sorg­te auch der Schwim­mer Hei­ko Gig­ler für erfreu­li­che Nach­rich­ten. „Um die­se posi­ti­ve Ent­wick­lung wei­ter­zu­füh­ren, wur­den auch zahl­rei­che Brei­ten­sport­in­itia­ti­ven ein­ge­lei­tet“, beton­te Kai­ser.

Kor­alm­bahn für mehr Inter­re­gio­na­li­tät

Die För­der­töp­fe der EU habe man im ablau­fen­den Jahr und in der gesam­ten Regie­rungs­pe­ri­ode opti­mal aus­ge­schöpft. Als Vor­sit­zen­der im Aus­schuss der Regio­nen habe sich Kai­ser für sein Bun­des­land ein­ge­setzt, und es sei immer wie­der gelun­gen, die Wer­tig­keit Kärn­tens in die­sem Zusam­men­hang her­vor­zu­strei­chen. Als Jahr­hun­dert­chan­ce will der Lan­des­haupt­mann auch die Ent­ste­hung der Bal­tisch-Adria­ti­schen-Ach­se bzw. den Bau der Kor­alm­bahn ver­stan­den wis­sen. In Zusam­men­hang mit dem ers­ten Zoll­kor­ri­dor habe Kärn­ten damit die Mög­lich­keit, die Inter­re­gio­na­li­tät noch stär­ker aus­zu­bau­en.

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LH Peter Kai­ser und LR Mar­tin Gru­ber bei der Bilanz­kon­fe­renz 2022.
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Wich­ti­ge Akzen­te im Schul­be­reich

Die Dif­fe­ren­zie­rung des gesam­ten Schul­port­fo­li­os, das Kin­der­sti­pen­di­um und vor allem die Eta­blie­rung der ter­tiä­ren Bil­dungs­ein­rich­tun­gen sei­en für Kai­ser als Bil­dungs­re­fe­rent Mei­len­stei­ne gewe­sen. Kärn­tens Vor­rei­ter­rol­le in der Pfle­ge­n­ah­ver­sor­gung mit den Com­mu­ni­ty Nur­ses, die Aus­wei­tung der Mobi­len Pfle­ge bezie­hungs­wei­se die Sen­kung der Selbst­be­hal­te erwähn­te Kai­ser eben­so wie die Ver­bes­se­run­gen im Bereich der Wohn­bei­hil­fe lobend.

Grenz­über­schrei­ten­de Koope­ra­tio­nen mög­lich

Die For­schungs­quo­te von 3,21 Pro­zent mache deut­lich, was mit teil­wei­se grenz­über­schrei­ten­den Koope­ra­tio­nen mög­lich ist. „Dank des erfolg­rei­chen Stand­ort­mar­ke­tings gelingt es uns nun auch zuneh­mend, Erfol­ge wie die­sen über die Lan­des­gren­zen hin­weg zu prä­sen­tie­ren“, infor­mier­te der Lan­des­haupt­mann. Im Bereich des Kata­stro­phen­schut­zes hat Kärn­ten einer­seits mit der Com­bi­ned Suc­cess Übung ande­rer­seits mit hohen Inves­ti­tio­nen in den Hoch­was­ser­schutz und mit der Novel­lie­rung des Raum­ord­nungs­ge­set­zes gezeigt, wie gut man sich vor­be­rei­tet. Das per­ma­nen­te Bemü­hen einer Kli­ma­po­li­tik mit sozia­ler Kon­no­ta­ti­on, den Ener­gie­mas­ter­plan mit­samt dem Bekennt­nis zum Ener­gie­mix sowie den kürz­lich beschlos­se­nen Manage­ment­plan Natio­nal­park Hohe Tau­ern Kärn­ten strich der Lan­des­haupt­mann als Mei­len­stei­ne im Bereich der Kli­ma­po­li­tik her­vor.

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Regie­rungs­pro­gramm nahe­zu aus­ge­ar­bei­tet

Wie Lan­des­rat Mar­tin Gru­ber fest­stell­te, sei „das Regie­rungs­pro­gramm der Koali­ti­on für die­se Legis­la­tur­pe­ri­ode nahe­zu abge­ar­bei­tet. Die Zah­len spre­chen eine ein­deu­ti­ge Spra­che“, beton­te Gru­ber im Rah­men der Pres­se­kon­fe­renz. So gäbe es in sei­nen Refe­rats­be­rei­chen nur noch weni­ge offe­ne Punk­te, wie etwa die Umset­zung des 1. Kärnt­ner Regio­nal­ent­wick­lungs­ge­set­zes und ein­zel­ne Ver­ord­nun­gen im Jagd­be­reich. Wich­ti­ge Bau­maß­nah­men im Stra­ßen­be­reich für das kom­men­de Früh­jahr konn­ten bereits vor­ab beschlos­sen wer­den. So sei­en 15 Mil­lio­nen Euro an Inves­ti­tio­nen bereits fixiert, um mit den ent­spre­chen­den Aus­schrei­bun­gen begin­nen zu kön­nen, erklär­te Gru­ber. „Ins­ge­samt haben wir in die­ser Regie­rungs­pe­ri­ode 171 Mil­lio­nen Euro im Bereich der Stra­ßen­bau­of­fen­si­ve inves­tiert, 40 Mil­lio­nen davon allei­ne im Jahr 2022.

Auf­hol­pro­zess im Öffent­li­chen Ver­kehr

Wir haben damit einen star­ken Auf­hol­pro­zess gestar­tet und konn­ten auch nach den zahl­rei­chen Unwet­tern in die­sem Jahr schnell und effi­zi­ent die Stra­ßen­in­fra­struk­tur wie­der­her­stel­len“, sag­te Gru­ber. Ein Auf­hol­pro­zess sei auch im Öffent­li­chen Ver­kehr ein­ge­lei­tet wor­den. Mit dem Kärn­ten Paket II wur­den 650 Mil­lio­nen Euro für den Aus­bau der Schie­nen­in­fra­struk­tur ver­han­delt, die Umset­zung des Kärn­ten-Tickets sei ein vol­ler Erfolg und mit dem Zoll­kor­ri­dor zwi­schen dem Logis­tik Cen­ter Aus­tria Süd in Für­nitz und dem Hafen von Tri­est wer­den zukünf­tig mehr Waren auf der Schie­ne trans­por­tiert und gleich­zei­tig der Kärnt­ner Wirt­schafts­stand­ort gestärkt. Ver­län­gert wur­de auch die Export­of­fen­si­ve. Sie wird, in Koope­ra­ti­on mit der Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten, um wei­te­re drei Jah­re fort­ge­führt. Mit der Fort­set­zung wer­den bis 2026 ins­ge­samt 2,4 Mil­lio­nen Euro in eine der tra­gen­den Säu­len der Kärnt­ner Wirt­schaft inves­tiert.

02.01.2023 09:00
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Land Kärn­ten prä­sen­tier­te Regie­rungs­bi­lanz Landeshauptmann Peter Kaiser und Landesrat Martin Gruber bei der Bilanzkonferenz 2022.

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