Lohnerhöhung
Mehr Geld für die Kellner und Köche
Für die Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe wird der Kollektivvertrag um durchschnittlich 9,3 Prozent erhöht. Davon sind in Kärnten bis zu 35.000 Beschäftigte betroffen.
© WKK/Helge Bauer
Es bedurfte mehrere Verhandlungsrunden, um einen annehmbaren Kollektivvertragsabschluss für das Hotel- und Gastgewerbe zu erzielen. Die Löhne und Gehälter, für die bis zu 35.000 Beschäftigten in Kärntens Gastronomie und Hotellerie werden ab 1. Mai 2023 um durchschnittlich 9,3 Prozent erhöht. Die hohe Inflationsrate belastet die Betriebe im Hotel- und Gastgewerbe besonders stark. Zudem ist der Personalkostenanteil in dieser Dienstleistungsbranche überdurchschnittlich hoch. Vor diesem Hintergrund war es eine besondere Herausforderung, eine vertretbare Lohn- und Gehaltsanpassung vorzunehmen. Diese wird nun mit 1. Mai schlagend.
Einigung der Sozialpartner
„Der erzielte Abschluss zeigt, dass sich die Unternehmen ihrer Verantwortung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bewusst sind“, erklären Stefan Sternad und Sigi Moerisch, Obmänner der Wirtschaftskammer Kärnten–Fachgruppen Gastronomie und Hotellerie, die Einigung der Sozialpartner. „Ein besonderes Anliegen war uns, den Mindestlohn für ungelernte Beschäftigte auf 1.800 Euro anzuheben und auch die Lehrlingseinkommen zu erhöhen. Die signifikante Anhebung der Lehrlingsentschädigung ist ein wichtiges Signal gegenüber unseren zukünftigen Fachkräften“, unterstreicht Moerisch.

