Aufnahmetest

Medi­zin­stu­di­um: Anmel­dung ab sofort mög­lich!

Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner übt scharfe Kritik an Nicht-Reaktion und „Verhöhnung“ junger Menschen durch die Bundesregierung: In Kärnten läuft aktuell der Vorbereitungskurs mit 300 Teilnehmenden für den Aufnahmetest zum Medizinstudium.

Notfallaufnahme Der Personalnotstand in Kärntens Krankenhäusern wird sich laut Gesundheitsreferentin Beate Prettner weiter zuspitzen. Sie fordert daher, die Zugangsbeschränkungen für das Medizinstudium aufzuheben oder zumindest zu lockern.

© Red/KK

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„2013 haben wir in Kärn­ten den kos­ten­lo­sen Vor­be­rei­tungs­kurs für das Auf­nah­me­ver­fah­ren zum Medi­zin­stu­di­um ins Leben geru­fen. Genau­so lan­ge appel­lie­ren wir an die Bun­des­re­gie­rung, die Zugangs­be­schrän­kung zum Medi­zin­stu­di­um auf­zu­he­ben oder zumin­dest zu lockern. Die Situa­ti­on ver­schärft sich jedes Jahr, den­noch bleibt die Bun­des­re­gie­rung untä­tig“, erklärt Kärn­tens Gesund­heits­re­fe­ren­tin Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin Bea­te Prett­ner.

“Lage wird sich zuspit­zen”

Was hier pas­sie­re, sei „Rea­li­täts­ver­wei­ge­rung“, sagt Prett­ner, die selbst Medi­zi­ne­rin ist. „In Öster­reich tun sich immer mehr Lücken in immer mehr Fach­be­rei­chen auf. Der Bun­des­re­gie­rung muss klar sein, dass das kein tem­po­rä­res Phä­no­men ist, son­dern dass sich die Lage wei­ter zuspit­zen wird – ange­sichts der stei­gen­den Zahl älte­rer und damit kran­ker Men­schen, ange­sichts der neu­en und län­ge­ren Aus­bil­dungs­ord­nung, ange­sichts der ins Rol­len kom­men­den Pen­sio­nie­rungs­wel­le, ange­sichts des Trends, auch als Ärz­tin und Arzt mehr auf work-life-Balan­ce zu ach­ten“, warnt die Gesund­heits­re­fe­ren­tin.

Stu­di­en­jahr an Pri­vat-Uni kos­tet 26.000 Euro!

Sie weist dar­auf hin, dass die Kärnt­ner Lan­des­re­gie­rung bereits mehr­fach Reso­lu­tio­nen an das Bil­dungs­mi­nis­te­ri­um gerich­tet habe. „Die ein­zi­ge Reak­ti­on war, die Plät­ze auf Pri­vat­uni­ver­si­tä­ten zu erhö­hen. Hier kos­tet ein Stu­di­en­jahr aller­dings um die 26.000 Euro. Das ist Ver­höh­nung von jun­gen, enga­gier­ten Men­schen, deren Berufs­wunsch es ist, Ärz­tin und Arzt zu wer­den“, ärgert sich Prett­ner.

90 Pro­zent der Teil­neh­men­den fal­len durch Aus­f­nah­me­test

Ges­tern, Mitt­woch, star­te­te öster­reich­weit die ein­mo­na­ti­ge Anmel­de­pha­se für die Auf­nah­me­tests an den hei­mi­schen Medi­zin-Uni­ver­si­tä­ten Wien, Inns­bruck, Graz und Linz. Statt­fin­den wer­den die Tests am sie­ben­ten Juli. „Und wie­der wer­den wir mehr als 90 Pro­zent der Teil­neh­men­den nach Hau­se schi­cken“, kri­ti­siert Prett­ner. In Kärn­ten lau­fen aktu­ell die kos­ten­lo­sen Vor­be­rei­tungs­kur­se für besag­ten Auf­nah­me­test. „Wir haben wie­der 300 Teil­neh­men­de. Das zeigt, wie groß das Inter­es­se ist. Wenn ich mir aus­ma­le, dass davon nur ein Bruch­teil zum Medi­zin­stu­di­um zuge­las­sen wird, ist das nicht nur trau­rig, son­dern skan­da­lös.“

02.03.2023 11:00
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Notfallaufnahme Der Personalnotstand in Kärntens Krankenhäusern wird sich laut Gesundheitsreferentin Beate Prettner weiter zuspitzen. Sie fordert daher, die Zugangsbeschränkungen für das Medizinstudium aufzuheben oder zumindest zu lockern.

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