Kärntner Meister
So bereitet sich der SK Treibach auf die Regionalliga vor!
Was der SK Treibach in den vergangenen Jahren stets selbst ausschloss, tritt nun im Jubiläumsjahr (75 Jahre) ein: der Aufstieg in die Regionalliga Mitte. Dafür qualifizierten sich die Althofner als verdienter Meister der Kärntner Liga.
© SK Treibach
Bereits im vergangenen Jahr bestand für den SK Treibach die Möglichkeit, „freiwillig“ in die Regionalliga Mitte aufzusteigen. Nachdem die Meisterschaft wegen der Pandemie abgebrochen worden war, startete der Kärntner Fußballverband einen Rundruf: Der SK Treibach winkte als Drittplatzierter ab, ebenso acht weitere Kärntner-Liga-Vereine, sodass schließlich der SV Spittal, als Zehnter der Tabelle, zusagte. „Wir haben den Aufstieg als zu großes Wagnis erachtet“, begründet Obmann Christian Grimschitz im Gespräch mit „KLiCK Kärnten“.
Sportliche Perspektive bieten
Nach Platz zwei (2018/2019) und Platz drei (2019/2020) setzte bei den Althofnern in Absprache mit dem Vorstand, der sportlichen Führung um Trainer Martin Kaiser und dem spielenden Sektionsleiter Arno Kozelsky sowie den Spielern jedoch ein Umdenken ein. „Wenn wir in der Kärntner Liga ständig vorne mitspielen, geht es auch darum, den Spielern eine sportliche Perspektive zu bieten“, analysiert Grimschitz. Das Resultat der gemeinschaftlichen Überlegungen: Sollte die Mannschaft den Meistertitel erobern, wird auch die Herausforderung Regionalliga angenommen.
Auswärtssieg gegen den SAK in Klagenfurt
Just im Jubiläumsjahr „75 Jahre SK Treibach“ ist dieser Fall, selbstverständlich zur Freude aller, eingetreten. Mit einem 3:2‑Auswärtssieg beim SAK kürten sich die Althofner am vergangenen Samstag zum Meister der Kärntner Liga und steigen in die dritthöchste Spielklasse Österreichs auf.
5.200 Kilometer unterwegs
Ein Erfolg, der vor allem den Funktionären in den vergangenen Tagen jede Menge Arbeit bescherte. Täglich steht es an der Tagesordnung, die wirtschaftlichen und infrastrukturellen Voraussetzungen für die Regionalliga zu erfüllen. Das Turnerwald-Stadion in Treibach ist bereits für die Kommissionierung durch den Fußballverband gerüstet. „Die Stadtgemeinde Althofen hat uns in allen Angelegenheiten unterstützt, um die Voraussetzungen zu erfüllen“, bedankt sich Grimschitz. Die wirtschaftlichen Herausforderungen bringen allein die Auswärtsfahrten auf den Punkt. „Wir werden in der nächsten Saison rund 5.200 Kilometer unterwegs sein. Acht Fahrten stehen in die Steiermark an, sechs Fahrten nach Oberösterreich“, rechnet Grimschitz vor.
Wiedersehen mit Manuel Kerhe
Sportlich bleibt der Kader für die Regionalliga unverändert. „Wir setzen weiterhin auf heimische Spieler und solche mit Treibach-Bezug“, betont Grimschitz. Die Auslosung meinte es mit den Althofnern nicht schlecht. Es stehen gleich drei Heimspiele auf dem Spielplan: gegen Draßburg im ÖFB-Cup sowie gegen die Jungen Wikinger Ried und Bad Gleichenberg in der Meisterschaft. „Diese Spiele sind eine erste Standortbestimmung“, sagt Grimschitz. Im ersten Meisterschaftsspiel kommt es zu einem emotionalen Wiedersehen: Bei den Jungen Wikingern, der zweiten Mannschaft der SV Ried, ist ein alter Bekannter spielender Co-Trainer: Manuel Kerhe begann seine Karriere in Treibach, ehe er über SV Bad Aussee, SV Grödig, Wolfsberger AC und den LASK 2017 in Ried landete.


