Naturschutz
Der Lendspitz-Maiernigg wird zum Ramsar-Gebiet
Das Europaschutzgebiet Lendspitz-Maiernigg wird nun das sechste Ramsar-Gebiet in Kärnten. Österreichweit gibt es 23 Ramsar-Gebiete. Ramsar-Gebiete zeichnen sich durch eine besondere Artenvielfalt, hohe ökologische Bedeutung und Biodiversität aus.
© Büro LR-in Schaar
Zeitgerecht zum diesjährigen 40. Jubiläum der Ramsar-Konvention in Österreich wird das Natura-2000-Gebiet in Klagenfurt zum sechsten Ramsar-Gebiet in Kärnten ernannt. „Das Europaschutzgebiet Lendspitz-Maiernigg ist Vorbild in Sachen Erhalt eines Feuchtlebensraumes im Stadtgebiet und in der Wiederansiedlung von gefährdeten Tierarten“, so Landesrätin Sara Schaar. Der nunmehrigen Meldung als Ramsar-Gebiet ging auch ein einstimmiger Beschluss des Klagenfurter Stadtsenates voraus.
Die Aufnahme
In der heutigen (18. Juli) Regierungssitzung wurde die Aufnahme des Europaschutzgebietes Lendspitz-Maiernigg in der Wörthersee-Ostbucht in die „Liste der Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung“ gemäß Ramsar-Konvention beschlossen. Es war ein einstimmiger Beschluss des Klagenfurter Stadtsenates. Die Ramsar-Gebiete sind nicht nur wichtige Lebensräume, sondern auch essenzielle Wasser- und CO₂-Speicher sowie Erholungsgebiete. „Feuchtgebiete sind also bedeutend für Klimaschutz, Hochwasserschutz, den Wasserkreislauf, die Sicherung unseres Trinkwassers und für die biologische Vielfalt. Bei Ramsar geht es um den Schutz dieser Feuchtgebiete, die weltweit zu den am meisten gefährdeten Lebensräumen zählen, aber auch um eine verträgliche Form der Nutzung durch den Menschen“, erklärt Landesrätin Sara Schaar.
Der Beschluss
Nach dem heutigen einstimmigen Beschluss in der Regierungssitzung wird die Naturschutz-Abteilung des Landes Kärnten das Europaschutzgebiet Lendspitz-Maiernigg nun formal an das internationale Ramsar-Sekretariat in Gland (Schweiz) melden. Die offizielle Ernennung zum Ramsar-Gebiet erfolgt dann in Form einer Urkunden-Überreichung.
Sechs Ramsar-Gebiete
Die Ramsar-Konvention, das Übereinkommen über Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung (insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel), ist eines der ältesten internationalen Vertragswerke zum Naturschutz und das wichtigste internationale Abkommen zum Schutz von Feuchtgebieten. Beschlossen wurde sie am 2. Februar (Weltfeuchtgebietstag) 1971 in der nordiranischen Stadt Ramsar als völkerrechtlicher Vertrag. Österreich trat der Ramsar-Konvention im Jahr 1983 bei. Es gibt in Österreich 23 Ramsar-Gebiete, wovon fünf in Kärnten liegen. Es sind dies das Sablatnigmoor, Hörfeld-Moor, die Moor- und Seenlandschaft Keutschach-Schiefling, das Autertal/St. Lorenzener Hochmoor und Oberes Drautal. Das Europaschutzgebiet Lendspitz-Maiernigg wird nun zum sechsten Ramsar-Gebiet in Kärnten.
