Kinderarmut
Jedem Kind seine Chance
Die „Gerechtigkeitstour“ vom SPÖ-Bundesparteivorsitzenden Andreas Babler wurde in Klagenfurt gestartet. "KLiCK Kärnten" war bei der Pressekonferenz dabei.
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Unter dem Motto „Zurück zur Gerechtigkeit“ tourt der SPÖ-Vorsitzende Andreas Babler derzeit durch Österreich. Klagenfurt war die erste Station. Insgesamt besucht der SP-Parteichef 94 Bezirke, vom Mühlviertel bis zum Neusiedler See, vom Bodensee bis nach Wien. Gestern (11. August) fand als Auftakt zu seinem Kärnten-Besuch in der Landesorganisation der SPÖ Kärnten, gemeinsam mit dem SPÖ Kärnten Landesparteivorsitzenden Landeshauptmann Peter Kaiser und Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig, eine Pressekonferenz statt.
Kinderarmut
Ein wichtiger Punkt der Pressekonferenz ist die wachsende Zahl von Kinderarmut. Dem will Landeshauptmann Peter Kaiser entgegenwirken: „Ab Herbst 2023 wird der Besuch von Kinderbildungs- und ‑betreuungseinrichtungen in Kärnten gratis sein. Damit bringen wir ein Projekt zum Abschluss, das 2018 als Kärntner Kinderstipendium gestartet wurde. Kärnten hat seit 2018 rund 3.000 neue Kinderbetreuungsplätze geschaffen und das Budget für Elementarpädagogik von 56 Millionen im Jahr 2018 auf knapp 100 Millionen im Jahr 2022 erhöht. Durch das neue Kinderbildungs- und ‑betreuungsgesetz sparen sich die Kärntner Familien bis zu 4.000 Euro pro Jahr und Kind. Zudem verkleinern wir die Gruppengrößen und die Pädagoginnen und Pädagogen erhalten bis zu 40 Prozent mehr Gehalt. Durch die Reform des Bildungsbaufonds kann nun auch in die Errichtung und Sanierung von Kindergärten und Kindertagesstätten investiert werden.“
Kein Randthema
Die Rechte der Kinder sind Andi Babler wichtig: „Für uns als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ergeben sich zwei wesentliche Zugangsweisen zur Kinderarmut: Erstens ist Kinderarmut ein gesamtgesellschaftliches Problem, das wir als solches betrachten müssen und nicht als Randthema behandeln dürfen. Zweitens haben Kinder Rechte. Kinder haben das Recht, sich zu verwirklichen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Kinder haben ein Recht auf ein warmes Essen im Bauch und ein Dach über dem Kopf. Jedes Kind in Österreich hat das Recht auf Chancen“, so Babler.
300 Euro pro Kind
Die Kinderarmut ist für Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig ein zentrales Thema: „In Kärnten sprechen wir von rund 17.000 von Armut betroffenen oder armutsgefährdeten Kindern. Unser Vorschlag: Abhängig vom Familieneinkommen werden zusätzlich zur Familienbeihilfe im Schnitt 300 Euro pro Monat und Kind bis zum 18. Lebensjahr ausbezahlt. Die Gesamtkosten für diese Kindergrundsicherung würden sich auf 50 Millionen Euro belaufen. Wenn der Bund die Hälfte der Kosten übernehmen würde, dann könnte das Land Kärnten – auch bei einem engen Budgetrahmen – die anderen 25 Millionen stemmen, und wir hätten dieses Problem gelöst.“
Die Kärnten-Urlaube
Der SP-Bundesvorsitzende Andreas Babler war in Kindes- und Jugendjahren mit den Eltern am Klopeiner See öfter auf Urlaub. “Zum Skifahren sind wir auf die Hochrindl gefahren”, erinnert sich der Parteichef.
