Waltraud Rohrer

„Zukunft der Pfle­ge in Kärn­ten schon Gegen­wart“

SPÖ-Landtagsabgeordnete Waltraud Rohrer bezieht zum Pilot-Projekt „Community Nurses“ auf Bundesebene Stellung: „Was der Gesundheitsminister als Innovation anpreist, ist in Kärnten seit Jahren in Umsetzung.“

„Zukunft der Pfle­ge in Kärn­ten schon Gegen­wart“ Die Kärntner Landesregierung setzt mit Maßnahmen die Pflege in den eigenen vier Wänden bereits um.

© Pixabay/Sabine van Erp

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Der Natio­nal­rat beschloss in sei­ner Sit­zung am 7. Juli 2021 ein Pilot-Pro­jekt unter dem Titel „Com­mu­ni­ty Nur­ses“. „Was Gesund­heits­mi­nis­ter Wolf­gang Mück­stein hier voll­tö­nend als Inno­va­ti­on anpreist, ist in Kärn­ten als Pfle­ge-Vor­rei­ter-Land schon seit Jah­ren in Umset­zung“, stellt Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Wal­traud Rohrer, Gesund­heits- und Pfle­ge­spre­che­rin der SPÖ im Kärnt­ner Land­tag, klar.

Pfle­ge-Nah­ver­sor­gung

Sie spricht damit Initia­ti­ven der zustän­di­gen Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin Bea­te Prett­ner an, die eine qua­li­ta­ti­ve Pfle­ge­ver­sor­gung vor Ort, auf die indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se abge­stimmt, ver­folgt. „Das Ziel ist es, in den eige­nen vier Wän­den gepflegt zu wer­den“, betont Rohrer. Die­se Pfle­ge-Nah­ver­sor­gung wird, so die Land­tags­ab­ge­ord­ne­te, gut ange­nom­men: „Sie ist bereits in rund der Hälf­te der 132 Kärnt­ner Gemein­den eta­bliert. Mit wei­te­ren Gemein­den lau­fen viel­ver­spre­chen­de Gesprä­che, wodurch sich ein Erfas­sungs­grad von mehr als der Hälf­te aller Kärnt­ner erge­ben wür­de.“

Kos­ten­lo­se Ansprech­part­ner

Dem pflich­tet SPÖ-Lan­des­ge­schäfts­füh­rer Andre­as Sucher bei: „Die Bür­ger sind begeis­tert. Sie haben nun direkt in ihrer Gemein­de einen Ansprech­part­ner rund um das The­ma Pfle­ge. Ein Ansprech­part­ner, der Unter­stüt­zung koor­di­niert, Hil­fe orga­ni­siert und immer zur Sei­te ist, wenn man ihn braucht – und das kos­ten­los.“ Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin Prett­ner brach­te die­ses Modell, so Sucher, bereits mehr­mals in der „Pfle­ge Task Force“ des Bun­des ein. „Es ist ja erfreu­lich, dass Minis­ter Mück­stein ab Herbst eine Pilot-Pha­se mit 54 Mil­lio­nen Euro aus dem euro­päi­schen Auf­bau­plan unter­stüt­zen möch­te. Weni­ger erfreu­lich ist es, dass der Gesund­heits­mi­nis­ter den Bun­des­län­dern hin­ter­her­hinkt“, kri­ti­siert Sucher.

Posi­ti­ve Bei­spie­le aus Kärn­ten

Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Rohrer betont, dass die Bun­des­re­gie­rung von den Kärnt­ner Erfah­run­gen ler­nen und vom Know-how in Kärn­ten pro­fi­tie­ren könn­te: „Vor allem, weil auch flan­kie­ren­de und unter­stüt­zen­de Pro­jek­te erfolg­reich lau­fen.“ Sie führt Bei­spie­le an: Etwa das Pro­jekt gegen die Ein­sam­keit. Es stärkt das Ehren­amt und macht es zu einem wesent­li­chen Fak­tor in der Betreu­ung. Eben­so gibt es wich­ti­ge Erfah­rungs­wer­te im Bereich der Aus­bil­dung. „Um das erfor­der­li­che Per­so­nal für die Pfle­ge-Nah­ver­sor­gung bereit­zu­stel­len, hat Kärn­ten bereits im Jahr 2018 eine gro­ße Aus­bil­dungs­of­fen­si­ve mit ent­spre­chen­den Schwer­punk­ten gestar­tet“, erklärt Rohrer. Nach­satz: „War­um der Bund glaubt, das Rad neu erfin­den zu müs­sen, statt von die­sen Vor­zei­ge-Bei­spie­len zu ler­nen, erschließt sich mir nicht.“

18.07.2021 18:20
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