Neue IT-Leitlinien

Kärnt­ner Ver­wal­tung soll digi­ta­ler und moder­ner wer­den

Am Dienstag sollen in der Sitzung der Kärntner Landesregierung neue IT-Leitlinien beschlossen werden. Sie soll die Verwaltung moderner machen und vor Hacker-Angriffen schützen.

Chief Digital Officer Christian Inzko und Landeshauptmann Chief Digital Officer Christian Inzko und Landeshauptmann

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Ver­mehr­te digi­ta­le Dienst­leis­tun­gen, mehr Sicher­heit und Daten­schutz, eine moder­ne­re und leis­tungs­fä­hi­ge­re IT-Infra­struk­tur, Schu­lun­gen für Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter und eine ver­stärk­te Zusam­men­ar­beit von Behör­den und Insti­tu­tio­nen im Digi­tal­be­reich: All das umfas­sen die neu­en „IT-Leit­li­ni­en 2023 – 2027“, die am Mon­tag (11. Sep­tem­ber 2023) von Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser und Chris­ti­an Inz­ko, dem Chief Infor­ma­ti­on Offi­cer und Chief Digi­tal Offi­cer des Lan­des, vor­ge­stellt wur­den.

Sie sol­len am Diens­tag, in der Sit­zung der Lan­des­re­gie­rung, beschlos­sen wer­den. Die Leit­li­ni­en stel­len die Grund­la­ge für eine wei­te­re digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on in der Kärnt­ner Lan­des­re­gie­rung und den Dienst­stel­len des Lan­des dar.

Ver­wal­tung moder­ner machen

„Das Ziel der IT-Stra­te­gie ist es, die Kärnt­ner Lan­des­ver­wal­tung moder­ner, zu machen. Wir wer­den mit dem Beschluss unse­re Ver­wal­tung noch digi­ta­ler gestal­ten, wol­len unter Ein­be­zie­hung moder­ner Tech­no­lo­gien die Chan­cen der Digi­ta­li­sie­rung voll aus­schöp­fen. Die­se schnel­le­re Ver­wal­tung soll vor allem den Men­schen im Land zu Gute kom­men, indem För­der­an­trä­ge schnel­ler abge­wi­ckelt wer­den“, so Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser in der Pres­se­kon­fe­renz.

Infor­ma­ti­ker aus der Pra­xis

Kai­ser stell­te in dem Zusam­men­hang auch Inz­ko vor: als einen „Infor­ma­ti­ker aus der Pra­xis, der mit fun­dier­tem Wis­sen die Schrit­te der Digi­ta­li­sie­rung umset­zen wird“.

Schritt für Schritt

Die IT-Stra­te­gie sei auch im Regie­rungs-Pro­gramm ver­an­kert und wer­de jetzt in Kärn­ten Schritt für Schritt umge­setzt wer­den. Als Bei­spie­le nann­te Kai­ser die Kärnt­ner Fami­li­en­kar­te, ört­li­che Ent­wick­lungs­kon­zep­te sowie die Digi­ta­li­sie­rung im Land­tag.

Bevöl­ke­rung digi­tal fit

Ein Groß­teil der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger nut­ze das Inter­net regel­mä­ßig, sei mit moder­nen Tech­no­lo­gien ver­traut und sei auch stän­dig in Kon­takt mit der Ver­wal­tung. „Es ist ein Gebot der Stun­de, die digi­ta­le Kom­pe­tenz auch in der Lan­des­ver­wal­tung zu stär­ken, um noch leis­tungs­fä­hi­ger zu wer­den. Immer­hin ist das World Wide Web selbst­ver­ständ­li­cher Bestand­teil unse­res Lebens gewor­den.

Schutz vor Angrif­fen

Umso mehr liegt unser Fokus dar­auf, den Kärnt­ne­rin­nen und Kärnt­nern ser­vice­ori­en­tier­te und qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Dienst­leis­tun­gen, sowie Infor­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung zu stel­len. Das Fun­da­ment bil­det dabei eine robus­te und siche­re Infra­struk­tur, die noch bes­ser von mög­li­chen exter­nen Angrif­fen geschützt ist“, erklärt Kai­ser.

Ein­fa­che Bedie­nung

So sol­len unter ande­rem E‑Go­vern­ment-Lösun­gen mit ein­fa­cher Bedien­bar­keit aus­ge­baut wer­den, um etwa Anträ­ge für För­de­run­gen zu ver­ein­fa­chen. Ein beson­de­res Augen­merk wird zudem auf die Prä­ven­ti­on von Cyber­an­grif­fen und den Schutz sen­si­bler Daten gelegt.

Neu­es Rechen­zen­trum

Inz­ko leg­te dar, dass im Vor­feld der Erstel­lung der IT-Stra­te­gie alle Lan­des­ab­tei­lun­gen dies­be­züg­lich eva­lu­iert wur­den. „Die IT-Infra­struk­tur befin­det sich auf einem hohen Stan­dard, dar­auf auf­bau­end wer­den Soft­ware und Appli­ka­tio­nen ent­wi­ckeln. Zusätz­lich wird ein neu­es Rechen­zen­trum für die Lan­des­re­gie­rung in Vil­lach auf­ge­baut und in Betrieb gehen, um die Sicher­heit und die Daten­ver­füg­bar­keit wei­ter zu erhö­hen“, erklär­te Inz­ko.

Aus Hacker-Angriff gelernt

„Wir haben aus dem Hacker-Angriff viel gelernt, sodass wir dar­aus abge­lei­tet, die Sicher­heit von Daten in der Lan­des­ver­wal­tung nach­hal­tig bzw. lang­fris­tig gewähr­leis­ten kön­nen“, so Inz­ko.

Die IT-Stra­te­gie zusam­men­ge­fasst:

1. Es wer­den ver­stärkt digi­ta­le Dienst­leis­tun­gen ent­wi­ckelt und opti­miert, um zeit­ge­mä­ße und benut­zer­freund­li­che digi­ta­le Dienst­leis­tun­gen anzu­bie­ten. E‑Go­vern­ment-Lösun­gen wer­den aus­ge­baut und durch­gän­gi­ge Online-Pro­zes­se imple­men­tiert, dabei steht die leich­te Bedien­bar­keit im Vor­der­grund. Anträ­ge für För­de­run­gen sol­len wei­ter ver­ein­facht wer­den.

2. Sicher­heit und Daten­schutz: Da die zuneh­men­de Digi­ta­li­sie­rung auch mit Sicher­heits­ri­si­ken ein­her­geht, wird ein beson­de­res Augen­merk auf den Schutz sen­si­bler Daten und die Prä­ven­ti­on von Cyber­an­grif­fen gelegt. Robus­te Sicher­heits­maß­nah­men und die Ein­hal­tung aktu­el­ler Daten­schutz­stan­dards sind inte­gra­ler Bestand­teil der IT-Stra­te­gie.

3. Infra­struk­tur und Tech­no­lo­gie: Die IT-Infra­struk­tur wird moder­ni­siert und leis­tungs­fä­hi­ger gestal­tet, um den stei­gen­den Anfor­de­run­gen gerecht zu wer­den. Cloud-Com­pu­ting, IoT (Inter­net of Things) und Künst­li­che Intel­li­genz wer­den gezielt ein­ge­setzt, um inno­va­ti­ve Lösun­gen zu ermög­li­chen.

4. Digi­ta­le Kom­pe­tenz und Per­so­nal­ent­wick­lung: Die Mit­ar­bei­ter wer­den in digi­ta­len Kom­pe­ten­zen geschult und befä­higt, die neu­en Tech­no­lo­gien effek­tiv zu nut­zen. Die Per­so­nal­ent­wick­lung wird daher einen Schwer­punkt auf digi­ta­le Fähig­kei­ten legen.

5. Inter­sek­to­ra­le Zusam­men­ar­beit: Um Syn­er­gien zu nut­zen und Res­sour­cen effi­zi­ent ein­zu­set­zen, wird eine ver­stärk­te Zusam­men­ar­beit zwi­schen ver­schie­de­nen Behör­den und Insti­tu­tio­nen ange­strebt. Dies ermög­licht eine bes­se­re Koor­di­na­ti­on von Pro­jek­ten und einen ver­bes­ser­ten Daten­aus­tausch. Das Land Kärn­ten betei­ligt sich aktiv an Digi­ta­li­sie­rungs­pro­zes­sen des Bun­des und koope­riert mit ande­ren Bun­des­län­dern.

11.09.2023 16:13
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