Klagenfurt
SPÖ: „Stasi-Methoden“ im Rathaus Klagenfurt
Im Auftrag der Magistratsdirektion wurden im Klagenfurter Rathaus alle E-Mail-Konten mit der Endung @klagenfurt gescannt. Die Datenschutzanwalt spricht von: „einem noch nie dagewesenen Übergriff gegen einen politischen Mandatar durch eine Verwaltungseinheit“.
Die Spitzelaffäre im Rathaus Klagenfurt erreichte heute einen neuen Höhepunkt. Nachdem die Magistratsdirektion unter anderem die Öffnung des persönlichen E‑Mail-Kontos von Vizebürgermeister Philipp Liesnig veranlasst hat, nahm dieser am Freitagvormittag gemeinsam mit seinem Anwalt und Datenschutzexperten Michael Pilz dazu Stellung. Liesnig forderte Aufklärung und Konsequenzen und sprach konkret von „Stasi-Methoden“ und „Bespitzelung“.
Honorar von 60.000 Euro veranschlagt
Der Vizebürgermeister stellte sich zudem schützend vor die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, schließlich seien im Auftrag der Magistratsdirektion alle E‑Mail-Konten mit der Endung @klagenfurt.at von der Firma Secriso Consulting gescannt worden. Und das ohne jeden politischen Beschluss und für ein Honorar von mehr als 60.000 Euro.
Verwaltungsverfahren steht im Raum
Pilz sprach wortwörtlich von einem aus seiner Sicht „noch nie dagewesenen Übergriff gegen einen politischen Mandatar durch eine Verwaltungseinheit“ und stellte ein Verwaltungsstrafverfahren in den Raum. Liesnig sei auch nicht davon nicht informiert worden. Schon gar nicht habe es eine Anordnung der Staatsanwaltschaft gegeben.