NR-Wahl
Kärntner Wirtschaft interviewt Politiker
In der Diskussionsrunde der Kärntner Spitzenkandidaten für die Nationalratswahl stand die Lage der Wirtschaft im Fokus. Trotz viel Verständnis für unternehmerische Sorgen blieben konkrete Zusagen aus – die Wirtschaft verlangt Entlastungen und klare Unterstützung.
© WKK/Peter Just
Unternehmen in der Zwickmühle
Vor einem vollen Saal in der Wirtschaftskammer in Klagenfurt skizzierte WK-Präsident Jürgen Mandl die drängenden Probleme: steigende Lohnnebenkosten, überbordende Bürokratie und ein Investitionsstau, der Österreichs Wettbewerbsfähigkeit gefährdet. Kärnten, das sechs von zehn Euro im Export erwirtschaftet, sei besonders betroffen. Mandl warnte vor einer schleichenden Abwanderung von Investitionen ins Ausland und betonte die Notwendigkeit, das Wirtschaftsklima in Österreich nachhaltig zu verbessern.
Breites Spektrum an Sorgen
Die Spitzenkandidaten Gabriel Obernosterer (ÖVP), Gernot Darmann (FPÖ), Olga Voglauer (Grüne), Clemens Mitteregger (SPÖ) und Janos Juvan (Neos) diskutierten hitzig über Themen wie die Deindustrialisierung, die Lohnkostenproblematik und die Kreditklemme durch die KIM-Verordnung. Der lokale Handel kämpft zudem gegen die wachsende Flut an Paketen aus China, während die Gastronomie unter den hohen Lohnnebenkosten und bürokratischen Hürden ächzt.
„Der Knedel muss stimmen“
Besonders prägnant formulierte Gastro-Obmann Stefan Sternad das Fazit des Abends: „Der Knedel muss stimmen zum Schluss.“ Diese Aussage bringt auf den Punkt, was sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer vereint: Ohne handfeste Maßnahmen drohen sowohl der heimischen Wirtschaft als auch den Arbeitnehmern weitere Einbußen.


