Charity
Beim Sandwirth nagelt man für “Kärntner in Not”
Familie Kanduth knüpft an alte Zeiten an und veranstaltet beim Sandwirth-Kirchtag eine „Nageln und Spenden“-Aktion zugunsten „Kärntner in Not“.
© KLZ/Weichselbraun
Es darf wieder genagelt werden. Die Klagenfurter Hoteliersfamilie Kanduth knüpft an alte Zeiten an und veranstaltet beim Kirchtag eine „Nageln und Spenden“-Aktion zugunsten „Kärntner in Not“. In diesem Jahr gibt es im Klagenfurter Traditionsbetrieb eine besondere Spendenaktion in Erinnerung an früher: Im Sandwirth hämmern Gäste Nägel in den Tisch.
Alte Tradition wieder aufleben lassen
Der Sandwirth war von 1900 bis 1954 die Heimstätte der sog. “Tischrunde Draher”, die sich in den Dienst der guten Sache stellte. So wurden bedürftige Kinder unterstützt und Unwetteropfern wurde geholfen. Im Ersten Weltkrieg wurden nach dem Motto „Gold gab ich für Eisen“ die Namenszüge der Drahrer mit Nägeln in einen Tisch eingeschlagen, der Erlös kam Kriegsopfern zugute. „Diese Tradition mit dem Nageln wollen wir wieder aufnehmen“, sagt Sandwirth-Chefin Helvig Kanduth gegenüber der Kleinen Zeitung. „Wir gaben einen neuen Tisch in Auftrag. Die Platte gleicht in Form und Farbe der alten“, berichtet die umtriebige Hotelierin.
Erlös für “Kärntner in Not”
Gegen eine Mindestspende von 100 Euro und 10 Euro pro Nagel können sich Interessierte am Freitag, ab 14 Uhr (bei Schlechtwetter am Sonntag, ab 11.30 Uhr), im neuen Tisch mit ihrem Namen verewigen. Der Erlös der Aktion „Nageln und Spenden“ kommt der Aktion „Kärntner in Not“ zugute. „Wer will kann über Jahre beim Kirchtag seinen Namenszug vervollständigen”, ergänzt Kanduth. Der neue Tisch soll künftig seinen Platz in der Hotellobby haben und wie sein „großer Bruder“ mit einem QR-Code versehen werden. „Die neue und die alte Geschichte sollen festgehalten werden“, meint Helvig Kanduth weiter.


