Ein verheerender Sturm zog im vorjährigen Sommer über weite Teile Unterkärntens hinweg, entwurzelte Bäume, zerstörte ganze Wälder, lies Keller unter Wasser stehen, trug Dächer ab und beschädigte Gebäude. Auch der Kirchturm in St. Marxen (Marktgemeinde Eberndorf) wurde durch die heftigen Unwetter schwer beschädigt. Der schlanke Turm sowie die Giebel wurden abgeworfen. Große Teile der Holzkonstruktion der Kirche, die rund 750 Jahre alt ist, sowie Mauerwerk stürzten auf das Dach der Sakristei und auf den das Gotteshaus umgebenden Friedhof. Das Turmdach wurde zur Gänze weggerissen.
Vollständige Sanierung wird in Angriff genommen
Jetzt wird die Sanierung des Kirchturms in Angriff genommen. „Sie soll nach Allerheiligen erfolgen“, sagt Ruprecht Obernosterer, Leiter der Bauabteilung der Diözese Gurk, gegenüber der Kleinen Zeitung. Eine lange Bauzeit ist lt. Obernosterer nicht zu erwarten. Die Kosten belaufen sich auf 400.000 Euro, sind von der Versicherung gedeckt und umfassen alle Ausgaben von der Erstsicherung im Vorjahr bis zur kompletten Fertigstellung. Der Turm wird allerdings nicht mehr in der ursprünglichen Form hergestellt, sondern als sogenanntes Zeltdach. Ein 3‑D-Modell davon befindet sich in der Kirche in Kühnsdorf.