Progrome
Mahnung gegen Hass
Am 9. und 10. November 1938 wurden in ganz Österreich jüdische Bürger brutal verfolgt. Synagogen brannten, Geschäfte wurden zerstört, Tausende misshandelt und ermordet – der Beginn der systematischen Verfolgung im Dritten Reich.
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Mahnwache in Klagenfurt
Im Rahmen ihrer traditionellen Mahnwache erinnerte die SJG Kärnten am Dr.-Arthur-Lemisch-Platz an die Opfer der Novemberpogrome und der NS-Diktatur. Die Veranstaltung wurde zu einem eindrucksvollen Moment des Gedenkens, in dem die Bedeutung der Erinnerung an diese dunklen Kapitel der Geschichte betont wurde.
Kaiser fordert Widerstand gegen Hass
„Es ist unsere Verpflichtung, gegen jede Form von Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus einzutreten“, mahnte SPÖ-Landesparteivorsitzender Peter Kaiser in seiner Rede. Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt zunehmend auf die Probe gestellt werde, sei es unerlässlich, an den Werten der Menschlichkeit und Solidarität festzuhalten. Angesichts wachsender nationaler und antisemitischer Tendenzen müsse jeder Einzelne Verantwortung übernehmen, um Gräueltaten wie die der Novemberpogrome zu verhindern.
Appell an die Generationen von heute
Kaiser betonte, dass die Erinnerung an die Pogrome nicht nur den Opfern gegenüber eine Pflicht sei, sondern auch ein dringender Appell an die nachfolgenden Generationen. Nur durch den entschiedenen Widerstand gegen Intoleranz und Hass könne sichergestellt werden, dass solche Verbrechen sich niemals wiederholen.
Was ist ein Pogrom?
Darunter versteht man eine gewaltsame Ausschreitung gegen Menschen, die entweder einer abgrenzbaren gesellschaftlichen Gruppe angehören oder von den Tätern einer realen bzw. vermeintlichen gesellschaftlichen Gruppe zugeordnet werden. Häufig sind es politische Gruppen oder Angehörige von Religionsgemeinschaften. Der Begriff „Reichskristallnacht“ war eine zynische Verniedlichung durch das Nazis für die „Nacht der Scherben“.

