Klagenfurt

Pro­jekt “Hal­len­bad” wie­der gestoppt

Nach einem Einspruch liegt das Projekt "Hallenbad Klagenfurt" schon wieder auf Eis.

Pro­jekt “Hal­len­bad” wie­der gestoppt Weiter Warten auf das neue Hallenbad heißt es in Klagenfurt.

© Atelier Thomas Pucher

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Lang­sam aber sicher nimmt das Pro­jekt “Neu­bau Hal­len­bad Kla­gen­furt” gro­tes­ke For­men an und die Kla­gen­fur­ter Bevöl­ke­rung schüt­telt mehr­heit­lich nur noch den Kopf. Nach dem Ein­spruch des ehe­ma­li­gen Kla­gen­fur­ter Magis­trats­di­rek­tors Peter Jost gegen den Bescheid, dass für den Bau des Kla­gen­fur­ter Hal­len­ba­des kei­ne Umwelt­ver­träg­lich­keits-Prü­fung not­wen­dig sei, wird sich der Bau wei­ter auf unbe­stimm­te Zeit ver­zö­gern. Der schein­bar end­lo­se Fall geht nun zum Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt. Geplant war — nach etli­chen Ver­zö­ge­run­gen — der Bau­be­ginn für das kom­men­de Früh­jahr. Dar­aus wird somit defi­ni­tiv nichts. Die­se Tat­sa­che sorgt wie­der­um ver­stärkt für Unmut in der Kärnt­ner Lan­des­haupt­stadt.

Bau­be­ginn im Früh­jahr 2025 nicht mög­lich

Noch vor Kur­zem ging man in Kla­gen­furt davon aus, dass es jetzt doch end­lich los­ge­hen könn­te. Das Land Kärn­ten stell­te fest, dass für die Errich­tung des Hal­len­bads kei­ne Umwelt­ver­träg­lich­keits-Prü­fung not­wen­dig sei. Wor­auf die Ver­ant­wort­li­chen einen Bau­be­ginn im kom­men­den Früh­jahr und die Eröff­nung für das Früh­jahr 2027 ankün­dig­ten. Gegen die­sen UVP-Fest­stel­lungs­be­scheid gab es aber einen Ein­spruch des ehe­ma­li­gen Kla­gen­fur­ter Magis­trats­di­rek­tors Peter Jost , war­um auch immer. Als ehe­ma­li­ger Magis­trats­di­rek­tor und Stadt­wer­ke-Auf­sichts­rat beglei­te­te er das Pro­jekt jah­re­lang.

Neun Mona­te Ver­zö­ge­rung mög­lich

Die Stadt­wer­ke hal­ten den­noch am Pro­jekt und am Stand­ort fest, sag­te Stadt­wer­ke-Vor­stand Erwin Smo­le gegen­über dem ORF: „Eigent­lich war es bei uns klar, dass es ziem­lich sicher von irgend­je­man­dem eine Beschwer­de geben wird. Wir haben uns inso­fern dar­auf vor­be­rei­tet, dass wir schon im Ver­fah­rens­jahr über 13 Fach­gut­ach­ten ein­ge­bracht haben und damit alle The­men doku­men­tiert und auch ent­spre­chen­de Unter­la­gen ein­ge­bracht haben. Wir gehen davon aus, dass wir fun­dier­te Vor­ar­bei­ten geleis­tet haben. Wir gehen auch davon aus, dass der Bescheid vom Land Kärn­ten eine ent­spre­chen­de Qua­li­tät hat. Und auf Basis die­ser schät­zen wir, dass es eine Ver­zö­ge­rung von sechs bis neun Mona­ten geben könn­te.“

 

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Kla­gen­furts Was­ser­rat­ten müs­sen wei­ter­hin auf ihr Hal­len­bad war­ten.
© Sym­bol­fo­to: Pix­a­bay

Kein Plan B

Einen Plan B – also ein rei­nes Sport­bad oder einen ande­ren Stand­ort – habe man lt. Smo­le via ORF-Kärn­ten nicht. Par­al­lel dazu ver­fol­gen die Stadt­wer­ke wei­ter­hin auch den Plan, in der Kla­gen­fur­ter Ost­bucht um rund sie­ben Mil­lio­nen Euro ein Bade­haus zu errich­ten, bestä­tig­te der Stadt­wer­ke-Chef: „Wir haben jetzt im Auf­sichts­rat den Auf­trag bekom­men, die Wirt­schaft­lich­keit dar­zu­stel­len. Dann wird es im März die nächs­te Sit­zung geben und dann wird es wei­te­re Ent­schei­dun­gen geben.“ Soll­te es grü­nes Licht geben, dann könn­te das Bade­haus unter Umstän­den sogar frü­her in Betrieb gehen als das Hal­len­bad.

Seit 2021 kein Hal­len­bad mehr

Das alte Hal­len­bad in der Innen­stadt wur­de 2021 end­gül­tig geschlos­sen. Seit­dem sind Kla­gen­furts Schwimm- und Tri­ath­lon­sport­ler, aber auch die Kin­der, auf der Suche nach Aus­weich­mög­lich­kei­ten. Zuerst ver­spra­chen die Ver­ant­wort­li­chen ein neu­es Hal­len­bad in einer rela­tiv über­schau­ba­ren Zeit. Man einig­te sich auf den Stand­ort neben dem Sta­di­on, eine Fer­tig­stel­lung war eigent­lich schon für das heu­ri­ge Jahr ange­dacht. Ab sofort gehen die Ver­zö­ge­run­gen sehr zum Ärger der Kla­gen­fur­te­rin­nen und Kla­gen­fur­ter wei­ter.

27.12.2024 09:00
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Pro­jekt “Hal­len­bad” wie­der gestoppt Weiter Warten auf das neue Hallenbad heißt es in Klagenfurt.

© Atelier Thomas Pucher