Teure Impfungen
Corona-Budget wird auf 15 Millionen Euro aufgestockt
Es ist die zweite Erhöhung heuer: Weitere fünf Millionen Euro stehen zur Bekämpfung der Pandemie zur Verfügung. Außerdem gibt es EU-Mittel für Arbeitsmarkt-Projekte.
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Der Kampf gegen die Corona-Pandemie ist teuer. Im März wurde das Corona-Budget bereits verdoppelt, nun wurde es in der heutigen Regierungssitzung um weitere fünf Millionen Euro aufgestockt. Es beträgt nun 15 Millionen Euro, denn vor allem die Impfungen sind ein teurer Posten auf der Ausgaben-Seite.
Labor-Kosten 2020 am höchsten
Auch der Endbericht 2020 war heute Thema. Für Corona-Maßnahmen wurden im letzten Jahr 14,36 Millionen Euro ausgegeben. Am höchsten waren die Labor-Kosten mit 4,5 Millionen Euro. Gesundheitsreferentin Beate Prettner zu weiteren Ausgaben: “4,3 Millionen Euro betrug der Zweckzuschuss für die Krankenanstalten. 2,2 Millionen gingen an die Epidemieärzte. Für notwendiges Material wurden 1,5 Millionen ausgegeben. 1,3 Millionen Euro wurde an das Rote Kreuz für dessen mobile und stationäre Testungen überwiesen.”
Bund ist noch säumig
Dem standen Einnahmen von 9,3 Millionen Euro gegenüber. Welche das waren, erklärt Finanz-Referentin Gaby Schaunig: “Bei der Kabeg geht es um das Krankenanstalten-Zweckzuschussgesetz in Höhe von 6,9 Millionen Euro. Seitens des Bundes handelt es sich um Kostenersätze gemäß Epidemiegesetz. Allerdings sind hier noch 7,84 Millionen Euro für das Jahr 2020 ausständig.”
Schaunig berichtet außerdem, wie das Budget 2020 zustande kam: “Der Großteil ist durch die Auflösung von Kreditsperren im Bereichsbudget Beate Prettner (3,7 Millionen) und durch Kreditumschichtungen zu Lasten der Bereichsbudgets von Sara Schaar mit 3,5 Millionen und meinem Bereichsbudget in Höhe von einer Million Euro erfolgt. 6,9 Millionen hat die Budgetumschichtung durch Mehreinnahmen des Zweckzuschusses für die Krankenanstalten ausgemacht.”
Zwei Calls für Arbeitsmarkt-Projekte
Um vor allem jenen zu helfen, die durch die Corona-Pandemie besonders betroffen sind, gibt es nun zusätzliche Mittel über den Europäischen Sozialfonds (ESF). Die Umsetzung des ESF-Erweiterungsprogrammes wurde heute beschlossen. Für Kärnten gibt es 1,15 Millionen Euro von der EU (bis 2023) und damit werden ab Mitte April zwei Calls für Projekt-Einreichungen ausgeschrieben (dann zu finden unter www.esf.at). Der erste Call betrifft Angebote in der Berufsausbildung für Jugendliche ohne betriebliche Lehrstellen, im zweiten geht es um die Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen in Kombination mit Kreislaufwirtschafts-Aspekten.
Wie steht es um die Impfungen?
Apropos Impfungen: Bisher wurden in Kärnten 125.000 verabreicht. Damit sind acht Prozent der Kärntner, die für eine Impfung geeignet sind, vollständig immunisiert, 18 Prozent wurden wenigstens einmal geimpft. Die 125.000 Impfungen teilen sich folgendermaßen auf die Hersteller auf: ca. 87.000 Biontech/Pfizer, ca. 27.000 AstraZeneca, ca. 10.000 Moderna.
Derzeit laufen fünf Impfaktionen parallel: Nachmeldungen bei den Über-80-Jährigen (über die Österreichische Gesundheitskasse ÖGK), Impfung der 65- bis 79-Jährigen (über die ÖGK), Hochrisikopatienten (über das Rote Kreuz), Impfungen bei niedergelassenen Ärzten und Impfungen in Einrichtungen der Behindertenhilfe. Die Impfungen in den Betrieben laufen an.