Oberkärnten
Handlungsleitfaden soll Frauen am Arbeitsmarkt stärken
Der Handlungsleitfaden für Oberkärnten soll Frauen am Arbeitsmarkt unterstützen. Eine Ausrollung auf weitere Bezirke ist geplant.
© Büro LR Schaar
Zentrale Themen der „Zukunftswerkstatt Oberkärnten“ sind Gleichstellung, Fachkräftemangel und Abwanderung. Über hundert Personen aus der Region, aus Wirtschaft, aus Interessengruppen und aus der Bevölkerung beteiligten sich an der Erarbeitung der Maßnahmen.
Theoretische Basis mit praktischen Erfahrungen
„Die Zukunftswerkstatt Oberkärnten ist ein wichtiges, zukunftsweisendes Projekt, das zeigt, was entstehen kann, wenn alle an einen Tisch kommen und theoretische Basis mit praktischen Erfahrungen und bestehenden Projekten verbunden wird. Ganz nach dem Motto: Was haben wir, was brauchen wir und wie kommen wir dorthin? Das Ergebnis aus diesen Synergien ist ein Handlungsleitfaden, der nicht nur wertvoll für die regionale Entwicklung in Oberkärnten ist, sondern in weiterer Folge auch für ganz Kärnten“, eröffnete Landesrätin und Frauenreferentin Sara Schaar die Online-Veranstaltung zur Präsentation des Handlungsleitfadens.
Das vom Landesfrauenreferat und AMS Kärnten finanzierte Projekt wird in Kooperation mit dem Mädchenzentrum Klagenfurt umgesetzt. „Weil es vor allem junge Frauen sind, die aufgrund besserer Karriere- und Vereinbarkeitsmöglichkeiten in Städte ziehen, nimmt das Thema Gleichstellung eine zentrale Rolle im Projekt ein“, erklärt Schaar.
Weibliche Fachkräfte aufbauen
Neben Empfehlungen enthält der Leitfaden auch konkrete Maßnahmen, die in den Bereichen Fachkräftepotenzial, Digitalisierung, Rollenbilder und existenzsichernde Beschäftigung bereits umgesetzt wurden. Ein Beispiel dafür ist die Finanzierung von Betriebskontaktpersonen im Mädchenzentrum durch Land Kärnten und AMS, die das Programm „FiT“ (Frauen in Handwerk und Technik) in die Region tragen. Das Projekt unterstützt Unternehmen dabei, das Potenzial von Frauen als Fachkräfte stärker auszuschöpfen.
„Vor allem regionale Betriebe und Wiedereinsteigerinnen werden künftig maßgeblich von den abgeleiteten Maßnahmen profitieren“, kündigt Martina Gabriel, Frauenbeauftragte des Landes, an. Der Handlungsleitfaden, der Ideen für Maßnahmen in Unternehmen, Gemeinden, Institutionen und der Regionalentwicklung beinhaltet, soll von den Projektpartnern laufend an neue Gegebenheiten angepasst werden.
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