Messerangriff
„Asylpolitik im Bund braucht eine Veränderung“
Die komplette Asylpolitik gehöre nach dem Vorbild anderer Länder, die diese strenger handhaben, erneuert, meint Bürgermeister Christian Scheider.
Landeshauptmann Peter Kaiser und Bürgermeister Christian Scheider verurteilen den Messerangriff eines 16-jährigen Syrers auf einen 18-jährigen Syrer am Klagenfurter Hauptbahnhof. Sie fordern konsequente Maßnahmen durch den Rechtsstaat.
Haltung nicht verhandelbar
„Dieser Messerangriff ist auf das Schärfste zu verurteilen. Gewalt ist durch nichts zu rechtfertigen – niemals. Hier ist der Rechtsstaat gefordert, mit voller Konsequenz durchzugreifen und klare, unmissverständliche Antworten zu geben“, betont der Landeshauptmann, für den diese Haltung nicht verhandelbar sei.
Asylpolitik gehöre erneuert
„Dieser Vorfall ist nicht der erste seiner Art, sondern solche Vorfälle kommen tragischerweise immer häufiger vor. Es ist dringend notwendig, dass die falsche Asylpolitik im Bund korrigiert wird”, sagt Bürgermeister Christian Scheider. Es gebe genügend Vorschläge und Vorbilder, an denen sich Österreich orientieren kann. Nur zu reden sei zu wenig. “Die komplette Asylpolitik gehört nach dem Vorbild anderer Länder, die diese strenger handhaben, erneuert.“
Neuerliche Forderung
So ein Vorfall mache etwas mit den Menschen. Jedes Mal aufs Neue werde Angst geschürt und die Leute abgeschreckt. “Erst vor kurzem ist die Koralmbahn eröffnet worden, und Ereignisse wie diese wirken sich negativ auf die neue Verbindung aus. Ich erneuere die Forderung der Stadt an den Bund, die Polizeistation am Klagenfurter Hauptbahnhof wieder einzurichten”, macht Scheider deutlich. Die Stadt Klagenfurt habe ab 2016 und in mehreren Anläufen die Bundesregierung aufgefordert, die ehemalige Polizeistation am Hauptbahnhof wieder sicherzustellen. Bis heute sei diese Forderung ignoriert worden.
Zur Sache
Am 9. Jänner 2026 gab es am Hauptbahnhof in Klagenfurt eine Auseinandersetzung, an der mehrere männliche Personen beteiligt waren. Ein 16-jähriger und ein 18-jähriger Mann, beide syrische Staatsangehörige, gerieten nach verbalen Angriffen auch körperlich aneinander. Der jüngere der beiden soll daraufhin den älteren mit einem Messer verletzt haben.
