Politischer Aschermittwoch

ÖVP Kärn­ten: „Mut­re­den statt Wut­re­den“ in Kla­gen­furt

Mit klaren Botschaften zu Sicherheit, Migration und Wirtschaft setzte die Volkspartei in der Klagenfurter Messehalle auf Abgrenzung zur politischen Konkurrenz und auf einen Kurs aus Reformen, Verantwortung und Zukunftsoptimismus.

ÖVP Kärn­ten: „Mut­re­den statt Wut­re­den“ in Kla­gen­furt Bundeskanzler Christian Stocker, Martin Gruber und Stargast Manfred Weber beim Politischen Aschermittwoch der ÖVP Kärnten in der Klagenfurter Messehalle vor rund 800 Gästen.

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Rund 800 Gäs­te folg­ten der Ein­la­dung der Kärnt­ner Volks­par­tei in die Mes­se­hal­le Kla­gen­furt. Unter dem Mot­to „Mut­re­den statt Wut­re­den“ setz­te die ÖVP bewusst auf Abgren­zung – und auf kla­re Bot­schaf­ten in Rich­tung poli­ti­scher Mit­be­wer­ber.

Es war der vier­te Poli­ti­sche Ascher­mitt­woch der ÖVP Kärn­ten – dies­mal mit pro­mi­nen­ter Unter­stüt­zung aus Euro­pa.

„Kla­re Wer­te. Kla­re Wor­te.“

Schon zu Beginn wur­de deut­lich: Die Ver­an­stal­tung ver­stand sich als Kon­trast­pro­gramm. Wäh­rend anders­wo laut­stark pol­tert wird, woll­te man in Kla­gen­furt auf Zuver­sicht set­zen. Lan­des­par­tei­ge­schäfts­füh­rer Mar­kus Kesch­mann dank­te den Mit­ar­bei­tern und sprach von einem „Jahr des Auf­schwungs 2026 – mit Zuver­sicht, Lei­den­schaft und vor allem gemein­sam“.

„Bei uns geht es um die Freu­de am Gestal­ten – nicht ums Schlecht­re­den“, hieß es auch im offi­zi­el­len Ver­an­stal­tungs­do­ku­ment

Bun­des­kanz­ler Chris­ti­an Sto­cker: „Demo­kra­tien gehen von innen unter“

Klar in der Wort­wahl zeig­te sich Bun­des­kanz­ler Chris­ti­an Sto­cker. Die Demo­kra­tie in Euro­pa sei nicht nur von außen bedroht: „Demo­kra­tien gehen dann unter, wenn sie von Demo­kra­ten nicht mehr ver­tei­digt wer­den.“ Er sprach sich für Refor­men aus – in der Wirt­schaft, im Wehr­dienst und im Staats­we­sen. Sicher­heit sei nicht nur mili­tä­risch zu den­ken, son­dern auch als „Staats­si­cher­heit“. Öster­reich müs­se selbst­stän­dig blei­ben und dür­fe zen­tra­le Berei­che nicht aus­la­gern. In der Migra­ti­ons­po­li­tik for­mu­lier­te er kla­re Regeln:
„Wer bei uns leben will, lebt nach unse­ren Regeln.“
Der Rechts­staat sei dazu da, „unse­re Bür­ger zu schüt­zen – nicht die Straf­tä­ter“.

Wirt­schaft­lich ver­wies Sto­cker auf das erreich­te Infla­ti­ons­ziel von zwei Pro­zent im Jän­ner sowie auf Stand­ort­stär­kung, Kapi­tal­markt­ent­wick­lung und steu­er­li­che Ent­las­tung. Eine Ver­mö­gens­steu­er wer­de es mit der ÖVP nicht geben.
„Wer mehr arbei­tet, soll auch mehr davon haben“, so der Kanz­ler.

Auch Lan­des­ver­tei­di­gung und Poli­zei müss­ten gestärkt wer­den. Eine Reform des Wehr­diens­tes mit ver­pflich­ten­den Miliz­übun­gen brach­te er erneut ins Spiel.

Mar­tin Gru­ber: „Nicht sem­pern, son­dern TUN“

Haus­herr Mar­tin Gru­ber setz­te auf kla­re Wor­te in Rich­tung poli­ti­scher Mit­be­wer­ber. „Wei­ter­brin­gen wird uns Unmut nicht – mein Mot­to lau­tet nicht sem­pern, son­dern TUN“, beton­te er. Er for­der­te Per­spek­ti­ven für jun­ge Men­schen, weni­ger Büro­kra­tie für Ver­ei­ne und stär­ke­re Regio­nal­ent­wick­lung. Ehren­amt müs­se unter­stützt, nicht behin­dert wer­den.

Deut­lich wur­de Gru­ber auch beim The­ma Wolf:
Der mitt­ler­wei­le 35. Wolf sei in Kärn­ten legal erlegt wor­den – zum Schutz der Bau­ern. Man habe auf euro­päi­scher Ebe­ne dafür gekämpft, den Schutz­sta­tus zu sen­ken.
„Wir haben dem Wolf die Zäh­ne gezeigt“, sag­te er kämp­fe­risch.

Kri­tik an Kla­gen­furt & Infra­struk­tur-For­de­run­gen

Auch die Lan­des­haupt­stadt bekam ihr Fett ab. Kla­gen­furt müs­se wie­der ein „Leucht­turm“ wer­den. Die Bahn­hof­stra­ße sei kein Vor­zei­ge­mo­dell, hier brau­che es neue Impul­se. Beim Flug­ha­fen stell­te Gru­ber klar: Die Call-Opti­on sei die rich­ti­ge Ent­schei­dung gewe­sen. Visio­nen statt Schlecht­re­den sei gefragt. Schar­fe Kri­tik übte er am sto­cken­den Aus­bau der B317. Hier gehe es um Men­schen­le­ben. Man wer­de „har­te Bret­ter boh­ren“, bis der Sicher­heits­aus­bau kom­me.

Am Ende der Ver­an­stal­tung stand ein ein­stim­mi­ges Bekennt­nis:
„Mar­tin Gru­ber, du bist unser Obmann.“

Star­gast Man­fred Weber: „Ver­bren­ner-Aus rück­ab­wi­ckeln“

Pro­mi­nen­ter Gast war Man­fred Weber, Frak­ti­ons­chef der Euro­päi­schen Volks­par­tei im EU-Par­la­ment. Er brach­te – trotz Abgren­zung von Bier­zelt­ment­a­li­tät – baye­ri­sches Bier als Geschenk mit. Sein Ver­spre­chen: Das Ver­bren­ner-Aus auf EU-Ebe­ne sol­le rück­ab­ge­wi­ckelt wer­den. Gleich­zei­tig beton­te er, dass Migra­ti­on ange­sichts der demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung not­wen­dig sei – aller­dings unter kla­ren Bedin­gun­gen: „Es sol­len jene zu uns kom­men, die uns nut­zen – nicht jene, die uns aus­nut­zen.“ Mit einem poin­tier­ten Sei­ten­hieb auf Rechts­po­pu­lis­ten frag­te Weber: „Wer pflegt euch im Alter?“ – und spiel­te damit auf die Abhän­gig­keit von aus­län­di­schen Pfle­ge­kräf­ten an.

Sei­ne Rede ende­te mit der Euro­pa­hym­ne.

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Brei­te Par­tei­ba­sis vor Ort

Mit dabei waren unter ande­rem Wirt­schafts­lan­des­rat Sebas­ti­an Schu­sch­nig, der stolz auf Kärn­tens „Hid­den Cham­pi­ons“ ver­wies, sowie Mar­kus Mal­le, der die posi­ti­ve Ent­wick­lung von Kunst und Kul­tur her­vor­hob.

Bun­des­kanz­ler Sto­cker ver­band mit Kärn­ten „vie­le schö­ne und posi­ti­ve Momen­te“.
Gru­ber sprach von Stolz und vom Mut zur Ver­än­de­rung.

Fazit

Der Poli­ti­sche Ascher­mitt­woch der ÖVP Kärn­ten war geprägt von Abgren­zung, Reform­rhe­to­rik und kla­ren Bot­schaf­ten in Rich­tung Migra­ti­on, Sicher­heit und Wirt­schaft.

Statt Wut­re­den setz­te man auf Mut­re­den – und auf den Anspruch, Kärn­ten aktiv gestal­ten zu wol­len.

19.02.2026 07:00 - Update am: 19.02.2026 07:04
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ÖVP Kärn­ten: „Mut­re­den statt Wut­re­den“ in Kla­gen­furt Bundeskanzler Christian Stocker, Martin Gruber und Stargast Manfred Weber beim Politischen Aschermittwoch der ÖVP Kärnten in der Klagenfurter Messehalle vor rund 800 Gästen.

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