Soziale Unterstützung
SoMa Kärnten hebt Einkommensgrenzen deutlich an
Mit neuen Einkommensgrenzen reagiert der SozialMarkt Kärnten auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten und ermöglicht künftig noch mehr Menschen den Zugang zu günstigen Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs.
Der SozialMarkt Kärnten hebt die Einkommensgrenzen für die Einkaufskarte an. Rund 9.200 Menschen nutzen derzeit die Unterstützung der sechs SoMa-Läden im Bundesland.© Foto: SoMa
Mehr Menschen in Kärnten können künftig in den SozialMarkt-Läden einkaufen. Mit Oktober 2026 wurden die Einkommensgrenzen für die SoMa-Einkaufskarte angehoben.
Der SozialMarkt Kärnten reagiert auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten und erweitert den Kreis jener Menschen, die günstige Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs beziehen können. Seit 1. Oktober liegt die monatliche Netto-Einkommensgrenze für einen Einpersonenhaushalt bei 1.693 Euro, für zwei Personen bei 2.403 Euro. Für jede weitere Person kommen 366 Euro hinzu. Familienbeihilfe, Pflegegeld und Alimente zählen dabei nicht als Einkommen.
Nachfrage steigt
Wie groß der Unterstützungsbedarf inzwischen ist, zeigen die aktuellen Zahlen: Gegenüber 2025 stieg die Zahl der ausgegebenen Kundenkarten um 26 Prozent. Rund 3.050 Kärntner Haushalte verfügen derzeit über eine SoMa-Karte. Damit haben etwa 9.200 Menschen Zugang zu günstigeren Lebensmitteln und Produkten des täglichen Bedarfs.
„Viele Menschen müssen heute jeden Euro zweimal umdrehen“, erklärt SoMa-Obfrau Cornelia Hübner. Mit den neuen Grenzen wolle man sicherstellen, dass die Unterstützung weiterhin jene Menschen erreiche, die sie benötigen.
Sechs Standorte
SozialMarkt Kärnten betreibt sechs SoMa-Läden im Bundesland. Neben der sozialen Unterstützung spielt auch die Lebensmittelrettung eine zentrale Rolle: Noch genießbare Waren werden vor der Vernichtung bewahrt und zu stark reduzierten Preisen weitergegeben.
Mit der Ausweitung des Kundenkreises steigt gleichzeitig der Bedarf an Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Spenden. Der Verein appelliert daher an Unternehmen und Privatpersonen, die Arbeit des SozialMarktes zu unterstützen.