2-G-Regelung

Stor­no-Ket­ten­re­ak­ti­on bei Kärn­tens Fri­seu­ren & Co.

Die 2-G-Regelung verursacht bei Kärntens körpernahen Dienstleistern ein Umsatzminus von rund 40 Prozent. Wegen Ausfall von Bällen und Weihnachtsfeiern befürchten sie aber noch Schlimmeres.

Stor­no-Ket­ten­re­ak­ti­on bei Kärn­tens Fri­seu­ren & Co. Der Appell der Kärntner Friseure an Konsumenten lautet: „Bitte halten Sie sich an die Regelungen und besuchen Sie weiterhin unsere Betriebe. Sonst fällt uns das allen auf den Kopf.“

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Die 2‑G-Rege­lung macht Kärn­tens kör­per­na­hen Dienst­leis­tern wie Fri­seu­ren, Kos­me­ti­kern, Fuß­pfle­gern und Nagel­stu­di­os schwer zu schaf­fen. Einen Grund dafür nennt Ange­li­ka Scha­warz, Lan­des­in­nungs­meis­te­rin der Kärnt­ner Fuß­pfle­ger: „Der Groß­teil der Kun­den sind Stamm­kun­den. Sie buchen ihre Ter­mi­ne oft bereits Wochen oder Mona­te im Vor­aus und kom­men in regel­mä­ßi­gen Abstän­den zum kör­per­na­hen Dienst­leis­ter ihres Ver­trau­ens. Stor­nie­run­gen betref­fen des­halb oft nicht nur einen Ter­min, son­dern gleich meh­re­re.“ Damit kommt es zu einer Ket­ten­re­ak­ti­on. „Vie­le Kun­den haben ihre Ter­mi­ne für den gesam­ten Win­ter abge­sagt“, bedau­ert Scha­warz.

Weni­ger Fre­quenz, weni­ger spon­ta­ne Besu­che

Nicht anders ist die Situa­ti­on in den Fri­seur­stu­di­os. „Am Mon­tag haben wir noch gedacht, es wird uns viel­leicht nicht so schlimm tref­fen, aber mitt­ler­wei­le berich­ten Kol­le­gen aus ganz Kärn­ten von gro­ßen Umsatz­rück­gän­gen“, berich­tet Georg Wil­hel­mer, Lan­des­in­nungs­meis­ter der Kärnt­ner Fri­seu­re. Es könn­te aber noch schlim­mer kom­men, befürch­tet er: „Die Fri­seu­re trifft es momen­tan dop­pelt hart. Einer­seits durch die 2‑G-Rege­lung, ande­rer­seits wegen der abge­sag­ten Bäl­le, Weih­nachts­fei­ern und Kram­pus­kränz­chen. Ins­ge­samt gibt es auf­grund der 2‑G-Rege­lung auch weni­ger Fre­quenz und weni­ger spon­ta­ne Fri­seur­be­su­che. Wir rech­nen des­halb mit einem Umsatz­mi­nus von zumin­dest 50 Pro­zent in den nächs­ten Wochen.“

Ärger über 2‑G-Rege­lung

Kein Ver­ständ­nis haben die Ver­tre­ter der Bran­che dafür, dass nicht zumin­dest eine 2,5‑G-Regelung für kör­per­na­he Dienst­leis­ter getrof­fen wur­de. Die Vor­aus­set­zun­gen dafür wären auf jeden Fall gege­ben, betont Scha­warz: „Wir arbei­ten mit stren­gen Hygie­ne­kon­zep­ten und haben mit unse­ren Prä­ven­ti­ons­kon­zep­ten die Anfor­de­run­gen stets über­erfüllt.“ Nun ist mit einer Zunah­me der Schat­ten­wirt­schaft zu rech­nen, befürch­tet Wil­hel­mer. „Die­se Ent­wick­lung hat es schon wäh­rend der Lock­downs gege­ben. Und das schä­digt nicht nur unse­re Bran­che nach­hal­tig, son­dern hat nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die gesam­te Volks­wirt­schaft durch den Ent­fall von Steu­er­ein­nah­men“, macht er sei­ne Kri­tik deut­lich.

Umsatz­er­satz gefor­dert

Um die Betrie­be zu unter­stüt­zen, muss es nun drin­gend Maß­nah­men der Poli­tik geben. Gefor­dert wer­den vor allem ein Umsatz­er­satz und ein redu­zier­ter fünf­pro­zen­ti­ger Mehr­wert­steu­er­satz auch auf kör­per­na­he Dienst­leis­tun­gen. Auch im Bereich der Kurz­ar­beit braucht es drin­gend Unter­stüt­zung, die vor allem schnell greift, sind sich Scha­warz und Wil­hel­mer einig.

12.11.2021 17:55
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Stor­no-Ket­ten­re­ak­ti­on bei Kärn­tens Fri­seu­ren & Co. Der Appell der Kärntner Friseure an Konsumenten lautet: „Bitte halten Sie sich an die Regelungen und besuchen Sie weiterhin unsere Betriebe. Sonst fällt uns das allen auf den Kopf.“

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