16 Tage gegen Gewalt
Frauen-Helpline auf „Spar“-Kassabons
Das Familien- und Frauenreferat des Landes Kärnten und „Spar“ setzen ein gemeinsames Zeichen gegen Gewalt.
© Spar/Gleissfoto
„Eine von fünf Frauen in Österreich ist von Gewalt betroffen. Gewalt hat viele schreckliche Gesichter. Sie ist ein gesellschaftliches Problem. In Kärnten sind von Gewalt Betroffene nicht allein. Zögern Sie nicht, wenn Sie selbst betroffen sind oder Sie Gewalt wahrnehmen“, betonen heute Landeshauptmann-Stellvertreterin und Sozialreferentin Beate Prettner sowie Landesrätin Sara und Frauenreferentin Sara Schaar anlässlich des Beginns der „16 Tage gegen Gewalt“. Sie dauern von 25. November (Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen) bis 10. Dezember (Internationaler Tag der Menschenrechte) an.
Umfangreiches Informationsangebot
Gewaltschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der Politik, Unternehmen und jeder Einzelne zusammenwirken können. Das Familien- und Frauenreferat des Landes Kärnten und „Spar“ setzen ein gemeinsames Zeichen gegen Gewalt, um Betroffenen ein niederschwelliges Informationsangebot zu bieten. Ab heute ist bei „Spar“ in Kärnten bis 10. Dezember die Telefonnummer der Frauen-Helpline (siehe unten) auf den Kassabons abgedruckt.
„Gewalt ist keine Privatsache“
„Gewalt ist keine Privatsache, sondern sie geht alle an. Unser Ziel ist es, möglichst vielen Betroffenen zu vermitteln, dass sie nicht alleine sind und es Hilfsangebote für sie gibt“, betont Landesrätin Schaar. „Spar Kärnten“-Geschäftsführer Paul Bacher ergänzt: „Wir sehen es als unsere gesellschaftspolitische Aufgabe, als österreichisches Familienunternehmen die Bevölkerung für das Thema Gewaltschutz zu sensibilisieren und Betroffenen schnell, unauffällig und einfach Informationen über Hilfsangebote zukommen zu lassen. Der Aufdruck der Frauen-Notrufnummer Kärntens auf dem Kassabon ist der konsequente nächste Schritt unseres Engagements.“

Eine Million Kassabons täglich
Bacher bezieht sich auch auf die zahlreichen schweren Gewalttaten an Frauen in der Vergangenheit. „Die Tatsache, dass viele davon durch zeitnahe Prävention verhindert hätten werden können, zeigt, dass Frauen wissen müssen, wie sie Hilfe bekommen, wenn sie von Gewalt betroffen sind“, ist Bacher überzeugt. Die Telefonnummer der Frauen-Helpline am Ende des Kassabons ist eine von vielen Maßnahmen. „Täglich gibt es in Österreich bei uns deutlich mehr als eine Million Zahlungsvorgänge und somit mehr als eine Million Kassabons“, geht Bacher auf die Reichweite der Aktion ein. Durch diese Maßnahme während der offiziellen 16 Tage gegen Gewalt sollen Betroffene möglichst niederschwellig erreicht werden und die Themen Gewaltprävention sowie Gewaltschutz Aufmerksamkeit erhalten. Landesrätin Schaar betont: „Ein Anruf bei der Frauen-Helpline ist der erste Schritt aus der Gewalt und ein Weg in ein selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben.“
Die Frauen-Helpline
Die Beratungshotline (0660/244 24 01) ist rund um die Uhr anonym und kostenlos erreichbar. 237 Anrufe im Jahr 2020, vor allem während der Lockdowns, stehen bisher 200 Anrufe im heurigen Jahr gegenüber. Neu ist auch eine Online-Broschüre mit Kontakten aller Hilfs- und Unterstützungsangebote für alle, die von Gewalt betroffen sind oder sie wahrnehmen, auf einen Blick. Zu finden ist die Broschüre online (frauen.ktn.gv.at).

