Land Kärnten
Die Kärntner Familienkarte wird heuer digitalisiert
Weiterer Ausbau erneuerbarer Energie und weitere Schritte auf dem Weg zur kinder- und familienfreundlichsten Region Europas – die Vorhaben von Landesrätin Sara Schaar im neuen Jahr im Überblick.
© Büro LR Schaar
Im Rahmen einer Pressekonferenz informierte Landesrätin Sara Schaar (SPÖ) am Mittwoch über ihre Pläne für das Jahr 2022. Der weitere Ausbau erneuerbarer Energie hat für die Umwelt‑, Energie- und Naturschutzreferentin des Landes Kärnten oberste Priorität. Kärnten konnte seine Vorreiterrolle in diesem Bereich ausbauen, so Schaar: „Der Gesamtanteil der erneuerbaren Energieträger am Endverbrauch konnte von 55 auf 58,8 Prozent erneut gesteigert werden. Damit sind wir bundesweit Spitzenreiter.“
Förderungen für alternative Energie
Eine wichtige Rollen beim Ausbau erneuerbarer Energie spielen Städte und Gemeinden als Partner mit dem direkten Draht zu den Bürgern. Beim Umstieg von fossilen auf alternative Energieträger werden sie mit attraktiven Förderprogrammen wie für Photovoltaik-Anlagen auf und an kommunalen Gebäuden (138 Förderzusagen für 62 Gemeinden) oder mit dem Programm „Ölkesselfreie Gemeinden und Städte“ (bereits 81 Gemeinden an Bord) unterstützt. „Geht man von einer hundertprozentigen Ausschöpfung jener Mittel aus, die bisher durch das Ölkesselfrei-Programm ausgezahlt wurden, so werden pro Jahr etwa 5,75 Millionen Liter Heizöl in Kärnten eingespart. Das entspricht umgerechnet rund 16.700 Tonnen CO2 jährlich“, rechnet Schaar vor.
Erfolgreich läuft auch die Alternativenergie-Förderung, über die auch Photovoltaik-Stromspeicher gefördert werden: 2021 waren es rund tausend Stromspeicher. All diese Förderschienen werden 2022 fortgeführt und sogar noch ausgebaut.

Verlängerung des Kärntner Reparaturbonus
Mit den vier Klimaschutz-Landesprogrammen „e5“, „KEM“, „KLAR!“ und „Klimabündnis“ gelingt es, so Schaar, das Klimabewusstsein in der Bevölkerung zu steigern und die Energiewende auf lokaler Ebene weiter voranzutreiben. „2022 werden 128 von 132 Gemeinden in Kärnten in mindestens einem der Programme vertreten sein“, freut sich Schaar.
Besonders erfolgreich lief im alten Jahr der Kärntner Reparaturbonus mit rund 88 Anträgen pro Woche, insgesamt waren es 2021 genau 4.584 genehmigte Anträge. Weil der Reparaturbonus des Bundes weiter auf sich warten lässt, wird das Kärntner Vorzeigeprojekt verlängert, verrät Schaar. Im Naturschutz-Bereich gab es außerdem Förderzusagen und Projektaufträge in Höhe von fast 3,7 Millionen Euro.
Angebot der Kärntner Familienkarte erweitern
Auch im gesellschaftlichen Bereich ist das Ziel unverändert klar definiert. „Kärnten soll die kinder- und familienfreundlichste Region Europas werden. Alle Generationen sollen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, unabhängig von den finanziellen Mitteln“, betont Gesellschaftsreferentin Schaar. Ein Erfolgsinstrument, um dieses Ziel zu erreichen, ist die kostenlose Kärntner Familienkarte mit mittlerweile über 55.000 Beziehern. Ende 2019 waren es 17.000 Inhaber. 2021 wurde das Angebot nochmals kräftig ausgebaut, etwa mit günstigen Feriencamps (erstmals auch im Herbst), mit dem neuen Sommer- und Winter-Gutscheinheft oder mit der Aufstockung der Gratis-Nachhilfe von zehn auf 20 Stunden, die im vergangenen Jahr über 300 Schüler in Anspruch nahmen.
„2022 arbeiten wir erneut an einer Angebotserweiterung der Kärntner Familienkarte und an deren Digitalisierung, damit die Karte noch interessanter, intelligenter, zielgruppengerechter und zielsicherer wird“, kündigt Schaar an.


