Günther Goach

„Erhö­hun­gen bei Strom und Gas gehö­ren abge­fe­dert!“

Die Preise für Strom und Gas steigen. Günther Goach, Präsident der Arbeiterkammer Kärnten, fordert: „Die Bundesregierung muss regulierend eingreifen!“

„Erhö­hun­gen bei Strom und Gas gehö­ren abge­fe­dert!“ Günther Goach, Präsident der Arbeiterkammer Kärnten

© AK/Jost & Bayer

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

„Die Preis­spi­ra­le dreht sich immer schnel­ler, ein bal­di­ges Ende ist nicht abseh­bar. Gering­ver­die­ner und sozi­al Schwä­che­re tun sich immer schwe­rer, ihren Lebens­un­ter­halt zu bestrei­ten. Stei­gen­de Kos­ten für Strom, Gas, Treib­stof­fe und Woh­nen belas­ten das Haus­halts­bud­get immens“, mit die­sen Wor­ten reagiert Gün­ther Goach, Prä­si­dent der Arbei­ter­kam­mer Kärn­ten, auf mar­kan­te Preis­er­hö­hun­gen für Strom und Gas, die in Kür­ze in Kraft tre­ten.

Bei­spiel eines Durch­schnitts­haus­halts

Ein Kärnt­ner Durch­schnitts­haus­halt mit einem Ver­brauch von rund 3.500 Kilo­watt­stun­den (kWh) muss heu­er mit Mehr­kos­ten für Strom von rund 143 Euro rech­nen. Bei einem Haus­halt mit 70 Qua­drat­me­tern und Gas­hei­zung schla­gen sich die Mehr­kos­ten mit rund 182 Euro zu Buche. Das Aus­set­zen der Öko­strom­kos­ten im Jahr 2022 und die Aus­zah­lung des Ener­gie­kos­ten-Aus­gleichs in Höhe von vor­aus­sicht­lich 150 Euro kön­nen die stark gestie­ge­nen Ener­gie­prei­se jedoch nicht zur Gän­ze abfe­dern.

Sen­kung der Mehr­wert­steu­er

„Die sei­ner­zeit zum Vor­teil der Kon­su­men­ten libe­ra­li­sier­ten Strom- und Gas­märk­te funk­tio­nie­ren nicht mehr. Gene­rell wer­den die Haus­hal­te schon durch eine Rekord­in­fla­ti­on stark belas­tet. Die Bun­des­re­gie­rung muss regu­lie­rend ein­grei­fen, um die Haus­hal­te zu ent­las­ten und die ekla­tant hohen Preis­stei­ge­run­gen abzu­fe­dern“, sagt Goach. Er for­dert: „Die Sen­kung der Mehr­wert­steu­er auf Ener­gie­prei­se vor allem bei Gas und Strom, aber auch bei Ben­zin und Die­sel ist Gebot der Stun­de.“

Mobi­li­tät und Heiz­kos­ten

Vie­le Beschäf­tig­te sind, so Goach, auf leist­ba­re Mobi­li­tät ange­wie­sen, um über­haupt ihren Arbeits­platz errei­chen zu kön­nen. Zusätz­lich wir­ken sich die hohen Ener­gie­prei­se auf die Pro­duk­ti­ons­kos­ten der Unter­neh­men und damit auch auf die End­ab­neh­mer­prei­se aus. Damit wer­den Kon­su­men­ten zusätz­lich mit stark stei­gen­den Prei­sen beim Ein­kauf von Pro­duk­ten kon­fron­tiert. „Für Haus­hal­te mit nied­ri­gem Ein­kom­men muss es außer­dem höhe­re Heiz­kos­ten-Zuschüs­se geben. Nie­mand in unse­rer Gesell­schaft soll­te frie­ren müs­sen, die­ser sozia­len Käl­te muss ent­ge­gen­ge­wirkt wer­den“, betont Goach.

16.02.2022 09:18
Anzeige
„Erhö­hun­gen bei Strom und Gas gehö­ren abge­fe­dert!“ Günther Goach, Präsident der Arbeiterkammer Kärnten

© AK/Jost & Bayer