Förderungen
Start der Photovoltaik-Offensive in Sachsenburg
Landesrätin Sara Schaar besuchte die Marktgemeinde Sachsenburg, wo auf dem „Kohl-Haus“ eine kommunale Photovoltaik-Anlage samt Stromspeicher errichtet wurde.
© Büro LR Schaar
Beim weiteren Ausbau erneuerbarer Energie setzt das Bundesland Kärnten stark auf die Kraft der Sonne. Das größte Potential liegt dabei im Photovoltaik-Bereich auf ungenutzten Dächern. Diesem Weg folgt auch die Marktgemeinde Sachsenburg und startet eine Photovoltaik-Offensive auf gemeindeeigenen Gebäuden. Das erste Gebäude wurde nun mit einer Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von rund zehn Kilowatt-Peak (kWp), ausgerichtet auf den Eigenverbrauch, und einem Stromspeicher ausgestattet. Es handelt sich um das „Kohl-Haus“ auf dem Marktplatz, das ein Lebensmittelgeschäft, die Kindertagesstätte und eine Wohnung beherbergt. Die Anlage ging im Herbst in Betrieb.
Die Förderungen
Landesrätin Sara Schaar, Energie- und Klimaschutz-Referentin des Landes Kärnten, sagte dafür persönlich eine Förderzusage in Höhe von 9.671 Euro zu. „Um den Gemeinden in Kärnten die Nutzung von Sonnenenergie zu erleichtern, gibt es seit Mitte 2020 die Förderschiene für Photovoltaik-Anlagen an oder auf kommunalen Gebäuden“, berichtet Schaar. Gefördert wird die Errichtung solcher Anlagen mit bis zu 60 Prozent der Anschaffungskosten. Weil es auch möglich ist, Investitionszuschüsse von dritter Stelle (also von Bund oder EU) in Anspruch zu nehmen, ist eine Gesamtförderung von nahezu hundert Prozent möglich. „Bei kommunalen Gebäuden fallen Strombedarf und ‑erzeugung speziell tagsüber zusammen, weshalb sich Photovoltaik, auf den Eigenverbrauch hin ausgerichtet, bestens anbietet“, erklärt Schaar.
Im Rahmen der Alternativenergie-Förderung ermöglicht die Landes-Umweltabteilung auch eine finanzielle Unterstützung für die Installation von Stromspeichern – in der Höhe von 50 Prozent der anerkennbaren Investitionskosten (bis zu 3.500 Euro).
140 Projekte in 56 Gemeinden
Sachsenburg ist Mitglied der Klima- und Energie-Modellregion (KEM) „Großglockner/Mölltal-Oberdrautal“ und nimmt sich vor, im Photovoltaik-Bereich eine Offensive auf gemeindeeigenen Gebäuden zu starten. Die Förderung ist derzeit besonders attraktiv. „Seit Mitte 2020 haben 56 Gemeinden diese Photovoltaik-Förderung für über 140 Projekte in Anspruch genommen. Das entspricht einem bisherigen Fördervolumen von mehr als 1,2 Millionen Euro“, fasst Schaar zusammen. Für das Jahr 2022 wurde dafür eine Million Euro budgetiert.
Wissenswert
Die Förderung von Photovoltaik auf und an kommunalen Gebäuden ist eine wesentliche Maßnahme im Rahmen der „Klima-Agenda Kärnten“, einem referatsübergreifenden Steuerungssystem. „Die kommunale Photovoltaik-Offensive ist ein wichtiger Baustein zur Steigerung der erneuerbaren Energien in Kärnten. Als sonnenreiches Bundesland gilt es, Photovoltaik zu forcieren und die Kärntner Gemeinden als wichtige Partner dabei zu unterstützen“, sagt Landesrätin Sara Schaar. Allein die Hälfte der potentiellen Dachflächen in Kärnten hat ein Ausbau-Potential von 3,3 Terawattstunden. „Daher setzen wir bei Photovoltaik auf folgende Priorisierung: Gebäude-Flächen und bereits versiegelte Bodenflächen vor Freiflächen, um die wunderschöne Kärntner Landschaft zu erhalten“, erläutert Schaar.
