Muttertag

Die Super­kraft der Frau­en

Als Hebamme unterstützte Zala Pušnik aus Klagenfurt bereits unzählige Frauen dabei, ein Kind auf die Welt zu bringen. Mit „KLiCK Kärnten“ teilt sie tiefgründige Gedanken zum Muttertag. Sie sind ein Appell, alle Frauen und Mütter zu ehren und sich mit den eigenen Ahninnen zu versöhnen.

Die Super­kraft der Frau­en Zala Pušnik hinterfragt veraltete Rollenbilder und sieht es als ihren Auftrag, Frauen in ihrer Weiblichkeit zu stärken.

© Lebzelt

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„Ohne Frau­en wür­de das Leben auf die­ser Erde nicht exis­tie­ren!“, sagt Zala Puš­nik hei­ter und mit Ehr­furcht vor der weib­li­chen Fähig­keit, Leben zu emp­fan­gen, aus­zu­tra­gen und zu gebä­ren. Aber: „Wel­che Rol­le spie­len Frau­en in der Gesell­schaft? Und wie wirkt sich das Leben der Groß­müt­ter und Müt­ter auf ihre Töch­ter aus?“, fragt sie sich.

Frau­en­power

Man könn­te die 48-Jäh­ri­ge als fried­fer­ti­ge Femi­nis­tin bezeich­nen, die ande­re Frau­en in allen Lebens­la­gen moti­viert. Sie sieht es als ihre Auf­ga­be, Frau­en immer und immer wie­der auf ihre urei­ge­nen Kräf­te hin­zu­wei­sen. Die jahr­tau­send­lan­ge prak­ti­zier­te Unter­drü­ckung von Frau­en in unse­rer Gesell­schaft kommt aus ihrer Sicht end­lich zu einem Ende. Zala Puš­nik ist dank­bar dafür, „dass ich hier und heu­te Frau und Mut­ter sein darf. Die Mäd­chen von heu­te wach­sen mit einem viel grö­ße­ren Selbst­be­wusst­sein als in frü­he­ren Gene­ra­tio­nen auf und sie wer­den spä­ter sehr, sehr stolz sein kön­nen, eine Frau zu sein.“

Mama ges­tern, heu­te und mor­gen

In der Ver­gan­gen­heit war das Leben für Frau­en nicht leicht. Nur hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand und voll Scham konn­ten sie über man­che The­men spre­chen. Vie­les wur­de tot­ge­schwie­gen oder muss­te ertra­gen wer­den. Hier will Puš­nik, die auch Leh­ren­de an der Fach­hoch­schu­le für Heb­am­men­wis­sen­schaf­ten ist, ein Tabu bre­chen. Sie lädt alle Frau­en ein, sich mit den Geschich­ten ihrer Ahn­in­nen – ihrer Müt­ter, Groß­müt­ter und Urgroß­müt­ter – aus­ein­an­der­zu­set­zen: „Wir ver­fü­gen über ein kol­lek­ti­ves weib­li­ches Bewusst­sein. Alles, was die Frau­en in mei­ner Fami­lie vor mir erlebt haben, ist auch ein Teil von mir“, betont die Geburts­hel­fe­rin. Sie erklärt das gene­ti­sche Prin­zip dahin­ter: „Als mei­ne Groß­mutter schwan­ger mit mei­ner Mut­ter war, waren in ihrem Fötus bereits alle Eizel­len ange­legt – also auch jene, aus der ich ent­stan­den bin. Außer­dem wis­sen wir aus der Zell­for­schung, dass mito­chon­dria­le Kör­per­zel­len Erin­ne­run­gen spei­chern, die über vie­le Gene­ra­tio­nen zurück­rei­chen und wei­ter­ver­erbt wer­den.“

Die Ahn­in­nen fei­ern

„Die jun­gen Frau­en heu­te sind auf­ge­schlos­sen und haben gute Mög­lich­kei­ten, sich mit ihrem Leben und ihren Prä­gun­gen aus­ein­an­der­zu­set­zen“, meint Puš­nik. Ihrer Mei­nung nach braucht es auch für die älte­re Frau­en­ge­nera­ti­on mehr Gele­gen­hei­ten, ihre Geschich­ten mit­tei­len zu kön­nen. „Sich mit dem Leben unse­rer Ahn­in­nen aus­ein­an­der­zu­set­zen, bringt Frie­den und Heil ins Heu­te. Und es bringt den künf­ti­gen Gene­ra­tio­nen von Frau­en mehr Frei­heit, als wir selbst hat­ten. Sie müs­sen nicht mehr gebückt gehen. Sie kön­nen selbst­be­wusst und gestärkt durchs Leben gehen – sie wer­den die Welt ver­än­dern“, ist die Heb­am­me zuver­sicht­lich.

 

08.05.2022 06:50
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Die Super­kraft der Frau­en Zala Pušnik hinterfragt veraltete Rollenbilder und sieht es als ihren Auftrag, Frauen in ihrer Weiblichkeit zu stärken.

© Lebzelt