Wochenende & Feiertage

25 Pro­zent mehr Hono­rar für Not­ärz­te

Die notärztliche Versorgung soll auf stabilere Beine gestellt werden. Erster Schritt: 25 Prozent mehr Honorar an Wochenenden und Feiertagen. Ab 2024 schrittweise Umstellung auf Angestellten-System.

Notarzt Erster Schritt: 25 Prozent mehr Honorar für Notärzte, rückwirkend mit 1. Jänner 2021.

© Pixabay/planet_fox

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“Kärn­ten ver­fügt über ein sehr dich­tes Not­arzt-Netz – wir sind flä­chen­de­ckend gut auf­ge­stellt. Damit das auch in Zukunft so bleibt, müs­sen wir vor­aus­schau­end agie­ren und recht­zei­tig die Wei­chen stel­len. Neue Her­aus­for­de­run­gen sind bereits abseh­bar”, kom­men­tiert Gesund­heits­re­fe­ren­tin Bea­te Prett­ner aktu­el­le Her­aus­for­de­run­gen wie Arbeits­zeit­ge­setz, feh­len­den Ärz­te-Nach­wuchs, den Wunsch der Ärz­te nach bes­se­rer Work-Life-Balan­ce und die Coro­na-Pan­de­mie. Covid-19 bedeu­te vor allem für Inten­siv­me­di­zi­ner und Anäs­the­sis­ten – und das sind meist Not­ärz­te – eine gro­ße Belas­tung.

Mehr Hono­rar an Wochen­en­den

In der Regie­rungs­sit­zung am Mon­tag legt sie einen Akt für eine Ver­bes­se­rung des Not­arzt-Sys­tems vor. Ein ers­ter Schritt ist die Erhö­hung des Hono­rars für Wochen­en­den und Fei­er­ta­ge um 25 Pro­zent. Ein 24-Stun­den-Dienst wird mit 1.243 Euro abge­gol­ten – rück­wir­kend mit 1. Jän­ner. Für 2021 wären das 233.000 Euro an Mehr­kos­ten für das Land, das pro Jahr 2,8 Mil­lio­nen Euro für Not­ärz­te zahl­te.

Lang­fris­ti­ge Sys­tem-Umstel­lung

Lang­fris­tig soll das frei­wil­li­ge Not­arzt-Sys­tem auf ein Ange­stell­ten-Sys­tem umge­stellt wer­den, doch die­ser Über­gang dau­ert – “weil Ärz­te und vor allem Anäs­the­sis­ten und Inten­siv­me­di­zi­ner nicht vom Him­mel fal­len”, so Prett­ner. Der Plan: Ab 1. Jän­ner 2024 sol­len die Wochen­en­den in Kla­gen­furt und Vil­lach nicht mehr durch Frei­wil­li­ge, son­dern durch Bediens­te­te von Kran­ken­an­stal­ten besetzt wer­den. Prett­ner: “Dazu sind zum bestehen­den Per­so­nal­be­darf an den bei­den Abtei­lun­gen für Anäs­the­sie und Inten­siv­me­di­zin in Kla­gen­furt und Vil­lach zusätz­lich je zwei wei­te­re Voll­zeit­kräf­te anzu­stel­len.”

Not­arzt-Sys­tem in Kärn­ten

In Kärn­ten gibt es neun boden­ge­bun­de­ne Not­arzt-Stütz­punk­te: Kla­gen­furt, Vil­lach, St. Veit, Spit­tal, Frie­sach, Her­ma­gor, Völ­ker­markt, Feld­kir­chen, Wolfs­berg

 

Pro Jahr gibt es ca. 13.500 Not­arzt-Ein­sät­ze, das sind 242 pro 10.000 Ein­woh­ner – 79 Pro­zent boden­ge­bun­den und 21 Pro­zent über Hub­schrau­ber.

 

Die meis­ten Ein­sät­ze gibt es am Stütz­punkt Kla­gen­furt: 6,9 Ein­sät­ze pro 24 Stun­den (Vil­lach: 4,4; wei­te­re Stütz­punk­te: 1,4 bis 2,8).

01.05.2021 09:08
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Notarzt Erster Schritt: 25 Prozent mehr Honorar für Notärzte, rückwirkend mit 1. Jänner 2021.

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