Vor einem Jahr ging auf den Dächern des Hotels „eduCARE“ in Treffen eine Photovoltaik-Eigenverbrauchsanlage in Betrieb, die auch das Pflegeheim nebenan mit Strom versorgt. Die Leistung beträgt 185 Kilowatt-Peak. Landesrätin Sara Schaar, Energie- und Klimaschutz-Referentin des Landes Kärnten, überreichte für die neue Anlage nun symbolisch die Förderzusage über 30.126 Euro.
Sonnenkraft nutzen
Gewährt wurde die Alternativenergie-Förderung der Landes-Umweltabteilung, mit der Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen oder gemeinnützigen Vereinen beim Umstieg auf erneuerbare Energien finanziell unter die Arme gegriffen wird. „Der Hotelbetrieb leistet mit der Nutzung von Sonnenkraft einen wichtigen Beitrag zur Forcierung der Alternativenergie in Kärnten – und damit zur Erreichung der Klimaschutz-Ziele. Das Hotel ist damit ein Vorbild für andere Betriebe und Einrichtungen, auf Photovoltaik zu setzen“, betont Schaar.
Aspekt der Nachhaltigkeit
Für Geschäftsführer Andreas Buchacher war diese Investition goldrichtig: „Wir decken mit der Photovoltaik-Anlage 30 Prozent des Strom-Jahresverbrauchs ab. Gerade bei der momentanen Preisentwicklung auf dem Energiesektor ist das – neben dem Nachhaltigkeitsaspekt – ein weiterer großer Vorteil.“ Die CO2-Einsparung durch die Anlage beträgt rund 180.000 Kilogramm pro Jahr.
Das Ausbau-Potential
Das Land Kärnten forciert Photovoltaik aus gutem Grund: Alleine die Hälfte jener Dachflächen, die sich in Kärnten gut für Photovoltaik eignen, hat ein Ausbau-Potential von 3,3 Terawattstunden. „Mit der Alternativenergie-Förderung unterstützen wir Kärntner Unternehmen und Einrichtungen, ihr persönliches Ausbau-Potential in diesem Bereich auch zu nutzen. In Kärnten setzen wir dabei auf folgende Priorisierung: Gebäude-Flächen und bereits versiegelte Bodenflächen vor Freiflächen“, erklärt Schaar.
Wissenswert
Im Jahr 2021 betrug die Gesamtfördersumme über 4,7 Millionen Euro, die Alternativenergie-Förderung wurde für insgesamt 1.231 nachhaltige Projekte gewährt. Gefördert wird nicht nur die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen, sondern auch die Neuerrichtung, Umstellung oder Erneuerung von umwelt- und klimafreundlichen Wärmeerzeugern (Fernwärme-Anschluss, Holzheizungen …), von Stromspeichern sowie Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz von Anlagen. Photovoltaik-Eigenverbrauchsanlagen werden mit 50 Prozent der anerkennbaren Investitionskosten gefördert, die maximale Förderung beträgt 200 Euro pro Kilowatt-Peak Anlagen-Leistung.