Kaffeerösterei

Zero Gra­vi­ty: Kaf­fee zum Abhe­ben

Im Ladencafé von Petra Köfer und Markus Ogris duftet es nach Perfektion. Eine Aura aus Kaffeeduft und immer guter Laune füllt den hellen Raum des „Zero Gravity Coffee & Cocoa“ in Klagenfurt.

Zero Gra­vi­ty: Kaf­fee zum Abhe­ben Sie versorgen ihre Gäste mit perfektem Kaffee, süßer Begleitung und einem Lächeln: Petra Köfer und Markus Ogris.

© Margit Dietrich

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Drei­mal in der Woche ver­strömt das klei­ne, licht­durch­flu­te­te Café mit­ten in Kla­gen­furt kräf­ti­ges Röst­aro­ma. Mar­kus Ogris schau­felt fri­sche, gua­te­mal­te­ki­sche Kaf­fee­boh­nen aus einem gro­ßen Jute­sack in den Rös­ter. Bei jedem Röst­vor­gang stimmt er Tem­pe­ra­tur, Zeit und Luft von Neu­em genau auf die Boh­nen ab. Auch ihr Mahl­grad und gefühlt ein­hun­dert wei­te­re Fak­to­ren spie­len eine ent­schei­den­de Rol­le, ob am Ende der per­fek­te Kaf­fee dar­aus wird. „Leicht fruch­tig und voll­mun­dig“, so muss er schme­cken, meint Mar­kus.

Zeit für Ver­än­de­rung

Wenn er über Kaf­fee spricht, spürt man, dass ihm die­ses Getränk am Her­zen liegt. Der 38-Jäh­ri­ge war Ser­vice­tech­ni­ker für Kaf­fee­ma­schi­nen und hat schon län­ger mit dem Gedan­ken gespielt, nicht nur selbst Kaf­fee zu ver­kau­fen, son­dern auch sein umfang­rei­ches Wis­sen dar­über wei­ter­zu­ge­ben – vom bio­dy­na­mi­schen Kaf­fee­an­bau bis hin zur rich­ti­gen Zube­rei­tung zuhau­se. In Petra Köfer fand er vor zwei Jah­ren die idea­le Geschäfts­part­ne­rin. Oder bes­ser gesagt: Sie fand ihn. Denn als viel­be­schäf­tig­te Psy­cho­lo­gin befass­te sich Petra damals gera­de damit, wie sie ihre Work-Life-Balan­ce in Ein­klang brin­gen kann: „Ich war gestresst und woll­te wie­der in mei­ne Ener­gie kom­men. Ich habe mir über­legt, ich könn­te kochen oder backen, also etwas pro­du­zie­ren und mich mit guten Gerü­chen umge­ben.“

Zwei Lei­den­schaf­ten …

Als Petra zufäl­lig erfuhr, dass das Geschäfts­lo­kal in der Pern­hart­gas­se frei wird, nahm sie kur­zer­hand ihren Nach­barn und Freund Mar­kus Ogris zur Besich­ti­gung mit: „Ich dach­te mir, Kaf­fee wür­de per­fekt zu Kuchen und Scho­ko­la­de pas­sen.“ Und nun passt auch Mar­kus per­fekt zu Petra, und umge­kehrt. Aber nur im beruf­li­chen Sinn. Ihr Pri­vat­le­ben tei­len sie mit ande­ren, jeweils wun­der­vol­len Part­nern.

… ein per­fek­tes Team

Mar­kus mag es ger­ne hek­tisch, daher steht er ger­ne frei­tags und sams­tags im Laden, wenn viel los ist. Petra bevor­zugt den ruhi­ge­ren Beginn der Woche. „Mar­kus woll­te eine alte Hobel­bank als Kaf­fee­the­ke. Ich habe sie auf­ge­trie­ben“, lacht Petra. Er rös­tet Kaf­fee, sie bäckt Mehl­spei­sen. Als Enkel­toch­ter eines Zucker­bä­ckers und einer Köchin lie­gen ihr hand­ge­fer­tig­te kuli­na­ri­sche Spe­zia­li­tä­ten im Blut. Auf frü­he­ren Rei­sen durch Frank­reich ent­fach­te ihre Lie­be zu Des­serts wie Mac­a­rons und Eclairs. Mit Lei­den­schaft und Akri­bie stellt sie die­se nun selbst her.

Only good Vibes

Den bei­den Geschäfts­leu­ten ist die hohe Qua­li­tät ihrer Pro­duk­te wich­tig: „Wir ver­wen­den nicht nur Lebens­mit­tel in Fair­trade- und Bio-Qua­li­tät, auch unser Hand­werk ist wert­voll und das schät­zen unse­re Kun­den“, sagt die 42-Jäh­ri­ge zufrie­den. Petra mag die Stim­mung, die die Men­schen in ihr Café brin­gen: „Man merkt, dass sich die Leu­te nun vom Pan­de­mie-Schock erho­len. Es ent­steht eine neue Kul­tur des Aus­tau­sches – auch frem­de Men­schen spre­chen mit­ein­an­der. Sie unter­hal­ten sich zum Bei­spiel über die Süß­spei­sen in unse­rer Vitri­ne und set­zen sich ger­ne zusam­men an einen Tisch, auch wenn sie sich zuvor noch nicht kann­ten.“

Ein klei­nes Café, voll von fein­sin­ni­ger Lei­den­schaft für beson­de­re Pro­duk­te, hoch­wer­ti­ges Hand­werk und freund­li­che Gesprä­che. Nicht nur der Kof­fe­in­kick wirkt noch eini­ge Stun­den lang nach.

05.06.2022 06:30
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Zero Gra­vi­ty: Kaf­fee zum Abhe­ben Sie versorgen ihre Gäste mit perfektem Kaffee, süßer Begleitung und einem Lächeln: Petra Köfer und Markus Ogris.

© Margit Dietrich