Kärntner Landtag

Schutz der See­ufer in Ver­fas­sung ver­an­kert

Der Kärntner Landtag hob heute den Schutz der Seeufer in den Verfassungsrang. Landtagspräsident Reinhard Rohr (SPÖ) fasst die wesentlichsten Punkte des Seenschutz-Pakets zusammen.

Sommer-Ausklang Einer der wichtigsten Punkte des Kärntner Seenschutz-Pakets: Alle Seegrundstücke, die der öffentlichen Hand gehören, bleiben auch erhalten.

© KLiCK Kärnten/Galli

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In sei­ner heu­ti­gen Sit­zung hob der Kärnt­ner Land­tag mit sei­nem Beschluss den Schutz der Kärnt­ner See­ufer in den Ver­fas­sungs­rang. „Für mich bedeu­tet Natur­schutz auch, den öffent­li­chen Zugang zu Kärn­tens Natur­ju­we­len nach­hal­tig abzu­si­chern“, betont Land­tags­prä­si­dent Rein­hart Rohr (SPÖ).

Motor­boot-Abga­be zweck­ge­bun­den

Die­ser Beschluss ist auf das Kärnt­ner Seen­volks­be­geh­ren zurück­zu­füh­ren. „Mit Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser haben wir die For­de­run­gen des Seen­volks­be­geh­rens sofort auf­ge­grif­fen. Entstan­den ist dar­aus das Kärnt­ner Seen­schutz-Paket. In der heu­ti­gen Land­tags­sit­zung haben wir die­sen Schutz für die Kärnt­ner Seen sogar in der Lan­des­ver­fas­sung ver­an­kert“, hält Rohr fest. Er zählt die wesent­li­chen Punk­te des Pakets auf: „Ers­tens wer­den alle See­grund­stü­cke, die der öffent­li­chen Hand gehö­ren, auch erhal­ten. Zwei­tens wer­den wir die Motor­boot-Abga­be dazu ver­wen­den, neue Ufer­grund­stü­cke anzu­kau­fen. Drit­tens muss bei neu­en Pro­jek­ten immer der öffent­li­che Zugang zum See sicher­ge­stellt sein.“

Cha­let-Dör­fer auf Almen

Dieses Modell ist, so Rohr, von den Seen zu den Ber­gen wei­ter­zu­den­ken. „Denn auf den Kärnt­ner Almen beob­ach­ten wir aktu­ell eine regel­rech­te Gold­rausch-Stim­mung unter Bau­in­ves­to­ren. Sie kau­fen Flä­chen auf, um dort exklu­si­ve Immo­bi­li­en zu errich­ten. Für uns sind die Kärnt­ner Almen aber die Grund­la­ge der bäu­er­li­chen Alm­wirt­schaft und wert­vol­le Erho­lungs­räu­me für die All­ge­mein­heit“, stellt Rohr klar. Er möch­te Frei­räu­me fest­le­gen, in denen nicht gebaut wer­den darf. „Dafür braucht es aber auch ande­re Gebie­te, wo eine sanf­te tou­ris­ti­sche Nut­zung in Ein­klang mit der Natur zuläs­sig ist. Denn es darf nicht sein, dass die All­ge­mein­heit Kos­ten für exklu­si­ve Cha­let-Dör­fer mit­zu­tra­gen hat, von denen dann nur weni­ge Inves­to­ren pro­fi­tie­ren“, erklärt Rohr.

21.07.2022 16:30
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Sommer-Ausklang Einer der wichtigsten Punkte des Kärntner Seenschutz-Pakets: Alle Seegrundstücke, die der öffentlichen Hand gehören, bleiben auch erhalten.

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