Franz Siebert

„Urge­stein“ des Ordens­kran­ken­hau­ses nimmt Abschied

Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in St. Veit: Primarius Franz Siebert, Leiter der Abteilung für Innere Medizin, tritt seinen Ruhestand an.

„Urge­stein“ des Ordens­kran­ken­hau­ses nimmt Abschied Hoher Besuch am letzten Arbeitstag: Bürgermeister Martin Kulmer, Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner, Neo-Pensionist Franz Siebert und Pater Prior Paulus Kohler (von links)

© Jochen P. Gallob

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Eigent­lich war er auf einen gan­ze nor­ma­len und damit inten­si­ven Arbeits­tag ein­ge­stellt, ganz ohne Abschieds­vor­stel­lung. Es kam natür­lich anders. Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin und Gesund­heits­re­fe­ren­tin sowie Bür­ger­meis­ter Mar­tin Kul­mer über­rasch­ten Pri­ma­ri­us Franz Sie­bert an sei­nem letz­ten Arbeits­tag im Kran­ken­haus der Barm­her­zi­gen Brü­der in St. Veit mit einem unan­ge­kün­dig­ten Fest. Sie dank­ten dem enga­gier­ten Medi­zi­ner für sei­ne lan­ge Tätig­keit.

36 Dienst­jah­re

Tat­säch­lich zählt Sie­bert mit 36 Dienst­jah­ren zum „Urge­stein“ des Ordens­kran­ken­hau­ses. Am 1. August 2022 beginnt für den Vor­stand der Abtei­lung für Inne­re Medi­zin (Schwer­punk­te Onko­lo­gie sowie Gas­tro­en­te­ro­lo­gie und Hepa­to­lo­gie) der Ruhe­stand. „Wie wir ihn ken­nen, wird die­ser Ruhe­stand aber wenig mit Ruhe zu tun haben: Die Fami­lie, sei­ne Rei­se­lei­den­schaft und das Hob­by Jagd wer­den ihn sicher auf Trab hal­ten“, mein­te Prett­ner.

Rund 20 Jah­re in Lei­tungs­funk­ti­on

Pri­ma­ri­us Sie­bert präg­te die größ­te Abtei­lung am Kran­ken­haus St. Veit mit rund 85 Bet­ten in sei­ner rund 20-jäh­ri­gen Lei­tungs­funk­ti­on maß­geb­lich. So setz­te er sich im Lau­fe sei­ner ärzt­li­chen Tätig­keit für die Eta­blie­rung des gas­tro­en­te­ro­lo­gi­schen und onko­lo­gi­schen Schwer­punkts des Kran­ken­hau­ses ein. Er selbst sieht sei­ne Lei­den­schaft als Arzt dar­in, ande­ren Men­schen zu hel­fen und gleich­zei­tig die Wis­sen­schaft vor­an­zu­brin­gen. Aber auch in der For­schung tat er sich immer wie­der posi­tiv her­vor. So war er auch für zahl­rei­che natio­na­le und inter­na­tio­na­le kli­ni­sche Stu­di­en ver­ant­wort­lich.

Aus­bil­dung jun­ger Ärz­te

„Was unser Team tag­täg­lich leis­tet, dar­auf bin ich wirk­lich stolz. Und stolz bin ich auch dar­auf, dass wir in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten unzäh­li­ge jun­ge Ärz­te aus­bil­den konn­ten, die heu­te als Abtei­lungs­vor­stän­de, Ober­ärz­te und in nie­der­ge­las­se­nen Pra­xen eine tol­le Arbeit leis­ten. Ich freue mich, dass wir die­se Qua­li­tät in der Aus­bil­dung auch bei hoher Arbeits­dich­te gewähr­leis­ten konn­ten“, beton­te der schei­den­de Abtei­lungs­vor­stand, auf den auch die „Sum­mer School“ für Jung­ärz­te zurück­geht.

Enga­ge­ment für Pati­en­ten

Pri­ma­ri­us Sie­bert setz­te sich immer mit gro­ßem Enga­ge­ment für die Belan­ge sei­ner Pati­en­ten ein. „Er hat gezeigt, dass für ihn der Mensch im Mit­tel­punkt sei­ner medi­zi­ni­schen Arbeit steht“, wür­digt Prett­ner. Auch Bür­ger­meis­ter Kul­mer dank­te ihm: „Er hat mit sei­ner Arbeit und Exper­ti­se nicht nur her­vor­ra­gen­de und fun­dier­te Inne­re Medi­zin für die Pati­en­ten der Regi­on eta­bliert, son­dern mit den Gas­tro­en­te­ro­lo­gen-Gesprä­chen, die jähr­lich in St. Veit statt­fin­den, eine renom­mier­te Fach­ta­gung mit hoch­ka­rä­ti­gen Medi­zi­nern ins Leben geru­fen.“

 

Wis­sens­wert

Ab August steht die Abtei­lung für Inne­re Medi­zin unter neu­er Lei­tung von Pri­ma­ri­us Hans Peter Grö­che­nig. Der 45-Jäh­ri­ge ist seit dem Jahr 2007 im Kran­ken­haus St. Veit tätig und hat­te bis­lang die Funk­ti­on des Ers­ten Ober­arz­tes über. Die Füh­rung des Kran­ken­hau­ses der Barm­her­zi­gen Brü­der in St. Veit freut sich, einen Exper­ten aus den eige­nen Rei­hen für die­se wich­ti­ge Lei­tungs­funk­ti­on einer Schwer­punkt­ab­tei­lung gewon­nen zu haben.

30.07.2022 16:05 - Update am: 30.07.2022 16:06
Anzeige
„Urge­stein“ des Ordens­kran­ken­hau­ses nimmt Abschied Hoher Besuch am letzten Arbeitstag: Bürgermeister Martin Kulmer, Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner, Neo-Pensionist Franz Siebert und Pater Prior Paulus Kohler (von links)

© Jochen P. Gallob