„Culture tec lab“
Villach als Schnittstelle von Kultur und Technik
Es klingt nach Zukunft – und das ist es auch: Im Dinzlschloss in Villach entsteht ein Kompetenzzentrum als Schnittstelle von Kunst und Technologie.
© Stadt Villach/Astrid Kompan
Das Projekt „Culture tec lab“ ist eine Kooperation der Stadt Villach mit der „Flying Opera“ von Bernd Liepold-Mosser und dem Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Klagenfurt. Die finanzielle Unterstützung kommt von der Stadt Villach, dem Land Kärnten und dem Bundesministerium für Kunst und Kultur.
Künstler und Technik gleichberechtigt
„Es ist eine Theaterperformance von Menschen und Drohnen, eine Installation mit Videos und Musik, wobei Schauspielerinnen und technisches Equipment gleichberechtigt auf der Bühne agieren“, erklärt Vizebürgermeisterin und Kulturreferentin Gerda Sandriesser, die damit den künstlerischen Diskurs in ein neues Zeitalter heben möchte. Das „Culture tec lab“ in Villach ist vorerst auf drei Jahre ausgelegt, das erste Projekt findet bereits am 27. und 28. September 2022 statt (siehe unten). Die theoretischen Inhalte gibt es in Form von Vorträgen und Diskussionen in Kooperation mit dem Institut für Medien- und Kommunikationstheorie der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.
Reflexionsraum für künftige Projekte
„Unsere Zeiten ändern sich rasant, digitale und reale Welten verschmelzen unaufhörlich miteinander. Das beeinflusst unsere Wahrnehmung von Kultur und Kunst“, meint auch Bürgermeister Günther Albel. Mit der Installation des „Culture tec lab“ in Villach setzt die Stadt ein wichtiges Statement. So soll das Dinzlschloss als Anlaufstelle für moderne, künstlerisch-technische Projekte fungieren. „Es wird ein Reflexionsraum, sogenannte Lectures, die die Themen des ‚Culture tec labs‘ begleiten und zum Hinterfragen anregen“, berichtet Matthias Wieser, stellvertretender Institutsvorstand der Medien- und Kommunikationswissenschaft der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

„Spiegel der Gesellschaft“
Die Projekte werden immer mit der unmittelbaren Umgebung verknüpft. „Wir
wollen nichts importieren, sondern das Potenzial vor Ort nutzen. Da hat Villach als
High-Tech-Stadt freilich einen Standortvorteil“, betont Initiator Bernd Liepold-Mosser. So werden auch neue Ideen, Lösungen und Anwendungen von Technologie im Kulturbereich erforscht. Als Regisseur sieht Liepold-Mosser die Kunst als Spiegel der Gesellschaft: „Wir müssen uns künftig mit zwei großen Fragen auseinandersetzen: Mit dem Thema der Ökologie und der technologischen Entwicklung, mit der Frage, was die rasante Entwicklung der Technologie mit der Gesellschaft macht, was sie für uns Menschen bedeutet.“ Den Beginn macht er selbst als Regisseur mit der spannenden Performance Ende September – dem Startschuss für das „Culture tec lab“ in Villach.
Die Termine
„Im Schwarm“, eine performative Installation von Bernd Liepold-Mosser, ist eine interdisziplinäre Inszenierung aus Text, Schauspiel und Drohnen.
- Termine: 27. und 28. September 2022 (Dienstag und Mittwoch) um 20 Uhr im Parkhotel Villach
- Online: www.flyingopera.at

