Verleihung
Die Preisträger des Kärntner Jugendbuch-Preises
Harald Schwinger wurde für seinen Roman „Lautloser Morgen“ mit dem Kärntner Jugendbuch-Preis ausgezeichnet. Der Sonderpreis ging an die 15-jährige Viktoria Schwarz für ihr Manuskript „Damals, heute, für immer“.
© Büro LR Schaar
Harald Schwinger aus Wernberg darf als „Wiederholungstäter“ bezeichnet werden. Ihm gelang es, die Jury des Kärntner Jugendbuch-Preises nach 2018 in diesem Jahr erneut zu überzeugen. In seinem Roman „Lautloser Morgen“ erzählt er die Geschichte von Sali und Christopher. Die beiden begeben sich auf eine wilde, aufregende, manchmal auch traurige und tiefgründige Reise durch die Welt jugendlicher Gefühle und Ängste.
Verleihung im „Robert Musil Literatur“-Museum
„Ich gratuliere dem Gewinner zu diesem tollen Buch über eine ganz besondere Freundschaft“, sagte Landesrätin und Jugendreferentin Sara Schaar anlässlich der Verleihung des Jugendbuch-Preises im „Robert Musil Literatur“-Museum in Klagenfurt. Freuen durfte sich auch die 15-jährige Viktoria Schwarz aus Villach: Für ihr Manuskript „Damals, heute, für immer“ erhielt sie den Sonderpreis für Autorinnen und Autoren unter 18 Jahren. Ihr Manuskript ist ein spannender Krimi rund um ein verfluchtes Café, dessen Betreiber dort gefangen sind und mit Zeitreisen und Magie erlöst werden können.
Viel Tiefgang und ansprechender Inhalt
„Die Qualität der beiden Werke ist einfach ausgezeichnet. Auf der einen Seite Harald Schwinger mit seiner Schreibweise mit Wiedererkennungswert, der aktuelle Themen anspricht und dessen Aufbau wirklich genial ist. Auf der anderen Seite die junge Autorin Viktoria Schwarz mit ihrem Text mit ganz viel Tiefgang und ansprechendem Inhalt“, begründete Jury-Mitglied und „Drava“-Verlagsleiterin Erika Hornbogner die Jury-Entscheidung. Die Jury nominierte Schwinger auch für den Österreichischen Jugendbuch-Preis. „Verdient hätte er den Preis“, betonte Hornbogner.

Die Autoren
Jugendbuch-Preisträger Schwinger ist in der Literaturszene kein Unbekannter. Er studierte Anglistik, Amerikanistik und Medienkommunikation und lebt als freischaffender Journalist und Autor in Wernberg. Im Jahr 2006 erschien sein erster Roman. Seitdem wurde er mit zahlreichen Preisen und Stipendien bedacht, etwa mit dem Kärntner Jugendbuch-Preis 2018 für den Jugend-Roman „Held“. Schwarz möchte später Autorin werden und sieht die Einreichung beim Jugendbuch-Preis als einen wichtigen Schritt in diese Richtung. Hornbogner vom „Drava“-Verlag kündigte an, auch ihr Manuskript herauszugeben.
Der Hintergrund
„Mit dem Kärntner Jugend- und mit dem Kinderbuch-Preis machen wir auf die Bedeutung von hochwertiger und altersgerechter Literatur für Jugendliche und Kinder aufmerksam und fördern gleichzeitig die Lesekompetenz von Jugendlichen und Kindern – als eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bildung. Die Begeisterung für Bücher bereits in jungen Jahren zu wecken, ist sehr wichtig. Denn Bücher unterhalten, fördern das Sprachverständnis, regen die Phantasie an und sind oft auch Trostspender“, fasste Schaar zusammen.
2023 wird wieder der Kärntner Kinderbuch-Preis verliehen. Der Start der Ausschreibung ist für Mitte Dezember geplant. Details sind demnächst online (www.jugend.ktn.gv.at) zu finden.
Wissenswert
Der Kärntner Jugendbuch-Preis wird jährlich abwechselnd mit dem Kinderbuch-Preis verliehen und ist mit 3.000 Euro dotiert. Damit verbunden ist die Herausgabe des Buchs im „Drava“-Verlag, der das Werk außerdem bei der renommierten Frankfurter Buchmesse sowie bei Buchmessen in Wien, Leipzig und Laibach präsentiert. Der Sonderpreis, dotiert mit 1.000 Euro, wurde heuer zum ersten Mal vergeben.

