Jubiläum
Seit 20 Jahren eine gesunde Initiative
Aus fünf Pilotgemeinden im Jahr 2002 wurden mittlerweile 123 „Gesunde Gemeinden“. Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner und Sarah Pucker vom „Gesundheitsland Kärnten“ ziehen Bilanz und verraten die Schwerpunkte für das nächste Jahr.
© Büro LHStv. Prettner
Im November 2002 schlug die „Geburtsstunde“ der „Gesunden Gemeinden“ in Kärnten, als das Land diese Initiative aus der Taufe hob. Die Initiative startete mit fünf Pilotgemeinden: Moosburg, Baldramsdorf, Lendorf, Malta und Radenthein. „Aktuell halten wir bei 123 von 130 Gemeinden“, freut sich Landeshauptmann-Stellvertreterin und Gesundheitsreferentin Beate Prettner. Die Städte Klagenfurt und Villach sind ausgenommen.
83 „grüne“ Tafeln
Die jüngste „Gesunde Gemeinde“ ist Greifenburg, die heuer als 123. Gemeinde zum gesunden Team stieß. 83 Gemeinden wurde bereits die grüne „Gesunde Gemeinde“-Tafel verliehen. Um diese zu erhalten, müssen sich die Kommunen mindestens drei Jahren aktiv für die Initiative „Gesunde Gemeinde“ engagieren. Die Bewertungskriterien beinhalten die Implementierung eines fixen Arbeitskreises, die Erstellung und Umsetzung eines Maßnahmenplans, die widmungsgemäße Verwendung der Startförderung sowie die Schaffung von strukturellen Rahmenbedingungen.
„Grüne“ Tafel für Gemeinde Gurk
Anlässlich der heutigen Pressekonferenz zum 20-Jahr-Jubiläum konnte der Marktgemeinde Gurk mit Bürgermeister Siegfried Wuzella an der Spitze als 84. Gemeinde die „grüne“ Tafel überreicht werden. Übrigens: Die erste Gemeinde, die diese Tafel erhalten hatte, war die Gemeinde Reißeck im Jahr 2006.
Flächendeckende Gesundheitsförderung
Welches Ziel verfolgt die Initiative „Gesunde Gemeinden“? „Es geht um eine flächendeckende und Vor-Ort-Maßnahme für Gesundheitsförderung. Wir möchten den Menschen bewusst machen, dass sie sehr viel selbst für ihre Gesundheit tun können. Und wir möchten ihnen die dafür entsprechenden Maßnahmen anbieten – Bewegungs- und Fitnessprogramme, Ernährungstipps, gemeinsame sportliche Aktivitäten und Vorträge“, fasst Prettner zusammen. Nachsatz: „Noch näher zum Menschen können wir mit unseren Präventionsmaßnahmen nicht gehen.“
Gesunde Kindergärten und Schulen
Parallel zu diesen Maßnahmen wurden in den Gemeinden die Projekte der „Gesunden Kindergärten“ und der „Gesunden Schulen“ initiiert. „Es muss uns allen klar sein: Das Bewusstsein für einen gesunden Lebensstil wird in der Kindheit gelegt. Es sollte uns aber auch bewusst sein: Für einen gesunden Lebensstil ist es nie zu spät“, betont Prettner.
Fachtagung zum Jubiläum
Das 20-Jahr-Jubiläum wird am Mittwoch (9. November 2022) mit einer Fachtagung im Casineum Velden begangen. Von 9 Uhr bis 13 Uhr zeigen hochkarätige Vortragende, wie sehr Gesundheit in Zusammenhang mit allen anderen Bereichen im Leben steht und nach einem koordinierten Zusammenwirken der Verantwortlichen im Gesundheits‑, Umwelt‑, Sozial- und Wirtschaftssektor verlangt“, informiert „Gesundheitsland Kärnten“-Leiterin Sarah Pucker.
Wissenswert
Bewegung und psychosoziale Angebote: Im Jahr 2023 werden in den „Gesunden Gemeinden“, koordiniert vom Gesundheitsland, vor allem zwei Schwerpunkte gesetzt: der Schwerpunkt „Bewegung“ und der Schwerpunkt „Psychosoziale Angebote“. Die „Gesunden Gemeinden“ werden vom Land in ihren Angeboten fachlich und auch finanziell unterstützt. Für jede Maßnahme gibt es eine Förderung, so dass die Teilnehmer nur einen minimalen Unkostenbeitrag zu leisten haben. Die Maßnahmen reichen von Vorträgen über gemeinsame Walking‑, Lauf- und Wanderprojekte bis hin zu wöchentlichen Pilates‑, Rückenfit- und Work-Out-Stunden.

