Ausbildung
Hauskrankenpflege vom Land Kärnten ausgezeichnet
Der Kärntner Landesverband von Hospiz- und Palliativeinrichtungen freut sich nach Abschluss eines vierjährigen Organisationsentwicklungs- und Fortbildungsprojektes über eine Qualifizierungsmaßnahme zu Hospizkultur und Palliative Care von mobilen Pflegeeinrichtungen im Land.
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Das Projekt Hauskrankenpflege im Zentrum, kurz HiZ genannt, zielt darauf ab, Mitarbeitern mobiler Pflegeeinrichtungen einheitlich zu schulen und die interprofessionelle Zusammenarbeit in der Betreuung von schwerkranken und sterbenden Menschen flächendeckend zu verbessern. Es unterstützt Mitarbeiter der Hauskrankenpflege bei ihrer Arbeit mit den Menschen. „Das wirkt sich nicht nur positiv auf die Klienten und ihre Angehörigen aus, sondern verbessert auch die Zusammenarbeit mit den Allgemeinmedizinern und den Einrichtungen der spezialisierten Hospiz- und Palliativversorgung“, berichtete HiZ-Projektleiterin Brigitte Pekastnig.
Mitarbeiter bestens geschult
Mitarbeiter der Hauskrankenpflege wurden ein Grundwissen und eine Grundhaltung zu Hospiz und Palliative Care vermittelt. Dieses Wissen kann dann ins tägliche Tun integriert werden. Vier Jahre dauerte das Projekt, an dem in Kärnten rund 600 Mitarbeiter der Hauskrankenpflege – österreichweit sind es knapp 4.000 Mitwirkende – teilgenommen haben. Am Dienstag (29. November 2022) wurden zahlreichen Träger der mobilen Pflegeeinrichtungen in Kärnten Urkunden überreicht. In Kärnten haben zehn von zwölf Träger mit insgesamt 20 Stützpunkten am HiZ-Projekt teilgenommen.
Würdevollen Lebensabend bereiten
Die meisten Menschen in Österreich wünschen sich, zu Hause sterben zu können. Im österreichweiten Durchschnitt ist das aber nur bei 26,3 Prozent möglich. Diese Zahl ist seit 1988 nahezu gleichbleibend. Daher müssten bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden, um den Menschen einen würdevollen Lebensabend zu Hause zu ermöglichen. „HiZ ist ein bundesländerübergreifendes Projekt von Hospiz Österreich gemeinsam mit den Projektverantwortlichen aus den vier Bundesländern – Kärnten, Oberösterreich, Steiermark und Vorarlberg – zur Integration von Hospizkultur und Palliative Care im Rahmen der Hauskrankenpflege“, sagte Hubert Stotter, Präsidiumsvorsitzender des Kärntner Landesverbandes von Hospiz- und Palliativeinrichtungen (KLvHP).
Erfolgreichen Weg fortsetzen
HiZ-Projektkoordinatorin Anita Freithofnig-Aigner hofft auf eine Weiterfinanzierung des Projektes durch das Land Kärnten als Fördergeber. „Damit wäre eine nachhaltige, flächendeckende Weiterentwicklung zu Hospiz und Palliative Care in der Grundversorgung möglich“, zeigte sie sich zuversichtlich für die Zukunft.
Freiwillige als wichtige Stütze
Die Vorstandsvorsitzende des Kärntner Landesverbands von Hospiz- und Palliativeinrichtungen Heidi Stockenbojer sieht in der trägerübergreifenden Zusammenarbeit des Kärntner Caritasverbandes, der Hospizbewegung Diakonie und des Österreichischen Roten Kreuzes im Kärntner Landesverband von Hospiz- und Palliativeinrichtungen einen essenziellen Grundstein, „um Hospiz und Palliative Care in der Hauskrankenpflege in Kärnten effektiv und qualitativ vorantreiben zu können. Dazu gehören – als wertvolle Unterstützung der Kollegen aus Pflege, Medizin und anderen Berufsgruppen – mehr als 300 freiwillige Hospizbegleiter, die Menschen in der letzten Lebensphase Zeit schenken.“
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