Aufruf

Kri­sen­pfle­ge­el­tern in Kärn­ten gesucht!

Aufruf an Interessierte: Es werden Krisenpflegeeltern gesucht! 2020 mussten diese 27 Mal einspringen, wenn Familien sich selbst zwischenzeitlich nicht mehr um eigene Kinder kümmern konnten.

Krisenpflegeeltern Das Land Kärnten sucht Krisenpflegeeltern.

© Pixabay/Free-Photos

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Kri­sen­pfle­ge­el­tern tre­ten dann auf, wenn eine Fami­lie in eine Aus­nah­me­si­tua­ti­on gerät und es für Erzie­hungs­be­rech­tig­te nicht mehr mög­lich ist, ihrem Kind ein lie­be­vol­les Zuhau­se zu bie­ten. In Kärn­ten gibt es sechs Kri­sen­pfle­ge­el­tern für die­se Not­fäl­le. “Das Land hat aber für acht Fami­li­en die Finan­zie­rung gesi­chert – daher suchen wir nun wei­te­re enga­gier­te Fami­li­en, die für einen Pfle­ge­el­tern­dienst zur Ver­fü­gung ste­hen möch­ten”, bit­tet Sozi­al­re­fe­ren­tin Bea­te Prett­ner um Hil­fe.

27 Kin­der 2020 unter­ge­bracht

Eltern, die sich mel­den, wer­den beim Pfle­ge­el­tern­dienst des Her­mann-Gmei­ner-Zen­trums im SOS-Kin­der­dorf Moos­burg ange­stellt. Es wer­den ihnen bei Not­fäl­len Kin­der zwi­schen null und zehn Jah­ren anver­traut. Prett­ner: “Pri­mä­res Ziel der Kri­sen­pfle­ge­fa­mi­li­en ist es, die Situa­ti­on, in der sich die ihnen anver­trau­ten Kin­der befin­den, zu beru­hi­gen und die Klei­nen zu sta­bi­li­sie­ren.” Letz­tes Jahr wur­den 27 Min­der­jäh­ri­ge in Kri­sen­pfle­ge­fa­mi­li­en unter­ge­bracht. Über die Hälf­te kehr­te mitt­ler­wei­le wie­der zur eige­nen Fami­lie zurück.

Wer soll­te sich mel­den?

Prett­ner zu der Wich­tig­keit die­ses Ange­bots: “Gera­de für klei­ne Kin­der ist eine kon­stan­te Bezugs­per­son für eine posi­ti­ve Ent­wick­lung not­wen­dig. Ein häu­fi­ger Bezugs­wech­sel, wie es etwa in Wohn­grup­pen der Fall wäre, wür­de für die Kin­der eine zusätz­li­che Belas­tung dar­stel­len.”

Pfle­ge­el­tern soll­ten zwi­schen 30 und 50 Jah­re alt sein. Sie wer­den extra aus­ge­bil­det und erhal­ten auch eine ent­spre­chen­de Ent­loh­nung: monat­lich rund 580 Euro plus Auf­wands­ent­schä­di­gung pro Kind und Tag von 58 Euro.

Es gibt Unter­stüt­zung

Wäh­rend eines Not­falls unter­stüt­zen Sozi­al­ar­bei­ter und kli­ni­sche Psy­cho­lo­gen sowie das Her­mann-Gmei­ner-Zen­trum die Fami­li­en. Prett­ner: “Die Kri­sen­pfle­ge­fa­mi­lie sorgt auch für die Sicher­stel­lung exter­ner the­ra­peu­ti­scher und dia­gnos­ti­scher Behand­lung der Kin­der. Kon­tak­te zu den leib­li­chen Eltern wer­den, wenn mög­lich, auf­recht gehal­ten, bei Bedarf auch durch die Psy­cho­lo­gin des Pfle­ge­el­tern­diens­tes unter­stützt.”

Mel­den kön­nen sich inter­es­sier­te Eltern beim Amt der Kärnt­ner Lan­des­re­gie­rung – andrea.hartlieb@ktn.gv.at – oder beim SOS-Kin­der­dorf – christoph.schneidergruber@sos-kinderdorf.at!

11.06.2021 16:00
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Krisenpflegeeltern Das Land Kärnten sucht Krisenpflegeeltern.

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