Aufruf
Krisenpflegeeltern in Kärnten gesucht!
Aufruf an Interessierte: Es werden Krisenpflegeeltern gesucht! 2020 mussten diese 27 Mal einspringen, wenn Familien sich selbst zwischenzeitlich nicht mehr um eigene Kinder kümmern konnten.
Krisenpflegeeltern treten dann auf, wenn eine Familie in eine Ausnahmesituation gerät und es für Erziehungsberechtigte nicht mehr möglich ist, ihrem Kind ein liebevolles Zuhause zu bieten. In Kärnten gibt es sechs Krisenpflegeeltern für diese Notfälle. “Das Land hat aber für acht Familien die Finanzierung gesichert – daher suchen wir nun weitere engagierte Familien, die für einen Pflegeelterndienst zur Verfügung stehen möchten”, bittet Sozialreferentin Beate Prettner um Hilfe.
27 Kinder 2020 untergebracht
Eltern, die sich melden, werden beim Pflegeelterndienst des Hermann-Gmeiner-Zentrums im SOS-Kinderdorf Moosburg angestellt. Es werden ihnen bei Notfällen Kinder zwischen null und zehn Jahren anvertraut. Prettner: “Primäres Ziel der Krisenpflegefamilien ist es, die Situation, in der sich die ihnen anvertrauten Kinder befinden, zu beruhigen und die Kleinen zu stabilisieren.” Letztes Jahr wurden 27 Minderjährige in Krisenpflegefamilien untergebracht. Über die Hälfte kehrte mittlerweile wieder zur eigenen Familie zurück.
Wer sollte sich melden?
Prettner zu der Wichtigkeit dieses Angebots: “Gerade für kleine Kinder ist eine konstante Bezugsperson für eine positive Entwicklung notwendig. Ein häufiger Bezugswechsel, wie es etwa in Wohngruppen der Fall wäre, würde für die Kinder eine zusätzliche Belastung darstellen.”
Pflegeeltern sollten zwischen 30 und 50 Jahre alt sein. Sie werden extra ausgebildet und erhalten auch eine entsprechende Entlohnung: monatlich rund 580 Euro plus Aufwandsentschädigung pro Kind und Tag von 58 Euro.
Es gibt Unterstützung
Während eines Notfalls unterstützen Sozialarbeiter und klinische Psychologen sowie das Hermann-Gmeiner-Zentrum die Familien. Prettner: “Die Krisenpflegefamilie sorgt auch für die Sicherstellung externer therapeutischer und diagnostischer Behandlung der Kinder. Kontakte zu den leiblichen Eltern werden, wenn möglich, aufrecht gehalten, bei Bedarf auch durch die Psychologin des Pflegeelterndienstes unterstützt.”
Melden können sich interessierte Eltern beim Amt der Kärntner Landesregierung – andrea.hartlieb@ktn.gv.at – oder beim SOS-Kinderdorf – christoph.schneidergruber@sos-kinderdorf.at!

