Kabarett in Kärnten

Alex Kristan, die Stim­me der Fuß­ball-Legen­den!

Der Mann, der so klingt wie Hans Krankl, Herbert Prohaska & Co., gastiert am 23. und 24. Juni 2021 in Klagenfurt und in Spittal. Kabarettist Alex Kristan im „KLiCK Kärnten“-Interview über das Nationalteam, das heutige Spiel gegen Nordmazedonien und seinen Weg zum Stimmen-Imitator.

Alex Kristan, die Stim­me der Fuß­ball-Legen­den! Der 49-jährige Kabarettist Alex Kristan ist der wohl bekannteste Stimmen-Imitator Österreichs.

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KLiCK Kärn­ten: Wie lau­tet Ihr Tipp für das ers­te EM-Spiel Öster­reichs heu­te gegen Nord­ma­ze­do­ni­en?

Alex Kristan: Ich hof­fe, dass wir die­ses Spiel 2:1 gewin­nen. Ich glau­be aber, dass Nord­ma­ze­do­ni­en mit einer brei­te­ren Brust in die­ses Spiel geht, als wir, weil Nord­ma­ze­do­ni­en in der Vor­be­rei­tung vier Spie­le nicht ver­lo­ren und unter ande­rem in der WM-Qua­li­fi­ka­ti­on Deutsch­land 2:1 geschla­gen hat. Wir haben 316 Minu­ten kein Tor geschos­sen, das dämpft die Eupho­rie. Der Vor­teil der men­ta­len Stär­ke liegt bei den Nord­ma­ze­do­ni­ern.

Was trau­en Sie der Natio­nal­mann­schaft bei der Euro­pa­meis­ter­schaft zu?

Wir sind bes­ser, als wir es in den letz­ten Spie­len gezeigt haben. Man hat gese­hen: Wenn zum Bei­spiel Mar­ko Arn­au­to­vic fit ist, ist er ein Spie­ler, der defi­ni­tiv den Unter­schied aus­ma­chen kann. In Top­form kann er in fast jedem Ver­ein der Welt Akzen­te set­zen und glän­zen. Das Ach­tel­fi­na­le ist drin­nen. Wir dür­fen aber nicht den glei­chen Feh­ler wie bei der letz­ten EM 2016 machen, als die Jour­na­lis­ten die Mann­schaft schon ins Vier­tel­fi­na­le geschrie­ben haben. Am wich­tigs­ten ist es, das ers­te Spiel zu gewin­nen.

Hans Krankl, Her­bert Pro­has­ka, Andre­as Her­zog, Toni Pols­ter oder auch Mar­ko Arn­au­to­vic – wes­halb par­odie­ren Sie ger­ne bekann­te Fuß­bal­ler?

Weil sie einen sehr hohen Bekannt­heits­grad haben und ich mit die­sen Legen­den auf­ge­wach­sen bin. Sie waren die Ido­le, denen wir alle nach­ge­ei­fert haben. Die­ser Legen­den-Sta­tus macht sie für eine Par­odie sehr geeig­net, weil man die jewei­li­ge Figur nicht erklä­ren muss.

Wann haben Sie Ihr Talent für Stim­men-Imi­ta­tio­nen ent­deckt?

Rela­tiv früh, in der Schu­le: Ich habe ver­sucht, die Leh­rer in der Pau­se nach­zu­ma­chen und bin drauf­ge­kom­men, dass alle lachen, wenn ich das mache. Wenn ich in der Jugend auf Par­tys war, habe ich ein Mikro­fon in die Hand gedrückt bekom­men, Inter­views von Heinz Prül­ler und Niki Lau­da nach­ge­spro­chen und die Leu­te sind vor Lachen auf dem Boden gele­gen.

Bei Mar­cel Hir­scher bin ich immer ein biss­chen in den Her­mann Mai­er rein­ge­kippt, was wahr­schein­lich dar­an liegt, dass bei­de Salz­bur­ger sind.

Alex Kristan

Kaba­ret­tist

Von der Stim­men-Imi­ta­ti­on zur Stand-up-Come­dy. War das für Sie ein gewag­ter Schritt?

Das war die größ­te Hür­de, die es in mei­ner Kar­rie­re zu über­sprin­gen galt. Da muss man dar­auf ach­ten, dass aus der Tugend kei­ne Not wird, weil Par­odien nicht abend­fül­lend sind. Sie sind in mei­nen Pro­gram­men auch immer nur ein 10- bis 20-pro­zen­ti­ger Anteil. Es ist wich­tig, dass das Publi­kum auch die Facet­te Alex Kristan kennt und nicht nur den Stim­men-Imi­ta­tor.

Sie haben das Kaba­rett und die Come­dy etwa mit 30 Jah­ren zu Ihrem Beruf gemacht. War­um so spät?

Der Sprung ins kal­te Was­ser der künst­le­ri­schen Selbst­stän­dig­keit will wohl­über­legt sein. Ich lie­be mei­nen Beruf, der eigent­lich Beru­fung ist. Ich glau­be, dass ich mitt­ler­wei­le dort bin, wo ich hin­ge­hö­re. Der Herr­gott hat mir das Talent mit­ge­ge­ben. Ich habe es Gott sei Dank erkannt, darf auf Büh­nen ste­hen und Men­schen zah­len Ein­tritt dafür, dass sie das hören, was ich sage – das ist die Ide­al­lö­sung.

Gibt es jeman­den, den Sie par­odie­ren möch­ten, stimm­lich aber nicht schaf­fen?

Ja, den Mar­cel Hir­scher hät­te ich ger­ne ins Reper­toire auf­ge­nom­men, auf­grund sei­nes hun­dert­pro­zen­ti­gen Bekannt­heits­grads und sei­nes Hel­den-Sta­tus. Da bin ich immer ein biss­chen in den Her­mann Mai­er rein­ge­kippt, was wahr­schein­lich dar­an liegt, dass bei­de Salz­bur­ger sind. Das ist nicht auf­ge­gan­gen, aber sonst hat es im Gro­ßen und Gan­zen immer geklappt.

Das Publi­kum wird qua­si rund um die Uhr „bespaßt“. Ist Social Media für einen Kaba­ret­tis­ten und Come­di­an eigent­lich Fluch oder Segen?

Das ist wie mit einem Mes­ser: Man kann damit einen Apfel schä­len oder jeman­den ver­let­zen. Ich glau­be, dass weni­ger mehr ist. Mei­ne Social-Media-Prä­senz beschränkt sich auf Face­book und You­Tube. Es gibt mir die Mög­lich­keit, eine Men­ge von Men­schen zu errei­chen, die ich ohne Social Media wohl nicht errei­chen wür­de. Ich brau­che aber das Publi­kum, die Dyna­mik und das Feed­back. Des­halb habe ich Live-Stream-Ver­an­stal­tun­gen in den ver­gan­ge­nen 15 Mona­ten eher ver­wei­gert.

Sie gas­tie­ren am 23. und 24. Juni 2021 mit dem Pro­gramm „Leb­haft – Rotz­pipn fore­ver“ in Kla­gen­furt und in Spit­tal. möch­ten Sie, abge­se­hen von Ihren Auf­trit­ten, in Kärn­ten unbe­dingt machen?

Mal sehen, ob die Zeit bleibt. Ich hof­fe, dass das Wet­ter passt, dann wer­de ich mich an den See set­zen und ein Eis kau­fen. Das ist in Kärn­ten immer ganz beson­ders, weil man das Flair des benach­bar­ten Ita­li­en merkt. Des­halb bin ich immer sehr ger­ne im Süden.

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Kaba­ret­tist Alex Kristan tritt im Rah­men des Kaba­rett-Früh­lings am 23. Juni in Kla­gen­furt und am 24. Juni 2021 in Spit­tal auf.
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Kaba­rett-Früh­ling 2021

  • Kaba­ret­tist: Alex Kristan
  • Pro­gramm: „Leb­haft – Rotz­pipn fore­ver“
  • Ter­mi­ne: 23. Juni 2021, 20 Uhr, Kon­zert­haus Kla­gen­furt und 24. Juni 2021, 20 Uhr, Stadt­saal Spit­tal
  • Tickets und Infor­ma­tio­nen: www.kabarettfruehling.at
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Alex Kristan: „Ich lie­be mei­nen Beruf, der eigent­lich Beru­fung ist.“
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13.06.2021 14:57 - Update am: 13.06.2021 18:56
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Alex Kristan, die Stim­me der Fuß­ball-Legen­den! Der 49-jährige Kabarettist Alex Kristan ist der wohl bekannteste Stimmen-Imitator Österreichs.

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