Me too

Gegen Dis­kri­mi­nie­rung und sexu­el­le Beläs­ti­gung

Die sexuellen Belästigungen und Diskriminierungen am Arbeitsplatz nehmen zu. Die Arbeiterkammer Kärnten bietet spezielle Beratungen an.

Gegen Dis­kri­mi­nie­rung und sexu­el­le Beläs­ti­gung Referatsleiterin Michaela Eigner-Pichler, AK-Präsident Günther Goach, AK-Direktorin Susanne Kißlinger und dem Leiter Arbeits-und Sozialreht, Max Turrini (von links).

© Gernot Gleiss/AK

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Mit dem Refe­rat „Beruf, Fami­lie & Gleich­stel­lung“ hat die Arbei­ter­kam­mer (AK) Kärn­ten vor rund ein­ein­halb Jah­ren eine zen­tra­le Anlauf­stel­le geschaf­fen, die neben den The­men Mut­ter­schutz, Karenz, För­de­run­gen und Fami­li­en­leis­tun­gen die The­ma­tik der Gleich­stel­lung sowie Dis­kri­mi­nie­rung auf­nimmt. Vor allem Dis­kri­mi­nie­rung am Arbeits­platz gewinnt in der täg­li­chen Bera­tung der AK immer wei­ter an Bedeu­tung. „Wegen Her­kunft, Geschlecht, Alter, Reli­gi­on oder sexu­el­ler Ori­en­tie­rung im Job dis­kri­mi­niert zu wer­den, ist ver­bo­ten. Auch sexu­el­le oder geschlechts­be­zo­ge­ne Beläs­ti­gun­gen sind Dis­kri­mi­nie­run­gen und wer­den von uns, auch vor Gericht, ver­tre­ten. Frau­en sind lei­der weit stär­ker betrof­fen als Män­ner. Weg­schau­en darf nicht pas­sie­ren. Bei Unge­rech­tig­keit gehen wir mit allen Mit­teln vor“, betont Arbei­ter­kam­mer-Prä­si­dent Gün­ther Goach.

Beläs­ti­gun­gen

Immer öfter wen­den sich Frau­en an die Arbei­ter­kam­mer und berich­ten von sexu­el­ler Beläs­ti­gung am Arbeits­platz. „Erzäh­lun­gen, vor allem jun­ger Frau­en, über anzüg­li­che Wor­te, Ges­ten oder Nach­rich­ten sind bedau­er­li­cher­wei­se kei­ne Sel­ten­heit mehr. Was frü­her unbe­rech­tig­ter­wei­se als Kava­liers­de­likt abge­tan wur­de, darf in der heu­ti­gen Zeit nicht mehr hin­ge­nom­men wer­den“, erklärt AK-Refe­rats­lei­te­rin Michae­la Eig­ner-Pich­ler.

Prä­ven­ti­on

AK-Prä­si­dent Gün­ther Goach nimmt die Unter­neh­mer in die Pflicht. „Wenn ein Unter­neh­men von Anfang an klar­stellt, dass Beläs­ti­gun­gen oder Dis­kri­mi­nie­run­gen aller Art nicht gedul­det wer­den und Ver­stö­ße dage­gen Fol­gen haben, dann trägt das zu einer Fair­ness­kul­tur bei und wirkt sich unter ande­rem auch auf die Gewin­nung neu­er weib­li­cher Fach­kräf­te aus, die der­zeit ohne­hin hän­de­rin­gend gesucht wer­den”, betont Gün­ther Goach.

01.03.2023 11:00
Anzeige
Gegen Dis­kri­mi­nie­rung und sexu­el­le Beläs­ti­gung Referatsleiterin Michaela Eigner-Pichler, AK-Präsident Günther Goach, AK-Direktorin Susanne Kißlinger und dem Leiter Arbeits-und Sozialreht, Max Turrini (von links).

© Gernot Gleiss/AK