Weinbau

Vom Snow­board zum Wein

Christoph Maltschnig (34) ist in der internationalen Snowboard-Szene kein Unbekannter. Als Aktiver und zuletzt im Trainerteam konnte er Olympiasieger Benjamin Karl und die Silberne Daniela Ulbing in Peking zu Höchstleistungen führen. Nun feiert er mit seiner Frau Christina mit dem Weinbau Erfolge.

Vom Snow­board zum Wein Die Winzer Christoph und Christina Maltschnig mit ihren Kindern Matthias und Mia.

© Kowal sen.

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Vor elf Jah­ren hat sich Chris­toph Malt­sch­nig vom akti­ven Renn­sport ver­ab­schie­det. Danach war er im Trai­ner­team der Snow­board-Natio­nal­mann­schaft tätig. So war er maß­geb­lich an den Erfol­gen von Olym­pia­sie­ger Ben­ja­min Karl und der Sil­ber­nen Danie­la Ulb­ing in Peking betei­ligt. Mitt­ler­wei­le hat sich Malt­sch­nig aus dem Natio­nal­team ver­ab­schie­det und ist jetzt als Trai­ner im Lan­des­ver­band tätig. „Ich muss­te den Schritt machen, denn mit dem Wein­gar­ten und der Wein-Buschen­schen­ke bin ich voll aus­ge­las­tet“, erklärt Malt­sch­nig.

Der Hof

Seit 2014 lebt Chris­toph Malt­sch­nig mit sei­ner Ehe­frau Chris­ti­na und den gemein­sa­men Kin­dern Mat­thi­as (drei Jah­re) und Mia (fünf Mona­te) in der Gemein­de Lie­ben­fels in Leb­mach. 2015 haben sie rund einen Hekt­ar Wein aus­ge­pflanzt. Der ers­te Ertrag kam im Jahr 2018. „Ins­ge­samt haben wir mit dem Acker­bau und der Forst­wirt­schaft über 50 Hekt­ar. Davon beträgt der Wein­gar­ten aktu­ell zwei­ein­halb Hekt­ar Anbau­flä­che“, erklärt Chris­ti­na Malt­sch­nig.

Wei­te­res Stand­bein

Der Wein­bau soll­te den land­wirt­schaft­li­chen Betrieb um ein Stand­bein erwei­tern, um einen Voll­erwerb zu gewähr­leis­ten. Der ange­hen­de Win­zer hat in Fol­ge die Kärnt­ner Win­zer- und Kel­ler­wart-Aus­bil­dung absol­viert. Dazu gehör­te auch der ein­jäh­ri­ge Besuch vom Wein­bau­kol­leg in Sil­ber­berg (Stei­er­mark). „Obwohl wir in den ers­ten Jah­ren mit enor­men Hagel- und Frost­schä­den zu kämp­fen hat­ten, haben wir den Schritt zum Wein­bau nie bereut“, sagt Chris­ti­na Malt­sch­nig.

Ers­ten Erfol­ge

Bereits 2020 stell­te sich der ers­te Erfolg der Wein­bau­fa­mi­lie ein. „Mit dem PiWi-Wein haben wir unse­ren ers­ten Lan­des­sie­ger erreicht. 2022 folg­te dann der nächs­te Lan­des­sie­ger mit dem Char­don­nay. Ob wir heu­er einen wei­te­ren Lan­des­sie­ger stel­len, wird sich bei der Prä­mie­rung nächs­te Woche am 27. Juni her­aus­stel­len“, hofft Chris­ti­na Malt­sch­nig.

Die Reb­sor­ten

Mit Char­don­nay, Weiß­bur­gun­der, Grau­bur­gun­der, Caber­net Blanc, Blü­ten­mus­ka­tel­ler sowie die Rot­wein­sor­ten Zwei­gelt, Pinot Noir und Roes­ler gibt es ein brei­tes Ange­bot an Wei­nen in der Wein-Buschen­schen­ke. Sehr stark im Kom­men sind die „PiWi“-Sorten. „Das sind pilz­wi­der­stands­fä­hi­ge Sor­ten, die sehr gefragt sind“, erklärt die Win­ze­rin. Die gesam­ten Trau­ben wer­den im eige­nen Gar­ten gele­sen und gere­belt, am Hof gepresst, ver­go­ren und in den Fla­schen abge­füllt. Die Win­ze­rin trinkt am liebs­ten Rosé Friz­zan­te.

Das Mot­to

„Unser Mot­to lau­tet: Jung, frech und frisch. Das spie­gelt sich auch bei den Eti­ket­ten der Fla­schen wider“, erklärt die Win­ze­rin. Im Voll­ertrag gibt es auf Hof der Malt­sch­nig im Jahr rund 13.000 Fla­schen Wein.

Die Wein-Buschen­schen­ke

Neben dem Wein wer­den in der Wein-Buschen­schen­ke Bret­tel­jau­sen, Speck und Würs­tel sowie Pro­duk­te aus der Regi­on ser­viert. “Geöff­net ist die Wein-Buschen­schen­ke am Don­ners­tag, Frei­tag und Sams­tag ab 16 Uhr bis 22 Uhr. Wir dür­fen im Jahr 200 Tage die Wein-Buschen­schen­ke offen­hal­ten“, erklärt die Win­ze­rin Chris­ti­na Malt­sch­nig.

Mehr Infos unter: www.weingut-maltschnig.at

20.06.2023 13:00
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Vom Snow­board zum Wein Die Winzer Christoph und Christina Maltschnig mit ihren Kindern Matthias und Mia.

© Kowal sen.