Kärntner Wein

Ein „kai­ser­li­cher“ Wein

Der Unternehmensberater Robert Mack und der Raiffeisen-Filialleiter von Pörtschach, Gerfried Pink haben vor sieben Jahren in Vögelitz bei Moosburg mit dem Weinbau begonnen.

Ein „kai­ser­li­cher“ Wein Die Winzer Robert Mack und Gerfried Pink im Weingarten vom "Karolinger Weinbau".

© Kowal sen.

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Der Karo­lin­ger Wein­bau von den Win­zern Robert Mack und Ger­fried Pink befin­det sich in der geschichts­träch­ti­gen Gemein­de Moos­burg. Arnulf vom Geschlecht der Karo­lin­ger wur­de 850 in Moos­burg gebo­ren und war von 896 bis 899 nach Chris­tus sogar römi­scher Kai­ser. Die Namens­ge­bung Karo­lin­ger Wein­bau ist eine Hom­mage an den berühm­tes­ten Ade­li­gen von Moos­burg. Der Wein aus der Reb­sor­te Heli­os trägt den Namen „Arnulf“ und mit der „Luit­win­de“ (Mut­ter von Kai­ser Arnulf) konn­ten die Win­zer im Jahr 2021 bei der Piwi-Wein­kost den Bun­des­sieg errei­chen. Das Mar­ken­zei­chen auf den Wein­fla­schen der Moos­bur­ger ist der Karo­lin­ger Flecht­werk­stein.

Der Beginn

Alles begann im Gast­hof „Kara­wan­ken­blick“, da haben sich der Raiff­ei­sen-Fili­al­lei­ter Rein­hard Pink und Robert Mack, Geschäfts­füh­rer eines rele­van­ten Kärnt­ner Medi­ums, getrof­fen. „Damals habe ich mit einem bekann­ten Wochen­blatt die ers­te Wein­ver­kos­tung von Kärnt­ner Wei­nen unter­stützt und beglei­tet. Da habe ich mei­ne Lie­be zum Wein­bau ent­deckt. In Ger­fried Pink fand ich einen kon­ge­nia­len Part­ner“, erin­nert sich Robert Mack. 2017 wur­den die ers­ten Reben aus­ge­setzt. Im Wein­gar­ten ste­hen der­zeit rund 1.200 Reb­stö­cke, die aktu­ell im Jahr rund 1.500 Bou­teil­len Wein (0,75 Liter) erge­ben.

Die Unter­stüt­zung

In den Anfän­gen wur­den die zwei Win­zer, von den Kärnt­ner Win­zern unter­stützt. „Wir woll­ten was ande­res machen und haben uns von Anfang an für die Piwi-Sor­ten ent­schie­den. Wir sind inzwi­schen die ein­zi­gen Win­zer unter den ‚Markt­platz Kärnten‘-Weinbauern, die aus­schließ­lich Piwi-Sor­ten kel­tern“, erzählt der Ban­ker Ger­fried Pink.

Die Piwi-Reben

„Wir haben uns bewusst aus­schließ­lich für Piwi-Sor­ten ent­schie­den, da wir einen natur­na­hen Wein­bau betrei­ben woll­ten. Piwi-Reben sind pilz­wi­der­stands­fä­hig und frost­re­sis­ten­ter”, erklärt Robert Mack, der sich selbst als Wein­bau­er sieht. Sein Part­ner ist der Som­me­lier vom Karo­lin­ger Wein­bau.

Die Sor­ten

Mit dem Johan­ni­ter (eine Ries­ling-Kreu­zung), dem Blü­ten Mus­ka­tel­ler und dem Heli­os (Kreu­zung aus Mül­ler Thur­gau und März­ling) wach­sen drei Piwi-Reb­sor­ten im Wein­gar­ten vom Wein­bau Karo­lin­ger. Da die Win­zer die Reb­sor­te Heli­os nicht füh­ren dür­fen, wur­de dar­aus der „Arnulf“. „Er ist ein aus­ge­zeich­ne­ter Trink­wein, fruch­tig und mit wenig Säu­re. Mit ihm haben wir heu­er bei der Piwi-Wein­prä­mie­rung unter 200 Ein­rei­chun­gen die Gold­me­dail­le geholt“, betont Som­me­lier Ger­fried Pink. „Der Wein bedeu­tet für uns Arbeit, Lei­den­schaft, Natur und Genuss“, lau­tet das Mot­to von Robert Mack.

Die Vini­fi­zie­rung

„Als klei­ne Manu­fak­tur machen wir von der Lese bis zur Vini­fi­zie­rung und Ver­kauf alles selbst“, mein Ger­fried Pink. Mit sei­nem Part­ner Mack ist der Som­me­lier auch der Mei­nung: „Den guten Wein macht man im Gar­ten. Im Wein spürt man den Gar­ten und den Jahr­gang.“

Der Tres­ter

Nach dem Pres­sen wird auch der Tres­ter (der Rest vom Pres­sen) gebrannt. Was den Ita­lie­nern ihr Grap­pa ist, ist in Öster­reich der Tres­ter-Brand. Die Wei­ne vom Karo­lin­ger Wein­bau wer­den vor­wie­gend ab Hof, in der Hof­greiß­le­rei Wako­nig in Kla­gen­furt und in aus­ge­wähl­ten Gas­tro­no­mie­be­trie­ben ver­kauft.

06.08.2023 10:00
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Ein „kai­ser­li­cher“ Wein Die Winzer Robert Mack und Gerfried Pink im Weingarten vom "Karolinger Weinbau".

© Kowal sen.