Kärntner Derby
Austria setzt gegen WAC auf den zwölften Mann
Kärntner Derby gleich in der ersten Runde der neuen Bundesliga-Saison: Was sagen Spieler und Trainer der Austria Klagenfurt und des Wolfsberger AC vor dem heutigen „Kracher“ im Wörthersee-Stadion (17 Uhr)?
© Kuess
Gestern waren knapp 12.000 Tickets verkauft! Ganz Fußball-Kärnten blickt heute gespannt ins Wörthersee-Stadion, wo sich in der ersten Runde der neuen Bundesliga-Saison im Kärntner Derby die Austria Klagenfurt und der Wolfsberger AC gegenüberstehen.
Hart dafür gearbeitet
Die Anspannung steigt bei den Spielern beider Mannschaften. „Das ist ein ganz besonderes Match für uns, weil wir hart dafür gearbeitet haben, das erleben zu dürfen“, erinnert Austria-Abwehrspieler Thorsten Mahrer an die vergangene Saison, als sich die Waidmannsdorfer auf der Zielgeraden für die Relegation qualifizierten und dem SKN St. Pölten (4:0 und 1:0) keine Chance ließen.
Die Austria ist eingespielt
Die Rollen sind klar verteilt. „Wolfsberg spielt seit Jahren eine gute Rolle, ist voll etabliert. Die Fans sind unser zwölfter Mann. Mit ihnen im Rücken wollen wir für eine Überraschung sorgen“, betont Mahrer. Diese Meinung teilt Austria-Stürmer Markus Pink, mit 18 Zweitliga-Treffern und drei Toren in den beiden Relegations-Partien der gefährlichste Angreifer der Aufstiegssaison: „Am Kader hat sich nicht viel geändert, wir sind eingespielt. Das sollte ein Vorteil sein, zumal die Vorbereitung kurz und knackig war. Der Druck liegt beim WAC, von ihnen erwartet jeder einen Sieg.“
WAC beweist seit Jahren Qualität
Auch der neue Kapitän der „Violetten“ aus Waidmannsdorf, Abwehrspieler Kosmas Gkezos, kann den Anpfiff kaum erwarten: „Nach unserem Aufstieg wurde viel über dieses Spiel gesprochen, erst recht seit der Auslosung. Wir sind froh, dass es jetzt losgeht.“ Der WAC kommt, so Gkezos, mit einer starken Mannschaft, die ihre Qualität seit Jahren nachweist. „Aber wir werden alles geben, um sie zu biegen. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit den Fans im Rücken ein harter Gegner für sie sind“, stellt Gkezos klar.
Stimmung auf den Rängen
Das letzte Aufeinandertreffen zwischen Austria Klagenfurt und dem Wolfsberger AC in einem Pflichtspiel datiert vom 25. September 2018, als sich die „Wölfe“ aus dem Lavanttal im ÖFB-Cup mit 4:0 durchsetzen konnten. Unter den damaligen Torschützen waren mit Michael Liendl und Christopher Wernitznig auch zwei aktuelle Stützen in den Wolfsberger Reihen. „Wir freuen uns alle sehr auf das erste Derby in der Bundesliga. Ich hoffe auf viele Fans im Stadion, damit auch die Stimmung auf den Rängen einem Derby gerecht wird“, blickt Wolfsbergs Spielführer Michael Liendl voraus. Er ergänzt: „Wir brennen darauf, den Platz als Derbysieger zu verlassen.“
Nummer eins in Kärnten
Auch der neue Trainer des WAC, der Deutsche Robin Dutt, zeigt sich im Vorfeld siegessicher. „Ich habe ein gutes Gefühl. Unser Ziel ist es, Klagenfurt zu schlagen und dass wir auch nach der Partie die Nummer eins in Kärnten sind. Ich erwarte von meinem Team, dass es gleich zum Auftakt ein Zeichen setzt“, sagt Dutt. Bei allem Verständnis für die besondere Brisanz und den damit verbundenen Reiz eines Derbys mag Peter Pacult, Trainer der Austria Klagenfurt, dieses Spielchen nicht mitmachen. „Nummer eins hin, Nummer eins her, davon halte ich nichts. Es sind drei Punkte zu vergeben und wir werden hart dafür arbeiten, um gegen den WAC zu punkten. Ich will von meiner Mannschaft sehen, dass sie bereit ist, die Zweikämpfe anzunehmen, unangenehm zu sein und auch mutig nach vorne zu spielen. Darauf wird es ankommen“, erklärt Pacult.
Ticket-Verkauf
Am heutigen Spieltag sind natürlich noch Tickets für das Kärntner Derby erhältlich: Die Kassa Süd ist von 9 bis 17 Uhr, die Kassa West von 12 bis 17 Uhr, die Kassa Nord von 14 bis 18 Uhr (auch Halbzeitkassa) und die Kassa Ost (Gäste) von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet. Achtung: Es ist ausschließlich Barzahlung möglich.



