Erinnerungskultur

Park­be­nen­nung gegen Ver­ges­sen und Ver­drän­gen

Ein neu eröffneter Park in Klagenfurt erinnert an zwei herausragende Persönlichkeiten der Erinnerungskultur: Sieglinde Trannacher und Marco Feingold.

Park­be­nen­nung gegen Ver­ges­sen und Ver­drän­gen Bei der Einweihung: Vizebürgermeister Kastner, Stadträtin Mochar, Hanna Feingold, Stadtrat Max Habenicht, Wolfgang Trannacher, Stadtrat Franz Petritz und Gemeinderat Andreas Skorianz (v.l)

© Stadtkommunikation/Kulmer

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Um dem Holo­caust-Über­le­ben­den Mar­co Fein­gold sowie der Weg­be­rei­te­rin einer zukunfts­fä­hi­gen Erin­ne­rungs­kul­tur, Sieg­lin­de Tran­nacher zu geden­ken, wur­de nun ein neu­er Park in Kla­gen­furt nach den bei­den Per­sön­lich­kei­ten benannt. Der Park befin­det sich gegen­über der Heiz­haus­gas­se 58. Damit setzt die Stadt Kla­gen­furt ein Zei­chen gegen das Ver­ges­sen und Ver­drän­gen im Zusam­men­hang mit den Gräu­el­ta­ten des NS-Regimes.

Sich der Ver­gan­gen­heit stel­len

„Es gehört zu den wich­ti­gen Auf­ga­ben einer Stadt, sich der Ver­gan­gen­heit offen zu stel­len. Kla­gen­furt ist in den ver­gan­ge­nen Jah­ren den Weg der Erin­ne­rungs­kul­tur kon­se­quent gegan­gen. Mir per­sön­lich ist es ein Her­zens­an­lie­gen, vor allem der Jugend, die Gescheh­nis­se in der NS Zeit, einem der dun­kels­ten Kapi­tel der Geschich­te, näher zu brin­gen“, so Vize­bür­ger­meis­ter Alex­an­der Kast­ner.

Gedenk- und Erin­ne­rungs­kul­tur

Jähr­lich im Jän­ner ver­an­stal­tet die Stadt Kla­gen­furt eine Gedenk­ver­an­stal­tung anläss­lich des Inter­na­tio­na­len Holo­caust-Gedenk­ta­ges. Städ­ti­sche Dele­ga­tio­nen neh­men jedes Jahr bei den Befrei­ungs­fei­ern des Kon­zen­tra­ti­ons­la­gers in Dach­au sowie bei den Befrei­ungs­fei­ern der ehe­ma­li­gen Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger am Loibl-Pass teil.

 

Sieg­lin­de Tran­nacher (1961–2015)
Kla­gen­fur­ter Poli­ti­ke­rin, Land­tags­ab­ge­ord­ne­te und Gemein­de­rä­tin mit aus­ge­präg­ter sozia­ler Gesin­nung. Ihr Ein­satz galt stets der Gerech­tig­keit und den Schwa­chen in der Gesell­schaft. Beson­ders enga­gier­te sie sich im Bereich der Gedenk- und Erin­ne­rungs­kul­tur und war maß­geb­lich an der Reno­vie­rung des Israe­li­ti­schen Fried­ho­fes und an der Stol­per­stein-Initia­ti­ve in Kla­gen­furt betei­ligt.

Mar­co Fein­gold (1913–2019)
Fein­gold über­leb­te die Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Ausch­witz, Neu­en­gam­me, Dach­au und Buchen­wald. Er war Prä­si­dent der Israe­li­ti­schen Kul­tus­ge­mein­de Salz­burg. Als Mah­ner gegen Anti­se­mi­tis­mus und Rechts­extre­mis­mus war er mehr­mals in Kla­gen­furt und 2012 Fest­red­ner anläss­lich der Fei­er des neu­ge­stal­te­ten Israe­li­ti­schen Fried­ho­fes.

10.05.2024 16:00
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Park­be­nen­nung gegen Ver­ges­sen und Ver­drän­gen Bei der Einweihung: Vizebürgermeister Kastner, Stadträtin Mochar, Hanna Feingold, Stadtrat Max Habenicht, Wolfgang Trannacher, Stadtrat Franz Petritz und Gemeinderat Andreas Skorianz (v.l)

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